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Spartipps: Tipps, wie Sie im Alltag Geld sparen 

Datum: 27.06.2019 | Autor: Redaktion

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Infina Wohnbau-Finanz-Experten Spartipps

Geld ausgeben ist wesentlich leichter als sparen ... oder? Nicht unbedingt, wenn man die richtigen Spartipps kennt! Wir haben die besten Tipps für das Sparen im Alltag gesammelt und zeigen, wie und warum man Sparen erst mal lernen muss. Und auch auf die Frage, was man ohne Geld eigentlich machen kann, finden Sie hier eine Antwort! 


Sparen lernen: Wo kann man im täglichen Leben sparen?

Beim Onlineshopping nach günstigen Angeboten Ausschau halten, im Diskonter einkaufen, Secondhand- statt Neukauf – generische Spartipps gibt es viele. Aber nicht jede Sparmethode ist für jeden geeignet. Und den passenden Weg zu finden ist wichtig, wenn man tatsächlich über längere Zeit bares Geld sparen will oder muss. Also, was tun?

Sparsam leben lernen – was soll das heißen?

Wenn aus unerwarteten Gründen plötzlich die Ausgaben höher sind als die Einnahmen, hat man gar keine andere Wahl, als sparsamer zu werden. Wir wollen hier allerdings natürlich nicht von so einem Worst-Case-Szenario ausgehen, sondern vielmehr von „freiwilligem“ Sparen, also für Gelegenheiten wie den nächsten Urlaub, den Autokauf usw.

Und damit sind wir schon beim ersten wichtigen Punkt, wenn Sie sich gerade erst ans Sparen herantasten: Definieren Sie ein klares Ziel. Der zweite Faktor: Sparen Sie nicht an allen Ecken und Enden. Wer sich nämlich von einem Tag auf den anderen strikt alles verbietet, ist das Risiko viel größer, dass irgendwann alle Prinzipien über Bord geworfen werden und das Projekt Geldsparen ein schnelles Ende findet.

Es versteht sich eigentlich von selbst: Richtig sparen heißt auch, in Qualität zu investieren. Das gilt für den neuen Geschirrspüler genauso wie für das neue Küchenmesser – billige Ware muss in der Regel viel schneller ersetzt werden. Das wird auf Dauer teuer.

Nehmen Sie sich lieber ein bisschen Zeit und vergleichen Sie Angebote. Preisvergleiche und alle Aktionsflyer auf einem Fleck finden sich im Internet zur Genüge. Umgekehrt können Sie Plattformen wie Shpock oder Ebay nutzen, um aussortierte Gegenstände weiterzuverkaufen. Zugegeben, das wird kein Vermögen einbringen – ist aber trotzdem immer noch besser und nachhaltiger, als Altwaren einfach wegzuwerfen.

Möglichkeiten für monatliches Sparen

Sie haben Ihr Sparziel vor Augen? Perfekt, dann kann es schon losgehen! Am einfachsten fällt der Einstieg ins sparsamere Leben, wenn Sie Schritt für Schritt Abstriche machen. Denken Sie zudem bewusst darüber nach, wenn Sie gerade im Begriff sind, Geld auszugeben und erhöhen Sie die Hemmschwelle.

Das heißt zum Beispiel: Speichern Sie im Browser keine Login-Daten fürs Onlineshopping, kaufen Sie nicht über das Smartphone ein, sondern über den Desktop-Browser – oder gar nicht mehr online. Denn je leichter der Bestellvorgang, desto schneller gibt man mal eben 10, 20 oder 30 Euro aus. Wer sich diese Angewohnheit abgewöhnt, spart im Jahr locker 100 Euro, ganz zu schweigen von der besseren Umweltbilanz.

Diese Tipps kennen Sie schon längst und Sie wollen lieber konkrete Maßnahmen, monatlich Geld beiseitezulegen? Kein Problem:

  • Grenzen setzen

Legen Sie ein Budget für jeden Monat und verschiedene Alltagsbereiche fest. Wie viel wollen Sie monatlich maximal für Kleidung, Essen und Trinken auswärts, Fertiggerichte usw. ausgeben? Welches „Guthaben“ bleibt am Ende jeder Woche übrig?

  • Münzgläser aufstellen

Münzen beschweren den Geldbeutel – und das lässt sich vermeiden, wenn man einfach an mehreren Stellen zuhause Münzgläser aufstellt. Tragen Sie den Münzüberschuss nicht mit sich herum, sondern sparen Sie ihn an und wechseln Sie ihn nach ein paar Monaten im Münzautomaten in der Bank ein. 

  • Monatssparen durch Wochensparen

Ein Jahr hat 52 bzw. 53 Wochen. Wenn Sie jede Woche einen steigenden Betrag sparen, summiert sich das im Lauf eines Jahres ganz ordentlich. Starten Sie also in Woche 1 mit einem Euro, erhöhen Sie in der Folgewoche auf 2 Euro und immer so weiter.

  • ein Monatsgehalt überweisen

Klar, das eigentliche Monatsgehalt kommt vom Arbeitgeber bzw. der selbstständigen Tätigkeit. Machen Sie es trotzdem zur Gewohnheit, sich gleich zu Monatsanfang selbst ein Gehalt zu überweisen. So sparen Sie immer einen gewissen Anteil, zum Beispiel auf dem Tagesgeldkonto bei einer Direktbank. Alternativ bieten sich Festgeldkonten oder Kapitalsparbücher an.

Ganz egal, wie viel sich mit diesen Methoden effektiv jeden Monat sparen lässt: Am Ende bleibt auf jeden Fall ein kleiner Überschuss. Abgesehen davon gibt es natürlich noch eine ganze Menge anderer Spartipps, vom Lebensmitteleinkauf bis hin zum Wasser- und Stromsparen!


Haushalten mit weniger Geld: Spartipps für den Alltag

Duschen ist billiger als Baden, Selbstgekochtes kostet weniger als das Abendessen im Restaurant – diese Alltagsspartipps sind kein großes Geheimnis. Deshalb haben wir ein bisschen genauer hingeschaut: Wie kann man das Verhalten im täglichen Leben anpassen, um Geld zu sparen?

Spartipp #1: Sparen dank Haushaltsbuch

Am besten funktioniert Sparen, wenn man weiß, wo das Geld eigentlich hingeht. Und genau deshalb sollten alle Sparwilligen ein Haushaltsbuch anlegen. Das kann ganz klassisch ein echtes Buch sein oder eine Tracking-App. Das Prinzip ist immer gleich: Sie halten Ihre Einnahmen und Ausgaben fest. Besonders motivierend ist so ein Haushaltsbuch, wenn Sie zudem noch aufschreiben, was Sie nicht gekauft und dadurch automatisch gespart haben.

Notieren Sie in unterschiedlichen Kategorien, wie viel Sie pro Monat wofür ausgeben. Man geht automatisch davon aus, dass nach den Wohn- und Transportkosten ohnehin das meiste Geld in Lebensmittel fließt – und bemerkt erst durch die Gesamtaufstellung, dass tatsächlich Geschenke, Schnäppchenkäufe etc. viel größere Ausgaben verursachen.

Führen Sie Ihr Haushaltsbuch über mindestens ein Jahr. So können Sie saisonale Faktoren wie die (teure) Weihnachtszeit mit einkalkulieren. Übrigens: Eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben ist nicht nur praktisch für Sparzwecke, sondern auch ein wesentlicher Faktor, sollten Sie einmal einen größeren Kredit aufnehmen wollen: Der Kreditgeber wird dann eine Haushaltsrechnung fordern.

Noch ein Tipp zum Haushaltsbuch: Notieren Sie Ihre selbst festgelegten Budgets – und ob Sie „überzogen“ haben. Die Kontrolle behalten Sie am leichtesten, indem Sie das Geld zu Monatsanfang abheben und für jede Woche einen Briefumschlag vorbereiten.

Spartipp #2: Sparen bei Lebensmitteln

Mit dem Sparen beim Essenseinkauf ist es so eine Sache: Grundsätzlich nur die billigsten Produkte zu kaufen, tut weder dem eigenen Körper noch der Umwelt gut. Deshalb heißt es Abwägen, wo das Ersparnis überhaupt sinnvoll ist. Eindeutig richtig liegen Sie mit diesen Gewohnheiten:

» Essen Sie, bevor Sie einkaufen gehen, und wenn es nur eine Banane oder ein paar Mandeln sind.

» Planen Sie, was Sie jeden Tag essen werden und erstellen Sie eine entsprechende Einkaufsliste.

» Trinken Sie Leitungswasser oder machen Sie mit einem Sodagerät Ihr eigenes Mineralwasser.

» Nehmen Sie Produkte aus dem unteren Regal. Teure Markenprodukte liegen oft auf Augenhöhe. Das macht natürlich nicht bei jedem Produkt Sinn, aber Backpulver, Mehl, Reis, Nudeln etc. bekommt man so deutlich günstiger.

» Kaufen Sie Lebensmittel, die billiger sind, weil sie bald ablaufen. Denn das Haltbarkeitsdatum wählt der Hersteller sehr großzügig, um auf der sicheren Seite zu bleiben. Tatsächlich halten die Produkte meist viel länger.

» Greifen Sie nach ganz hinten im Regal, wenn das Ablaufdatum eher weiter in der Zukunft liegen soll. Länger haltbare Ware wird in der Regel nach hinten sortiert.

» Kaufen Sie Brot vom Vortag oder direkt vor Ladenschluss. So ist schnell mal ein Ersparnis von 25-50 Prozent drin.

» Melden Sie sich bei Foodsharing-Plattformen an. Dort können registrierte Nutzer untereinander nicht-verderbliche Lebensmittel austauschen, die sie selbst nicht mehr verbrauchen.

» Kaufen Sie nicht immer im selben Supermarkt, sondern vergleichen Sie Angebote und Gutscheinaktionen.

» Frieren Sie Reste oder Vorratskäufe ein.

» Informieren Sie sich, wie sich Lebensmittelabfälle nutzen lassen! Ausgepresste Zitronen im Geschirrspüler zum Beispiel sorgen für extra glänzendes Besteck, und aus Kartoffelschalen lässt sich sogar Spülmittel herstellen.  

Allein durch bewussteres Einkaufen lässt sich schon erstaunlich viel Geld sparen. Sofern es also irgend möglich ist, lohnt es sich definitiv, ein bisschen Zeit in Angebotssuche und Essensplanung zu investieren.

Spartipp #3: Geld sparen durch cleveres Einkaufen

Lebensmittel sind ein wichtiger, aber bei weitem nicht der einzige Posten unter den alltäglichen Ausgaben. Deshalb hier ein paar weitere Tipps, wie Sie beim Einkaufen allgemein Geld sparen können:

»  Bezahlen Sie nur mit Bargeld, das Sie aus dem jeweiligen Budget-Umschlag nehmen.

»  Geben Sie sich für „Genusskäufe“ 3-4 Wochen Bedenkzeit. Vielleicht haben Sie das vermeintliche Must-Have nach dieser Zeit schon wieder vergessen.

»  Achten Sie bei Online-Bestellungen auf die Versandkosten: Ein vermeintlich billiges Produkt kann durch den Versand genauso viel oder sogar mehr kosten als im Laden. Und wer sagt, dass Sie den Artikel überhaupt behalten?

»  Kaufen Sie abseits der Saison. Ein Wintermantel aus dem Sale wärmt zum Beispiel im nächsten Jahr noch genauso gut. Auch Geschenke kann man auf Vorrat kaufen, wenn man zufällig etwas Passendes findet. Legen Sie sich am besten eine Liste an, damit Sie kein Geschenk im Schrank vergessen und am Ende doppelt kaufen!

Es gäbe noch unzählige weitere Tricks, wie man das eigene Einkaufsverhalten so ändern kann, dass man nichts Unnötiges kauft. Letztendlich muss jeder für sich herausfinden, was realisierbar ist und wo die Sparfreude vielleicht an ihre Grenzen gerät. So und so ist es empfehlenswert, bei allen nicht dringend benötigten Käufen den Stundenlohn zu berechnen: Wie lange müssten Sie für diesen Kaufpreis arbeiten?

Die besten Wasserspartipps

Am täglichen Wasserverbrauch führt nahezu kein Weg vorbei: Früher oder später müssen wir den Hahn aufdrehen. Damit sich die Kosten hier möglichst in Grenzen halten, empfehlen wir – neben dem obligatorischen „Duschen statt Baden“ – folgende Sparmaßnahmen:

» Stellen Sie die Wasch- und Spülmaschine erst an, wenn sie voll beladen ist.

» Verwenden Sie den Eco-Modus, falls vorhanden.

» Waschen Sie Geschirr in der Spülmaschine statt per Hand.

» Besorgen Sie einen modernen Duschkopf und einen Einsatz für den Wasserhahn. Beides reguliert den Wasserstrahl und reduziert den Verbrauch, ohne dass man auf den üblichen Komfort verzichten muss.

» Stellen Sie, wenn möglich, eine Regenwassertonne auf und nutzen Sie das Wasser zum Blumengießen, Bodenwischen, für die Toilettenspülung etc.

» Vermeiden Sie es, das Wasser laufen zu lassen. Das gilt beim Zähneputzen, Händewaschen oder beim Abwaschen von Obst und Gemüse: Fangen Sie das Wasser in einer Schale auf und verwenden Sie es weiter.

Last, but not least: Verwenden Sie so oft es geht kaltes Wasser statt warmem. Das spart einiges an Energie. Und wo wir schon beim Thema Energiesparen sind: Auch dazu gibt es natürlich einige Tipps und Tricks!

Die besten Energiespartipps

In diesem Bereich gibt es wieder ein paar Dauerbrenner, die längst kein Geheimtipp mehr sind. Nichtsdestotrotz lässt sich mit diesen Tipps bares Geld sparen, sodass nichts dagegen spricht, es zumindest einmal auszuprobieren:

•  Verwenden Sie Mehrfachsteckdosen, die man an- oder ausschalten kann.

•  Schalten Sie Elektrogeräte aus, statt den Standby-Modus zu wählen. Immer.

•  Achten Sie bei Neuanschaffungen auf den Energiestandard: Energieeffizienzklasse A sollte es nach Möglichkeit sein.

•  Wechseln Sie den Stromanbieter, und das nicht nur einmal: Für Neukunden gibt es in vielen Fällen Rabatte. Tarife vergleichen können Sie zum Beispiel über E-Control.

Eigentlich selbstverständlich ist es außerdem, Strom bedarfsweise zu nutzen. Schalten Sie das Licht aus, wenn niemand im Zimmer ist oder drehen Sie die Heizung um ein paar Grad herunter: kleine Angewohnheiten mit großer Wirkung.


Spartipps für Familien

Der Familienalltag ist nicht gerade billig, denn Schulsachen, Kinderkleidung und vielleicht das eine oder andere Hobby gibt es leider nicht umsonst. Sparen ist aber deshalb nicht unmöglich, ganz im Gegenteil:

» Kaufen Sie vor allem für kleinere Kinder möglichst viel gebraucht oder leihen Sie etwas aus. Ein Kind wächst und wächst – alles innerhalb weniger Monate neu zu kaufen, geht ins Geld.

» Nutzen Sie Cashback-Systeme für Neukäufe

» Prüfen Sie, ob Sie vielleicht doppelt für manche Versicherungen zahlen.

» Kaufen Sie auf Vorrat, wenn es sich anbietet: Toilettenpapier, Waschmittel, Zahnpasta usw. braucht man immer. Abgesehen davon gibt es immer die Option Selbermachen.

Ob Kinderwagen, Bohrmaschine oder Lesestoff: Dinge auszuleihen, ist heute keine Hexerei mehr. Tauschpartner und Leihanbieter finden Sie zum Beispiel im Bereich Wien über die Leihladen-Seite. Und eine Jahreskarte der Wiener Hauptbücherei kostet für Schüler und Studenten gerade einmal 9 Euro. Es müssen übrigens nicht zwingend Bücher ausgeliehen werden; die meisten Leihbüchereien haben auch diverse Computer- und Brettspiele oder Zeitschriften im Sortiment.


Was kann man ohne Geld überhaupt noch unternehmen?

Viele Freizeitbeschäftigungen kosten Geld, das lässt sich nicht leugnen. Heißt das also, dass man ohne Geld eigentlich gar keinen Spaß mehr haben kann und im Prinzip nur noch die Wahl zwischen Spazierengehen und Herumsitzen hat? Natürlich nicht, denn beschäftigen kann man sich zum Beispiel so:

» Gehen Sie mit kaputten Gegenständen in ein Repaircafe und lernen Sie von anderen Besuchern, wie etwas repariert werden kann.

» Suchen Sie sich YouTube-Videos für Ihren Lieblingssport oder gehen Sie ganz klassisch draußen joggen.

» Räumen Sie einzelne Zimmer in der Wohnung um.

» Sortieren Sie aus!

» Informieren Sie sich, ob es in der Nähe ein Urban-Gardening-Projekt gibt, bei dem Sie eigene Nahrungsmittel anbauen können.

» Laden Sie Freunde zu einem Spieleabend ein.

Mit anderen Worten: Sparen muss nicht langweilig oder mühsam sein. Ja, Ersparnisse entstehen nur durch Veränderung – aber wer mit System vorgeht, wird nach der ersten Eingewöhnungsphase gewisse Einschränkungen gar nicht groß wahrnehmen. In diesem Sinne: Trauen Sie sich und legen Sie noch heute ein Haushaltsbuch an!