Kredit für Umbau: Hilfreiche Finanzierungstipps

Kredit für Umbau
Autor: Mag. Elfi Stampfl
Kategorie: Finanzierung
Datum: 10.03.2021

Der Zahn der Zeit nagt mit den Jahren auch an der Substanz der eigenen vier Wände. Deshalb braucht jede Immobilie zur Werterhaltung Pflege- und Erneuerungsmaßnahmen. Wenn Sie  also regelmäßig in Umbauarbeiten investieren, erhalten und steigern Sie die Wohnqualität Ihres Hauses bzw. Ihrer Wohnung.

Doch bevor es an die Arbeiten geht, sollten Sie sich fragen: Welche Art des Umbaus ist für meine Immobilie sinnvoll? Welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es hierbei, sollten meine Eigenmittel nicht ausreichen? In diesem Beitrag finden Sie die passenden Antworten hierzu sowie eine Handvoll Ratschläge zur Planung eines Umbaukredits.


Umbaukredit: das Wichtigste im Überblick

  • Arten des Umbaus

    Umbau kann unterteilt werden in Altbausanierung, Renovierung, Umbau für altersgerechtes bzw. behindertengerechtes Wohnen sowie in Anbau und Aufstockung.

  • Finanzierungsmöglichkeiten für den Umbau

    Ein Umbau kann durch einen Hypothekarkredit, einen Ratenkredit, ein Sanierungsdarlehen, ein Förderungsdarlehen oder eine Kombination mehrerer dieser Bausteine finanziert werden.

  • Die drei Planungsschritte zum Umbaukredit

    Bestimmen Sie zuerst den Umbaubedarf an Ihrer Immobilie, danach können die Kosten kalkuliert werden. Schließlich suchen Sie die passende Finanzierung und Förderungsmöglichkeiten.

  • Mit Infina zum passenden Kredit

    Finden Sie die Leistbarkeit Ihres Kredits mit unserem Kreditrechner heraus. Ein Infina Wohnbau-Finanz-Experte findet im nächsten Schritt dann den besten Umbaukredit für Sie.


Kredit für Umbau – mit Infina zur passenden Finanzierung

Sollten Sie unsicher sein, welche Finanzierung Sie sich für Ihr Umbauvorhaben leisten können, ist dies mit dem Infina Kreditrechner schnell herauszufinden. Berechnen Sie ganz bequem die monatliche Rate für Ihren Umbaukredit und erfahren Sie den derzeitigen Top-Zinssatz für unterschiedliche Laufzeiten im Vergleich. Gerne berät Sie im nächsten Schritt ein Wohnbau-Finanz-Experte persönlich, um den besten Kredit für Sie zu finden.

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Welche Arten des Umbaus gibt es?

Der Umfang der Umbaumaßnahmen an einer Immobilie hängt von den Ansprüchen und Wünschen des Eigentümers ab. So sollten Sie vorab planen, in welchem Umfang und welche Bereiche Sie umbauen wollen. Nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der wesentlichen Umbauarten. Basierend darauf, lässt sich danach Ihr Kredit für einen Umbau besser planen. Je nachdem, für welche Art Sie sich entscheiden, fallen auch die Kosten unterschiedlich aus.   

Altbausanierung

Besonders im städtischen Bereich lohnt sich oft eine Altbausanierung, vor allem wenn die Bausubstanz noch solide ist und auf eine Modernisierung abgezielt wird. Häufig steht dabei die Steigerung der Energieeffizienz im Vordergrund. Aus diesem Grund werden im Zuge einer Sanierung oft der Austausch von Fenstern, Türen und der Einbau einer modernen Heizungsanlage als erstes angepackt. Eine Kernsanierung geht noch einen Schritt weiter, denn hier wird – oft durch Vorschrift des Denkmalschutzes – eine Rundumerneuerung an Dach, Fassade, Keller etc. vorgenommen. Die Kosten einer Sanierung können rasch in die Höhe schnellen, weswegen eine vorherige Kostenschätzung durch einen Bausachverständigen ratsam ist. Finanziert werden kann ein solcher Umbau mit einem Sanierungsdarlehen, dazu später im Beitrag mehr. 

Lesen Sie mehr in unserem speziellen Ratgeber zur Altbausanierung.

Renovierung

Bei einer Renovierung werden Schönheitsreparaturen vorgenommen und Abnutzungsspuren behoben, um den ehemaligen Zustand der Immobilie wiederherzustellen. Dies kann beispielsweise durch einen Neuanstrich der Außenfassade bzw. der Innenwände sowie durch neue Bodenbeläge erfolgen. Die Kosten für solche Renovierungsarbeiten lassen sich meist gut überblicken und je nach Umfang häufig mit Eigenmitteln abdecken. Wenn Sie also gut vorplanen und finanzielle Rücklagen für diesen Zweck bilden, muss eine Renovierung auch nicht zwingend finanziert werden. 

Mehr Informationen finden Sie in unserem Beitrag zur Renovierung.

Umbau für altersgerechtes Wohnen

Das eigene Zuhause wird im Pensionsalter immer mehr zum zentralen Lebensmittelpunkt. Dementsprechend muss es auch an die individuellen Wohnbedürfnisse und -anforderungen im Alter angepasst werden. So können Maßnahmen bezüglich barriere- und schwellenfreier Zugänge und eine optimierte Badgestaltung (z. B. durch den Einbau einer bodengleichen Dusche und Stützgriffen am WC) durchgeführt werden.

Hinweis:

In unserem Ratgeber zum Thema Smart Home wird auch der Begriff „Ambient Assisted Living“ erläutert. Hierbei kann mithilfe von intelligenter Haustechnik die Sicherheit und Gesundheit im Alter unterstützt werden.

Umbau für behindertengerechtes Wohnen

Ein behindertengerechter Umbau stimmt in Bezug auf Barrierefreiheit mit dem altersgerechten Wohnen überein. Hinzu können bei Bedarf noch Treppen-, Hebe- oder Plattformlifte und Rampen für ein rollstuhlgerechtes Leben installiert werden. Ganz wichtig ist zudem die Gestaltung eines breiten Flurs für einen ausreichenden Wenderadius und Abstellmöglichkeiten für den Rollstuhl. Auch die passende Höhe von Lichtschaltern, Steckdosen sowie Tür- und Fenstergriffen sollte für Menschen mit Handicap berücksichtigt werden.

Anbau bzw. Aufstockung

Bei einem Anbau wird nachträglich eine Erweiterung an einem bestehenden Haus oder einer Wohnung vorgenommen. Das können beispielweise ein Balkon, eine Terrasse, eine Garage, ein Vordach, ein Wintergarten oder zusätzliche Wohnräume sein. Im Zuge eines Anbaus wird zusätzlich Wohn- oder Nutzfläche geschaffen. Von einer Aufstockung ist die Rede, wenn ein oder mehrere Stockwerke hinzugefügt werden.

In beiden Fällen ist in aller Regel vorab eine Baugenehmigung einzuholen. Da Anbau- und Aufstockungsarbeiten die Statik des Gebäudes verändern können, ist außerdem die Durchführung von einem Experten ratsam.


Möglichkeiten der Finanzierung für den Umbau

Ganz gleich, welche Variante eines Umbaus Sie angehen, eins haben alle gemeinsam: Sie kosten Geld – in vielen Fällen mehr als Sie aus den eigenen Mitteln stemmen können. Möchten Sie Ihr Eigentum Ihren individuellen Ansprüchen entsprechend umbauen, gibt es unterschiedliche Wege dies zu finanzieren. Im Folgenden stellen wir Ihnen vier Möglichkeiten der Finanzierung für den Umbau vor.

Hypothekarkredit

Bei einem Hypothekarkredit handelt es sich um eine Form der Immobilienfinanzierung, bei welcher die Finanzierung durch ein Pfandrecht belastet wird. Im Fall der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers, kann die Immobilie zur Tilgung des offenen Kredits zwangsversteigert werden. Hypothekarkredite eignen sich explizit für höhere Kreditsummen, da auch lange Kreditlaufzeiten gewährt werden.

Mehr zum Thema lesen Sie in unserem weiterführenden Ratgeber Hypothek.

Ratenkredit

Ein Ratenkredit, oft auch Konsumentenkredit genannt, kann auch eine geeignete Finanzierung für den Umbau sein. Die Auszahlung erfolgt in einer Summe und wird in gleichbleibenden Raten zurückgezahlt, wobei die Höhe der letzten Rate abweichen kann. Es handelt sich dabei um meist um Kreditsummen von 3.000 bis 65.000 Euro mit einer kürzeren Laufzeit (zwischen ein und zehn Jahren). Der Zins ist in der Regel höher als bei anderen Kreditarten, da er bei Einsatz für Umbauten meist ohne die Stellung von Sicherheiten gewährt wird.

Sanierungsdarlehen

Bei Altbausanierungen und thermischen Sanierungen kann ein Sanierungsdarlehen als Umbaukredit genutzt werden. Dabei gewähren die Bundesländer Förderungen in Form von einmaligen Zuschüssen oder laufenden Annuitätenstützungen. Die Höhe der Förderung ist dabei abhängig vom Anteil der förderbaren Investitionen, also wie viel Sie beispielsweise in ein neues Heizsystem, energieeffiziente Fenster und Türen, alternative Energiequellen oder die moderne Dämmung investieren.

Lesen Sie ausführliche Informationen in unserem Beitrag zum Sanierungsdarlehen.

Förderungsdarlehen

In den einzelnen Bundesländern in Österreich gibt es eine Vielzahl von Förderdarlehen. Für jedes einzelne dieser Förderprogramme gelten genau festgelegte Kriterien. Sofern diese zutreffen und die Laufzeit passend sind, ist die Einbindung eines Förderungsdarlehens in den meisten Fällen eine attraktive Lösung.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in unserem Ratgeber Wohnbauförderung.


Umbau und Kredit planen: So gehen Sie vor

Wie bei jedem größeren Projekt sollten Sie auch bei einem Umbau und der dazugehörigen Finanzierung einen konkreten Plan aufstellen. Wenn Sie bei der Umbauplanung nach einer gewissen Reihenfolge vorgehen und sich vorab die wichtigsten Fragen gestellt haben, können Sie Kosten und Zeit sparen.

​​​1. Bedarf bestimmen

Am Anfang stehen Sie vor einer Bestandsaufnahme: Welche Bereiche sollen in welchem Umfang umgebaut werden? Welche Umbaumaßnahmen sind mir besonders wichtig? Sollten Sie unsicher sein, kann Ihnen ein Bausachverständiger bei der Entscheidung helfen, welche Arbeiten sinnvoll sind.

2. Kosten richtig abschätzen

Wenn Sie sich einen Überblick verschafft haben, können Sie die Kosten kalkulieren. Diese setzen sich zusammen aus Material, beauftragten Handwerkern und ggf. Beratungsleistung eines Experten. Es lohnt sich mehrere Kostenvoranschläge von verschiedenen Handwerksbetrieben einzuholen und diese zu vergleichen, bevor Sie sich final für einen Anbieter entscheiden.

3. Finanzierung und Förderung klären

Sind die Umbaukosten bekannt, so ist im nächsten Schritt die passende Finanzierung wichtig. Inwieweit können und möchten Sie für die Umbaumaßnahmen Eigenmittel einbringen? Welche Finanzierungsmöglichkeit kommt für mich infrage?

Im Rahmen der Finanzierung ist es ratsam, sich über die Fördermöglichkeiten Ihres Bundeslands zu informieren. Vor allem im Bereich Sanierung und energieeffiziente Umbaumaßnahmen können Sie mit attraktiven Zuschüssen rechnen.

Gerne findet ein Wohnbau-Finanz-Experte in Ihrer Nähe gemeinsam mit Ihnen den idealen Kredit für den Umbau.

5 häufige Fehler beim Umbau – und wie Sie diese vermeiden

Oft wird bereits beim Immobilienkauf der erste Fehler begangen, wenn beispielsweise der Lage mehr Bedeutung beigemessen wird als der Bausubstanz des Hauses. Denn der Zustand der Immobilie ist ausschlaggebend, ob ein Umbau im bezahlbaren Rahmen bleibt. Nachfolgend finden Sie weitere fünf häufige Fehler, welche Sie im Zuge eines Umbaus vermeiden sollten.

  1. Unklare Ziele haben
    Diffuse Ideen und eine vage Planung führen am Ende meist zu Frust. Entwickeln Sie konkrete Ideen und holen Sie sich vorab Inspirationen in Zeitschriften oder im Internet.
  2. Am falschen Ende sparen
    Für den Entwurf, die Planung und Koordination eines größeren Vorhabens sollte ein Profi engagiert werden. Spart man sich diese Kosten für den Umbau, können Schäden und Folgekosten aufgrund von Planungsfehlern die vorher eingesparten Kosten weitaus überschreiten.
  3. Zu knapp kalkulieren
    Unvorhersehbare Schäden und negative Überraschungen sind bei einem Umbau gang und gäbe. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Finanzierung für den Umbau stets einen Puffer einplanen.
  4.  Zu hohe Erwartungen haben
    „Schnell, gut und günstig“ ist bei einem Umbau in der Regel unrealistisch. Haben Sie einem sehr kostengünstigen Umbauangebot zugesagt, so können Sie mit einer längeren Dauer rechnen. Möchten Sie eine qualitativ hochwertige Arbeit mit schneller Umsetzung, schlägt sich dies in aller Regel auch im Preis nieder.
  5. Kein Budget festlegen
    Kennen Sie die die Gesamtkosten nicht, können Sie auch nicht sinnvoll planen, welche Finanzierung für den Umbau infrage kommt.

Kredit für Umbau von Haus oder Wohnung – gute Planung zahlt sich aus!

Bei einem Umbau sind eine gute Planung und eine sinnvolle Finanzierung ausschlaggebend für den Erfolg Ihres Vorhabens. Wenn Sie sich darüber im Klaren sind, welche Art des Umbaus für Sie infrage kommt und welchen Bedarf die Immobilie aufweist, dann können entsprechende Kosten kalkuliert werden. Scheuen Sie sich nicht, sowohl für den Umbau selbst als auch für die Finanzierung, professionelle Hilfe zu holen. Dann wird Ihr Umbau auch sicherlich ein Erfolg und keine Dauerbaustelle.

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Bildquellen:  Pormezz/ Shutterstock.com, Ingo Bartussek/ Shutterstock.com, fizkes/ Shutterstock.com. Rechtshinweise zu unseren Ratgebern finden Sie in unserer Verbraucherschutzinformation.


Über den Autor: Mag. Elfi Stampfl
Position: Leiterin Finanzierungsservice & Infina Academy

Meine Expertise im Bereich der Organisation und Ausbildung habe ich als Verwaltungsleiterin einer großen Genossenschaft in Südtirol erworben. Die Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Unternehmen war für mich die beste Schule des Lebens. Seit 2013 leite ich das Finanzierungsservice der Infina. Mein hohes Qualitätsverständnis führte zur Gründung der Infina Academy, da es mein Anspruch ist, dass unsere Wohnbau-Finanz-Experten dazu befähigt sind, die beste Finanzierungsberatung in ganz Österreich anzubieten. Für mich persönlich sind Ehrlichkeit und die Bereitschaft für den Kunden alles zu tun das höchste Gebot.

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