Haben Sie Fragen?
+43 512 584 380

Montag - Freitag 08:00 - 18:00


Zinsrechner: Zinsen berechnen und vergleichen

Datum: 01.08.2019 | Autor: Redaktion

Beitrag Teilen Font Awesome Icons

Bei den Gesamtkosten von Wohnbaufinanzierungen spielen Zinsen eine wichtige Rolle. Sie bestimmen nämlich, wie hoch die monatliche Kreditrate ist. Möchten Sie einen günstigen Wohnkredit erhalten, so lohnt sich in jedem Fall ein Zinsvergleich. Wie Sie Ihre Zinsen berechnen können und was bei einem Vergleich zu beachten ist, verraten wir Ihnen in unserem Ratgeber.


Zinsen berechnen: Was Sie beachten sollten

Bevor Sie eine Immobilie kaufen oder ein Haus bauen können, brauchen Sie den optimalen Wohnkredit. Wie bereits erwähnt, sind die Zinsen bei einem Immobilienkredit besonders wichtig. Aber um die günstigsten Zinsen zu erhalten, braucht es viel Zeit, denn dafür muss einiges getan werden: Zinssätze vergleichen, Zinsniveau korrekt einschätzen, Nebenkosten beachten und natürlich die ideale Zinsbindung wählen. 

Sie sollten auf keinen Fall versteckte Kosten übersehen. Viele Kreditangebote führen nur den Sollzins an, der für das Vergleichen verschiedener Angebote aber völlig unbrauchbar ist – er enthält nämlich keinerlei Nebenkosten, wie z.B. die Bearbeitungsgebühr oder eine Vermittlungsprovision. Achten Sie deshalb immer auf den sog. Effektivzinssatz, er gibt den Sollzins inklusiver Nebenkosten an.

Gibt es eine Formel für Zinsrechnungen? 

Hinter jeder Zinsrechnung steckt auch eine Formel mit relevanten Berechnungsparametern. Dabei gilt: Jedes Detail ist von Relevanz. Doch fangen wir am Anfang an: Wie sieht diese Formel überhaupt aus?

Referenzzinssatz (oder: Indikator) + Aufschlag der Bank (Marge) = Zinssatz

Wir wissen also nun, dass sich der Kundenzinssatz aus dem Indikator und dem Aufschlag der Bank zusammensetzt. Der Indikator wird definiert und ändert sich (soweit es sich nicht um einen Fixzinssatz handelt) je nach Marktsituation. Ihre monatliche Rate kann deshalb bei variabel verzinsten Krediten etwas schwanken. Der Aufschlag der Bank wird auf die Laufzeit des Kredites fix vereinbart und richtet sich in erster Linie nach Ihrer Bonität.

Häufig verringert sich der Aufschlag, wenn die Sicherheiten für die Bank gut sind. Dabei wird auf die hypothekarische Besicherung Wert gelegt. Es gilt: Je höher Ihr Immobilienwert im Vergleich zur Kreditsumme ist, desto bessere Konditionen werden Sie bekommen. Zusätzlich ist es für die Bank natürlich wichtig, dass Sie sich den Kredit über die gesamte Laufzeit leisten können.

Was sind die besten Zinsen (bei Krediten)?

Die „besten Zinsen“ bei Krediten sind jene, die Ihren Wünschen und Vorstellungen entsprechen und für Ihre Situation optimal sind. Die verschiedenen Zinsmodelle werden immer individuell an Ihre persönlichen Bedürfnisse angepasst. Entscheidend für die besten Zinsen ist einerseits Ihre Bonität, andererseits Ihr Lebensstandard, Ihre Einkommenssituation sowie Ihr Familienstand. Auch Ihr Charakter spielt eine wesentliche Rolle. Sind Sie sehr risikofreudig oder gehen Sie lieber auf Nummer sicher?

Sie können zwischen drei Zinsmodellen entscheiden: Fixzinskredit, variabel-verzinster Kredit oder variabel-verzinster Kredit mit Zinsabsicherung. Die Entscheidung ist gar nicht so schwer. Wem Sicherheit und Planbarkeit wichtig ist, sollte in jedem Fall eine Fixzinsbindung wählen. Ihre Zinsen werden über einen gewissen Zeitraum (z.B. 20 Jahre) fixiert, wodurch Ihre Rate konstant bleibt. Bedenken Sie hier aber: Sicherheit kostet.

Jene, die gerne auf Risiko spielen, können sich für variable Zinsen entscheiden. Sie profitieren von sehr günstigen Zinsen, allerdings besteht die Gefahr von Zinserhöhungen. Ihre monatliche Rate könnte also plötzlich sehr hoch ansteigen. Dieser Gefahr kann man entgegentreten: Es gibt einen Mittelweg. Mit einem sogenannten Zinscap haben Sie die Möglichkeit von variablen Zinsen zu profitieren und sich gleichzeitig abzusichern. Es wird hierbei einfach eine Ober- und Untergrenze festgelegt, in dieser Bandbreite bewegt sich dann auch Ihr Zinssatz.

Wie berechnet man Zinsen für einen Kredit?

Wie berechnet man also Kreditzinsen? Gehen wir noch einmal zurück: Der Kundenzinssatz berechnet sich aus dem Referenzzinssatz und dem Aufschlag der Bank. Der Referenzzinssatz wird auch Zinsindikator genannt. Die meisten Banken verwenden dafür bei variabel verzinsten Krediten den 3-Monats-EURIBOR. Der EURIBOR wird vom Markt gebildet und ist jener (fiktive) Zinssatz, zu dem sich Kreditinstitute untereinander Geld leihen.

Für die Zinsberechnung sind insbesondere die Höhe des Kredites, die Kreditlaufzeit, der Nominalzins sowie die Zinskosten von Bedeutung. Darüber hinaus werden noch weitere Details berücksichtigt: Werden Zinsen nachschüssig oder vorschüssig berechnet? Welche Anzahl an Zinstagen wird genommen? Wesentlich für die Berechnung von Zinsangeboten sind aber folgende Faktoren:

  • Vorhandene Sicherheiten
  • Einkommen
  • Kreditsumme
  • Kreditlaufzeit
  • Kreditmodell
  • Familiensituation

Zinsrechner bei Krediten

Können Sie Ihre Zinsen also nur bei einem Bankgespräch herausfinden? Nein! Damit Sie sich ein Bild über Ihre möglichen Kreditzinsen schaffen können gibt es kostenlose Zinsrechner . Diese bieten zwar keine exakte Aufstellung der Zusammensetzung Ihrer Zinsen, dienen aber zur ersten Orientierung und geben Ihnen einen Anhaltspunkt.

Aktuelle Kreditzinsen in Österreich und Prognosen

In Österreich befinden sich die aktuellen Kreditzinsen auf einem historisch niedrigen Niveau. Der Leitzinssatz der EZB (Europäische Zentralbank) steht seit März 2016 auf 0%. Eine Anhebung dieses Zinssatzes ist voraussichtlich erst 2019 oder 2020 zu erwarten. Dabei spielen sowohl die Entwicklung der europäischen Wirtschaft als auch die Entwicklung der Inflation eine große Rolle.

Beispiel(e) für Zinsrechnung bei Immobilien

Stellen wir uns vor, Sie möchten einen variabel verzinsten Immobilienkredit aufnehmen: In der Regel bekommen Sie einen 3-Monats-EURIBOR + Aufschlag angeboten. Der 3-Monats-EURIBOR ist aktuell negativ, das heißt die Negativzinsen müssen vom Aufschlag wieder abgezogen werden. Bei einem Aufschlag von 1 % ergibt sich also ein Zinssatz von 0,625 %. Das wäre der Bestfall. Bei einem Fixzinskredit hängt die Höhe Ihrer Zinsen primär von der Laufzeit der Fixzinsbindung ab. Je länger Sie Ihre Zinsen absichern, desto teurer ist der Aufschlag der Bank. Aber auch die Kreditlaufzeit und Ihre Bonität spielen eine Rolle.

Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel, das den aktuellen Unterschied zwischen variabler und fixer Verzinsung zeigt (Berechnung mit Infina Zinsrechner):

Zinsrechnung mit dem Infina Zinsrechner

Sparen durch einen Kredit-Zinsvergleich in Österreich

Wir garantieren: Ein Zinsvergleich lohnt sich, denn Sie können dadurch mehrere Tausend Euro sparen! Der einzige Haken an der Sache ist: Ein guter Vergleich kostet Zeit und Nerven – unabhängig davon, ob Sie nun einen einfachen Vergleich im Internet durchführen oder Angebote von mehreren Banken einholen. An dieser Stelle können Ihnen unsere Wohnbau-Finanz-Experten aber helfen: Wir bieten Ihnen einen kostenlosen Zinsvergleich!

Sie möchten einen kostenlosen Zinsvergleich erhalten? Kein Problem! Kontaktieren Sie uns