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Finanzierungs-Lexikon

Annuitätendarlehen

Ein Annuitätendarlehen ist ein Darlehen mit konstanten Rückzahlungsbeträgen (Raten). Im Gegensatz zum Tilgungsdarlehen bleibt die Höhe der zu zahlenden Rate über die gesamte Laufzeit gleich, sofern über die gesamte Laufzeit eine Fixzinsbindung vereinbart ist. Ist die Fixzinsperiode kürzer als die notwendige Gesamtlaufzeit, so müssen Kreditnehmer für die Restschuld eine Anschlussfinanzierung aufnehmen. Beim Volltilgerdarlehen sind die Zinsen hingegen über die gesamte Laufzeit konstant hoch. Bei vorsichtigen Kreditnehmern, die sich der Zinsrisiken bewusst sind, ist dieses Finanzierungsmodell sehr beliebt. Annuitätendarlehen werden vor allem von deutschen Banken in Österreich angeboten.

Betriebsmittelfinanzierung

Die Beschaffung von kurz- bis mittelfristigem Fremdkapital, das für den Erwerb von Betriebsmitteln eines Unternehmens erforderlich ist. Die Kreditlaufzeit sollte jeweils auf die Lebensdauer der erworbenen Betriebsmittel abgestimmt sein.

Bonität

Unter Bonität ist die Kreditwürdigkeit von Personen, Unternehmen, Gemeinden, Ländern oder Staaten zu verstehen. Die Kreditwürdigkeit umfasst einerseits die Fähigkeit zur Rückzahlung von Schulden sowie andererseits die Rückzahlungswilligkeit des Schuldners.

CET-1-Ratio

Es ist das harte Kernkapital (Common Equity Tier 1, CET 1) in Relation zur Risikogewichteten Aktiva (Risikoaktiva). Letztere besteht aus Teilen der Bilanzaktiva plus herkömmliche außerbilanzielle Geschäfte wie Bürgschaften, Akkreditive, Finanz-Swaps, Termingeschäfte und Optionen. Die Risikoaktiva wird in verschiede Risiko- bzw. Bonitätsklassen aufgeteilt. Die einzelnen Teile werden umso stärker gewichtet je höher die Risiken sind. Das harte Kernkapital wird zur gesamten Risikoaktiva in Relation gesetzt. Das harte Kernkapital setzt sich dabei primär aus einbezahltem Aktienkapital bzw. Stammkapital plus diverse Rücklagen und einbehaltenen Gewinnen zusammen.

Euribor

Euribor ist die Abkürzung für „European Interbank Offered Rate“. Der Euribor ist ein tagesaktueller Referenzwert, auf dessen Basis Kreditinstitute bereit sind sich gegenseitig Geld zu leihen. Euribor Sätze werden täglich für unterschiedliche Laufzeiten bestimmt und regelmäßig bekannt gegeben.

EZB-Leitzins

Der EZB Leitzins ist der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei der EZB refinanzieren um sich Liquidität zu verschaffen. Die Geschäftsbanken haben dazu Sicherheiten, zu hinterlegen. Mittels des EZB Leitzinses werden durch die Zentralbank auch die Marktzinssätze erheblich beeinflusst.

FED

FED – oder Federal Reserve – ist das Zentralbankensystem der Vereinigten Staaten von Amerika. Die FED besteht aus 12 Federal Reserve Districts,, wo jeweils eine Federal Reserve Bank angesiedelt ist. Geleitet wird das FED System vom „Board of Governors“. Zentrale Aufgabe der FED ist die Bestimmung der Geld- und Währungspolitik der USA.

Förderung

Unter Förderung ist die finanzielle Unterstützung von Personen, Unternehmen oder Gemeinden durch Bundesländer oder den Staat zu verstehen. Dabei werden den Förderungswerbern Gelder zweckgewidmet zur Verfügung gestellt. Förderungen können unter anderem als einmalige und nicht rückführbare Zuschüsse, als vergünstigte Kredite oder in Form von Annuitätenzuschüssen gewährt werden.

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein öffentliches Verzeichnis, in das Grundstücke und die an ihnen bestehenden dinglichen Rechte eingetragen werden. Folgende Rechte können in das Grundbuch eingetragen werden: das Eigentum, das Wohnungseigentum, das Pfandrecht, das Baurecht, Dienstbarkeiten und Reallasten. Außerdem kann durch Anmerkung und Ersichtlichmachung auf rechtlich wesentliche Tatsachen hingewiesen werden.

IKI

Der INFINA-Kreditindikator IKI wurde als allgemeine Orientierungshilfe für die Kosten besicherter Wohnkredite von der INFINA Credit Broker GmbH entwickelt. Grundlage für den IKI sind die Daten von 12 regionalen und überregionalen Kreditinstituten, aus denen dann die durchschnittliche Höhe der monatlichen Kreditraten für variable und Fixzinskredite abgeleitet wird.

Immobilienleasing

Beim Immobilienleasing handelt es sich um eine Form der Langfristfinanzierung von Immobilien. Das Besondere ist, dass der Leasinggeber und Kreditnehmer Eigentümer der Immobilie verbleibt und diese dann per Leasingvertrag und gegen Zahlung von Leasingentgelten jenem Unternehmen bzw. Leasingnehmer überlässt, das ursprünglich die Finanzierung gewünscht hat.

Inflationsrate

Anhand eines Musterwarenkorbs wird die Veränderung von Preisen über eine bestimmte Periode – zum Beispiel ein Jahr - gemessen. Steigen die Preise, so spricht man von Inflation bzw. von einer steigenden Inflationsrate. Sinken die Preise, so spricht man von einer Deflation.

Investitionsfinanzierung

Unter eine Investitionsfinanzierung versteht man einen Begriff, der häufig im Firmenkundenkreditgeschäft vorkommt. Investitionskredite sind meist Tilgungskredite auf Pauschalraten- oder Kapitalratenbasis, wobei die Laufzeiten dieser Kredite in der Regel analog der Nutzungsdauer des Investitionsgutes ausgelegt werden.

Konjunktur

Die Konjunktur ist ein Begriff, der die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes beschreibt. Für das Finanzierungsgeschäft hat die Konjunktur primär Auswirkungen auf die Zinslandschaft. Konjunkturwachstum hat in der Regel steigende Zinsen zu Folge, eine Konjunkturabschwächung verursacht meistens sinkende Zinsen.

Kreditmakler

Ein unabhängiger Kreditmakler wirkt als Bindeglied zwischen Kreditsuchendem sowie Kreditinstituten. Er ist ein Experte für Finanzierungen und sucht den besten Kredit. Tritt ein Kreditvermittler gegenüber seinem Kunden als unabhängiger Kreditmakler auf, so bezieht er in seiner Analyse eine Zahl an Kreditgebern ein, die eine Marktmehrheit darstellen.

Marge

Unter Marge bezeichnet man den Aufschlag bzw. Gewinn der Bank bei Geldgeschäften. Die Marge wird im Kreditvertrag festgeschrieben und dem jeweils von der Bank/Bausparkasse angebotenen Refinanzierungsindikator aufgeschlagen. Den Begriff kennt man primär aus dem Kreditgeschäft, aber auch im Einlagengeschäft sprechen Banken von Margen.

Mikrowarenkorb

Um wieviel entwertet sich das Geld beim täglichen Einkauf im Supermarkt? Der Mikrowarenkorb gibt Auskunft, denn er misst die Preisentwicklung der Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Dieser Warenkorb, der von der STATISTIK AUSTRIA veröffentlicht wird, enthält aber nur ca. 20 Waren, weshalb seine Preisentwicklung teils erheblich von jener des Verbraucherpreisindex abweichen kann.

Mobilienleasing

Unter einer Mobilie versteht man im Leasinggeschäft ein Investitionsgut, das beweglich ist und sozusagen mobil gemacht werden kann. Mobilien sind primär Kraftfahrzeuge, Computer, Maschinen und auch Bagger. Unbewegliche Güter sind meist Immobilien (Häuser und Grundstücke) und werden meist über Banken und Bausparkassen und nur in Ausnahmefällen über ein Leasingmodell abgewickelt.

Negativzinsen

Negativzinsen sind Zinsen, die unter dem Wert von Null fallen. Im Kreditbereich würde das dem Kreditnehmer zu Gute kommen, sofern die Bank die Negativzinsen an den Kreditnehmer weitergibt. Im Einlagenbereich schadet es dem Kunden, denn er müsste für eine Einlage bei der Bank sogenannte Strafzinsen bezahlen.

Projektfinanzierung

Eine Projektfinanzierung ist ein Begriff aus dem Firmenkundengeschäft. Dabei geht es meist um große Immobilienkredite wie Bauträger- oder Zinshausfinanzierungen. Auch Infrastrukturprojekte fallen in den Begriff der Projektfinanzierung. Kreditnehmer sind selten Privatpersonen sondern eher Gesellschaften oder Investorengruppen.

Sale & Lease Back

Das Sale & Lease Back ist eine Spezialform des Leasing. Hier wird ein Investitionsgut vom Eigentümer verkauft und dann über ein Leasingmodell zurückgeleast. Der Hintergrund sind meist steuerliche Aspekte. Diese Form des Leasing wird nicht standardmäßig von jeder Leasinggesellschaft angeboten.

Schweizerische Nationalbank SNB

Die SNB regelt die Geldmenge im CHF in der Schweiz und ist verantwortlich, dass der Wechselkurs bzw. der Zinssatz im CHF im Einklang mit den wirtschaftlichen Entwicklungen in der Schweiz steht. Aufgrund der in den letzten Jahren großen Währungsschwankungen des CHF zum EUR und anderen Währungen hat die SNB den CHF mittelfristig gestützt.

Servitut

Dienstbarkeiten oder Servitute sind laut österreichischem Sachenrecht beschränkte dingliche Nutzungsrechte an fremden Sachen (meist Liegenschaften), deren Eigentümer verpflichtet ist, etwas zu dulden oder zu unterlassen. Häufige Beispiele sind das Benutzungsrecht für Wege oder das Fruchtgenussrecht (z.B.: eine Person kassiert die Miete für eine Liegenschaft, die ihr nicht gehört).

Splitting

Unter Splitting versteht man im Kreditgeschäft die Teilung einer Kreditsumme in zwei Kreditteilen. Dies hat meistens den Hintergrund, dass ein Teil mit einem fixen und der andere Teil mit einem variablen Zinssatz abgeschlossen wird. Auch steuerliche Aspekte als auch Überlegungen in Richtung Kreditlaufzeiten können Ursache eines sogenannten Kreditsplittings sein.

Staffelrate

Eine Staffelrate ist eine Form der Rückzahlung, bei der im Kreditvertrag für eine bestimmte Laufzeit eine fixe Rate vereinbart wird. Diese kann sich jährlich oder auch z.B. alle 5 Jahre ändern. Staffelraten werden häufig angeboten, wenn der Kunde zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme eine niedrigere Belastung wünscht.

SWAP

Unter SWAP versteht man im Grunde ein Tauschgeschäft im Zinsbereich. Dabei wird für eine bestimmte Zeit ein Fixzinssatz in einen variablen Zinssatz getauscht. Darüber hinaus beschreiben die sogenannten SWAP-Sätze längerfristige Zinsen ab 1 Jahr aufwärts bis zu 30 Jahren.

Verbraucherpreisindex

Der Verbraucherpreisindex (VPI) enthält 800 verschiedene Waren und Dienstleistungen, deren Preise (rund 40.000) monatlich in 4.200 Geschäften in 20 Städten erhoben werden. Es gibt 12 Verbrauchsgruppen nach Verwendungszweck. Dieser Index ist der wichtigste Inflationsmaßstab und gilt u.a. auch als Grundlage für die Festlegung von Mietpreisen.

Wohnbauförderung

Die Wohnbauförderung ist eine Finanzierungsform, welche über die jeweiligen Bundesländer vergeben wird. Die Zinssätze sind in den Anfangsjahren meist günstiger als die Zinsen von Bank- und Bausparkrediten. Die Wohnbauförderung ist eine ideale Ergänzung zur Fremdfinanzierung über die Bank und der Eigenfinanzierung durch Eigenkapital.

Zinscap

Ein Zinscap ist ein sogenanntes Derivat. Mit einem Zinscap kann man unter Bezahlung einer Prämie einen Zinssatz nach oben deckeln. Je länger die Laufzeit der Zinsdeckelung sein soll, desto teurer ist die Prämie. Der Zinscap ist ein Wertpapierprodukt und hat auch dementsprechend einen Wert. Dieser Wert kann kann unter bestimmten Umständen auf null fallen.



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