Immobilienpreise in Österreich: Entwicklung und Prognose

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Autor: Mag. Peter Hrubec
Kategorie: Immobilie
Datum: 16.08.2022

Die Immobilienpreise in Österreich sind seit Ende der Finanzkrise 2009 stark im Aufwind. Der von der OeNB (Oesterreichische Nationalbank) veröffentlichte Wohnimmobilienpreisindex, gibt an, in welchem Ausmaß sich die Immobilienpreise in Österreich ändern. In welchem Bundesland ist Wohnungseigentum am günstigsten und wo müssen Sie für Ihre Mietwohnung am meisten bezahlen? In unserem Beitrag beantworten wir Ihnen diese und weitere interessante Fragen.

Immobilienpreise in Österreich 2022: aktuelle Entwicklung

Aktuelle Preisdaten mit konkreter Aufschlüsselung einzelner Städte liefert der Immobilienpreisspiegel der WKO (Wirtschaftskammer Österreich). Allerdings sollte hier auf eine Besonderheit geachtet werden: Die Jahreszahl bezieht sich nur auf das Jahr der Veröffentlichung. Die Daten beziehen sich auf den Durchschnittswert des Vorjahres. Einen Trend im laufenden Jahr 2022 kann man allerdings mit dem von Professor Feilmayr von der TU Wien erarbeiteten und der OeNB veröffentlichten Wohnimmobilienpreisindex erkennen – ein Boom auf breiter Front!

Entwicklungen der Immobilienpreise im ersten Quartal 2022:

  • Seit dem vierten Quartal 2020 sind die durchschnittlichen Wohnimmobilienpreise in Österreich zweistellig gestiegen, zuletzt im ersten Quartal 2022 um 12,3 % (Q4 21: +12,6 %).
  • Der Anstieg der Preise für Einfamilienhäuser außerhalb Wiens beschleunigte sich von 15,5 % im vierten Quartal 2021 auf 16,1 % im ersten Quartal 2022.
  • Im ersten Quartal 2022 den stärksten Anstieg verzeichneten somit Einfamilienhäuser außerhalb Wiens, gleich gefolgt von neuen Wohnungen in Wien mit 12,8%.
  • Die gesamten Wohnimmobilienpreise stiegen in Wien im vierten Quartal 2021 und ersten Quartal 2022 um 11,3 bzw. 11,8 %, während sie außerhalb Wiens um jeweils 13,9 % bzw. 12,9 % zulegten.
  • Bezogen auf den Neubauwohnungsmarkt lagen im vierten Quartal 2021 und ersten Quartal 2022 die Preissteigerungen in Wien bei 10,6 % bzw. 12,8 %, während sie außerhalb Wiens auf Jahresbasis um je 10,8 % bzw. 9,7 % zulegten.
  • Beflügelt werden diese Preise von der höchsten Inflation seit den frühen 80er-Jahren und negativen Realzinsen bei Anleihen.
  • Vor allem in ländlichen Gegenden setzt sich die Preisaufholjagd fort, wobei Top-Lagen und teils auch bessere Ausstattung und Bauqualität bevorzugt werden.

Infolge der Zinsanstiege im laufenden Jahr sind Anlegerwohnungen mit Mietrenditen von unter 3,5 % nicht mehr sonderlich attraktiv, vor allem dann, wenn eine Stagnation oder gar ein zwischenzeitlicher Rückgang der Immobilienpreise einsetzt.

Die nachfolgenden Preisangaben aus den einzelnen Bundesländern geben einen guten Überblick über die Preisentwicklung der Gesamtheit an Einfamilienhäusern, jene von Erstbezugs-Eigentumswohnungen und der Mietwohnungen, für welche die Mietobergrenzen nicht gelten. Die Quelle ist der Immobilienpreisspiegel 2022 (WKO), dort wurden die Daten der normalen bzw. durchschnittlichen Wohnlage/Wohnwertes herangezogen.


Immobilienpreise in Österreich: Auswirkung der Corona-Krise

Die Corona-Krise entfaltete eine regelrechte Flucht in Betongold, zumal sich anfänglich die bereits historisch niedrigen Zinsen bis in das 4. Quartal 2021 nochmals verbilligten. Gleichzeitig ist, mit Ausnahmen von manchen Wiener Bezirken und einzelnen Kleinstädten quer durch Österreich, das Angebot an neuen Wohnungen und Reihenhäusern knapp geworden. Die Folge sind ab dem vierten Quartal 2020 zweistellige Preissteigerungen bei Wohnimmobilien, und zwar bundesweit aggregiert.

Seit dem zweiten Quartal 2021 verlagerte sich der Boom zunehmend auf noch optisch günstige Märkte meist in ländlichen Gegenden, was auch mit dem verstärkten Homeoffice-Trend zu tun hat. Leben am Land bzw. ländlichen Gemeinden mit guter Verkehrsanbindung liegt im Trend. Dort setzte eine regelrechte Aufholjagd ein, was dazu führte, dass gebrauchte Wohnungen und Einfamilienhäuser außerhalb Wiens im ersten Quartal 2021 im Schnitt um je 12,0 bzw. 16,1 % stiegen. Das verknappte Angebot für gute und sehr gute Immobilien bei den Maklern kann dabei die aktuelle Nachfrage nicht decken.


Prognose für die Immobilienpreise in Österreich 2023

Berufend auf die zuvor erwähnten Trends und der bereits seit 2020 beobachteten Präferenzen hin zu Einfamilienhäusern zeichnet sich unverändert eine Verlagerung des Booms in die Speckgürtel von Ballungszentren bis hin in das weitere Umland ab. Ländliche Gegenden in der Nähe von Ballungszentren erleben nun einen regelrechten Preisboom. Dabei werden vor allem die Baugründe immer knapper.

Laut RE/MAX Real Estate Future Index, der Summe von ca. 600 Immobilien-Experten-Meinungen in ganz Österreich, werden 2022 im mittleren und niedrigeren Preissegment der Wohnimmobilien Preissteigerungen von 7,4 bzw. 8,6 % erwartet. Baugründe sollten sich demnach sogar um 10,2 % verteuern. Der Trend zu den eigenen vier Wänden und Corona-bedingte Nachholeffekte spielen hier hinein.

Ein Risikofaktor für den Wohnimmobilienmarkt sind die zuletzt gestiegenen Zinsen und seit August 2022 gültigen strengeren Vergaberichtlinien. Kreditraten dürfen dann maximal 40 % des Nettoeinkommens ausmachen und bei Mitberücksichtigung von ca. 10 % Kaufnebenkosten liegen die erforderlichen Eigenmittel des Immobilienkaufs zukünftig bei 20 % des Kaufpreises. Ob diese Entwicklungen den Wohnungsmarkt belasten, zeigen die Preisdaten der kommenden Quartale.

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Immobilienpreise in Wien

Beim Erstbezug verlagert sich die Nachfrage immer mehr auf gute Lagen bei durchschnittlichem Wohnwert, wo teils zweistellige Preissteigerungen möglich waren. Ansonsten bewegte sich die Verteuerung häufig im mittleren einstelligen Bereich. Auch war ein Trend zur Naturnähe zu beobachten. Im Grünen, insbesondere am Stadtrand stiegen die Preise für Einfamilienhäuser, beispielsweise Donaustadt (durchschnittlicher Wohnwert in normaler Lage): 10,1 % und Floridsdorf (durchschnittlicher Wohnwert in normaler Lage): 9,9 %. Etwas schwächer als die Wohnungspreise stiegen die Mieten, die in der Innenstadt sowie den Bezirken Mariahilf, Margareten und Josefstadt teils leicht rückläufig waren, während brauchbare Wohnungen ab 50 m2 in guten und sehr guten Lagen in Ottakring Mietsteigerungen von 10,5 bzw. 10,3 % erzielten. Fazit: Es ist auch ein Trend zu möglichst erschwinglicher Lebensqualität erkennbar.

 

BezirkHauskauf (€/m²)Eigentumswohnung (€/m²)Wohnung mieten (€/m²)
1. Innere Stadt

K/A

K/A

12,59

2. Leopoldstadt

K/A

3.946,05

9,32

6. Mariahilf

K/A

4.454,29

8,58

11. Simmering

1.999,50

3.362,88

7,68

22. Donaustadt

2.539,71

3.850,00

8,37

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Alle Standorte finden Sie hier.


Immobilienpreise in Niederösterreich

Wesentliche Faktoren sind höhere Baupreise, aber auch eine Verlagerung der Booms vom Wiener Speckgürtel ins Umland. Häufig sind zweistellige Zuwächse zu beobachten. In St. Pölten Land verteuerten sich während der Corona-Krise von 2020 auf 2021 Objekte bis 100 m2 zwischen 38,4 und 45,9 %. Sogar Anstiege um bis zu über 50 % gab es beispielsweise in Waidhofen/Ybbs und Zwettl. Qualitativ hochwertige Häuser in erschwinglichen Lagen sind quer durch Niederösterreich angesagt. Doch in manchen Gegenden holen dort die Preise auf, wo die Häuser noch betragsmäßig günstiger sind. Beispiel Neunkirchen: einfacher Wohnwert in mäßiger Lage verteuerte sich 2021 um 24,7 % auf 954,46 EUR/m2. Unterschiedlich entwickeln sich die Mieten. Während sie für brauchbare Wohnungen ab 50 m2 in St. Pölten Stadt und Land in mäßigen Lagen um je 8,7 bzw. 8,2 % anstiegen, waren sie in Scheibbs und Melk auf breiter Front rückläufig. Schwächere Tendenzen (minimale Steigerungen bis rückläufige Trends) verzeichneten die Mieten auch in Amstetten und Baden. Hingegen in Mödling konnten die Mieten in guten Lagen mit Ausnahme größerer neuwertiger Wohnungen um 5,6 bis 12,5 % steigen. Ebenfalls bis zu zweistellige Mietsteigerungen gab es in guten/sehr guten Lagen in Hollabrunn. Die teils rückläufigen Mieten hängen mit einem verstärkten Trend zur Schaffung von Wohneigentum zusammen.

 

BezirkHauskauf (€/m²)Eigentumswohnung (€/m²)Wohnung mieten (€/m²)
St. Pölten (Stadt)

1.650,00

2.414,25

6,63

Korneuburg

1.736,97

2.495,05

7,19

Hollabrunn

1.364,52

2.368,14

6,11

Wiener Neustadt (Stadt)

1.611,56

2.433,33

7,24

Mistelbach

1.674,67

2.374,88

6,42

Hier finden Sie Ihren Ansprechpartner in Niederösterreich, wenn es um die Finanzierung Ihrer Immobilie geht.


Immobilienpreise im Burgenland

Einfamilienhäuser waren noch in Eisenstadt (Stadt), Oberwart und Neusiedl teils stärker im Aufwind, ansonsten hielten sich die Wertsteigerungen primär im einstelligen Rahmen. Hingegen regelrechte Preisexplosionen verzeichneten Erstbezugswohnungen bis 100m2 (durchschnittlicher Wohnwert) außerhalb von Eisenstadt (Stadt): In Eisenstadt-Umgebung lagen die Preisanstiege bei 18,2 bis 20,3 %, in Mattersburg zwischen 18,3 und 25,2 % und beispielsweise in Neusiedl am See zwischen 17,9 und 24,6 %. Indessen verzeichneten die Wohnungsmieten solide einstellige Anstiege mit tendenziell stärkeren Anstiegen in guten und sehr guten Lagen.

BezirkHauskauf (€/m²)Eigentumswohnung (€/m²)Wohnung mieten (€/m²)
Eisenstadt (Stadt)

1.559,22

2.206,68

7,10

Neusiedl am See

1.951,53

2.733,94

5,41

Rust (Stadt)

1.368,88

2.143,00

5,13

Mattersburg

1.100,33

2.049,27

5,36

Güssing

1.130,00

1.617,67

4,10

Wenn es um die Finanzierung Ihrer eigenen Immobilie oder einer Anlageimmobilie geht und Sie Hilfe bei der Finanzierung benötigen, dann nehmen Sie Kontakt zu einem Wohnbau-Finanz-Experten Ihrer Nähe auf.


Immobilienpreise in Oberösterreich

Die Preise für Eigentumswohnungen (Erstbezug) sind in Oberösterreich in weiten Teilen im Anstieg, insbesondere dort, wo aufgrund günstiger Preise noch Luft nach oben war wie bei Wohnungen (durchschnittlicher Wohnwert) in mäßigen Lagen, die z.B. in Gmunden 11,7 bis 12,2 % Wertsteigerung und in Linz Land 10,1 bis 12,2 % erzielten. Auch in Oberösterreich verstärkte der Homeoffice-Trend während der Pandemie die Nachfrage nach Einfamilienhäusern am Land, wobei sehr gute Wohnlagen bevorzugt werden. Hier gab es beispielsweise Preissteigerungen von bis zu über 19 % in Braunau am Inn, 16 % in Kirchdorf/Krems und ca. 18 % in Grieskirchen. Partiell fand noch an besonders günstigen Standorten eine Preisaufholjagd statt wie zum Beispiel in Perg bei einfachem Wohnwert in mäßiger Lage mit plus 17,9 % auf 731,20 EUR/m2. Das hängt u.a. mit steigenden Baukosten zusammen. Bei den Mietobjekten war klar ein Trend hin zu guten/sehr guten Lagen erkennbar.

 

BezirkHauskauf (€/m²)Eigentumswohnung (€/m²)Wohnung mieten (€/m²)
Linz (Stadt)

1.968,08

3.002,47

6,85

Wels (Stadt)

1.631,58

2.372,88

5,05

Vöcklabruck

1.722,42

2.250,42

5,42

Braunau am Inn

1.331,25

2.025,00

5,00

Freistadt

1.256,72

1.716,79

4,80

Tipp: 
Welche Immobilie für Ihre persönliche Lebenssituation am besten passt und wie sich diese finanzieren lässt. Lassen Sie sich von einem Wohnbaufinanzexperten in Oberösterreich beraten.


Immobilienpreise in der Steiermark

Neue Eigentumswohnungen zeigten in der Regel mittlere bis höhere einstellige Preissteigerungen. Bis 100 m2 Wohnfläche zweistellige Verteuerungen gab es u.a. in Bruck-Mürzzuschlag, Hartberg-Fürstenfeld, Murau (bis zu 16,6 % Anstieg), Voitsberg und der Südoststeiermark, wo im „Luxussegment“ in guter Lage die Preise um 19,8 % auf 2.554,17 EUR anstiegen. Hingegen in Leoben halten sich sowohl bei neuen Wohnungen als auch Einfamilienhäusern die Preissteigerungen in Grenzen. Ansonsten ist bei Einfamilienhäusern ein Trend zur Aufholjagd günstiger Segmente und Gegenden zu beobachten, weshalb beispielsweise in der Südoststeiermark Preissteigerungen bis 14 % registriert wurden. Die Wohnungsmieten verteuerten sich indessen meist im niedrigen bis höheren zweistelligen Bereich. Hingegen in Weiz zeigten sich teils rückläufige Mietpreise bis zu minus 5,3 %.

 

BezirkHauskauf (€/m²)Eigentumswohnung (€/m²)Wohnung mieten (€/m²)
Graz (Stadt)

2.241,29

3.160,50

7,75

Leibnitz

1.420,83

2.221,50

6,00

Weiz

1.510,33

2.236,75

5,50

Leoben

945,00

1.520,63

5,50

Murau

909,00

1.692,33

4,60


Immobilienpreise in Salzburg

Im Einklang mit moderaten Mietsteigerungen bei Wohnungen lagen die Preisanstiege neuer Wohnungen meist zwischen 2 und 7 %, während in Tamsweg und Zell am See bei Wohnungen bis 100 m2 Anstiege bis 15 bzw. 16,3 % möglich waren. Bei Einfamilienhäusern waren in Zell am See, Tamsweg und St. Johann/Pongau durchaus noch Preisanstiege von über 10 % zu registrieren. In Salzburg Stadt und Umgebung hielten sich die Preissteigerungen bereits in Grenzen. Wie bei den Wohnungen sorgt hier das bereits sehr hohe Preis-Niveau automatisch für eine gewisse „Abbremsung“ des Ansturms.

BezirkHauskauf (€/m²)Eigentumswohnung (€/m²)Wohnung mieten (€/m²)
Salzburg (Stadt)

2.895,31

4.353,26

9,35

Hallein

2.659,71

3.139,67

7,79

Zell am See

2.784,96

3.430,72

7,58

Tamsweg

1.906,17

2.822,67

6,31

St. Johann im Pongau

2.672,33

3.108,05

6,86

Tipp: Lesen hierzu unseren Ratgeber zu Vorsorgewohnung.

Für die passende Finanzierung einer Vorsorgewohnung oder einer eigengenutzten Immobilie finden Sie hier Ihren Wohnbau-Finanz-Experten in Salzburg.


Immobilienpreise in Tirol

In Innsbruck und Umgebung halten sich die Mietpreissteigerungen für Wohnungen bereits in Grenzen, während in Landeck und Reutte auch höhere einstellige Mietpreiserhöhungen bei Neuvermietung durchgesetzt werden konnten. In Innsbruck (Stadt) zahlen wohlhabende Käufer für große Erstbezugs-Luxuswohnungen über 100 m2 bereits Preise von rund 8.700 Euro und mehr pro m2. Im erschwinglicheren Segment bis 100 m2 setzte sich ebenfalls der Höhenflug fort: Mäßige Wohnlagen mit durchschnittlichem Wohnwert verteuerten sich um 14,8 % auf 4.209,81 EUR/m2 und auch in der Umgebung kam es zur Aufholjagd noch relativ „günstiger“ Segmente. Ebenfalls häufig zweistellige Zuwächse wurden in Landeck und Schwaz registriert. Weitere Wertsteigerungen zeigten Einfamilienhäuser an – im Vergleich zu Innsbruck – noch relativ günstigen Standorten, wie z.B. Lienz und Reutte, die jeweils um 9,7 bis 16 % bzw. 3,5 bis 21,2 % anzogen.

BezirkHauskauf (€/m²)Eigentumswohnung (€/m²)Wohnung mieten (€/m²)
Innsbruck (Stadt)

3.258,56

4.522,64

10,72

Kitzbühel

3.459,06

3.898,50

8,57

Kufstein

2.521,67

3.380,13

9,14

Landeck

2.497,78

2.702,78

6,69

Reutte

1.688,67

2.324,56

4,68

Bereits vor der konkreten Immobiliensuche ist es ratsam, seinen finanziellen Spielraum zu kennen. Wenn Sie also wissen wollen: Immobilienfinanzierung - was kann ich mir leisten?:

Die Wohnbau-Finanz-Experten in Tirol kennen den Immobilienmarkt vor Ort sehr genau. Nehmen Sie Kontakt auf und machen Sie sich unabhängig von möglichen weiteren Mietsteigerungen. Ihren persönlichen Ansprechpartner in Tirol finden Sie hier.


Immobilienpreise in Vorarlberg

Die Mieten entwickeln sich tendenziell erneut schwächer. Bei brauchbaren Wohnungen bis 50 m2 waren die Mieten auf breiter Front um bis zu 8,4 % (Bludenz) rückläufig. Bludenz und Feldkirch zeigten dabei eine stärkere Tendenz fallender Mietpreise. Erschwingliches oder sehr hochwertiges Wohneigentum ist nämlich angesagt. Während in Bregenz Erstbezugswohnungen – je nach Segment noch Preissteigerungen von 9,7 bis 19,9 % (sehr guter Wohnwert in Toplagen, bis 50 m2 Wohnfläche) erzielten, waren die Wertsteigerungen quer durch Vorarlberg meist im einstelligen Bereich durchwachsen. Allerdings setzte eine massive Preisaufholjagd der gebrauchten Wohnungen ein, deren Preise teils auffallend hohe Aufschläge im Vergleich zu Neubau-Alternativen aufwiesen. Quer durch alle Segmente lagen hier die Preissteigerungen in Bregenz zwischen 7,7 und 21,2 % (mäßige Wohnlage u. einfacher Wohnwert: Anstieg auf 1.904,88 EUR/m2). Hingegen im Schnitt solide zweistellige Wertzuwächse erzielten Einfamilienhäuser. Sehr gute Lagen bei mittlerem Wohnwert verteuerten sich zwischen 17 % (Bludenz u. Dornbirn) und 23,5 % (Bregenz).

BezirkHauskauf (€/m²)Eigentumswohnung (€/m²)Wohnung mieten (€/m²)
Bregenz

3.582,62

4.306,98

9,04

Bludenz

2.991,26

3.596,53

6,79

Dornbirn

3.263,36

3.963,38

8,57

Feldkirch

3.177,35

3.914,75

8,73

In Vorarlberg wohnen auch viele Grenzgänger. Die Wohnbau-Finanz-Experten in Vorarlberg finden die für Sie individuell passende Finanzierung für Ihren Immobilienwunsch.

In Vorarlberg finden Sie uns hier.


Immobilienpreise in Kärnten

Günstige Segmente holen auf und die Baukosten steigen. Gleichzeitig sind – von wenigen Ausnahmen abgesehen – die Wohnungsmieten auf breiter Front im Aufwind. Auffallend stark stiegen die Mieten in Hermagor und Spittal an der Drau (brauchbar ab 50 m2, normale Lage +14,5 %). Mit Ausnahme von Völkermarkt und St. Veit an der Glan verzeichneten neue Wohnungen auf breiter Front meist mittlere bis hohe einstellige Preiszuwächse oder gar in manchen Segmenten in zweistelliger Größenordnung. In Villach Stadt lagen beispielsweise die Preissteigerungen für durchschnittlichen Wohnwert bei 4,3 bis 14 % und in Klagenfurt Stadt und Spittal an der Drau liegen in diesem Spektrum die höchsten Verteuerungen bei jeweils 15,4 % (über 100 m2 mäßige Lage) bzw. 19,3 % (bis 100 m2, gute Lage). Durchwachsen zeigte sich der Markt für Einfamilienhäuser – von teils rückläufigen Preisen in St. Veit an der Glan bis hin zu stark zweistelligen Wertzuwächsen in Feldkirchen (von plus 14,8 bis 19,6 %)

BezirkHauskauf (€/m²)Eigentumswohnung (€/m²)Wohnung mieten (€/m²)
Klagenfurt (Stadt)

1.634,32

2.518,62

6,67

Villach (Stadt)

1.413,86

2.504,05

6,15

Spittal an d. Drau

1.452,99

2.346,58

5,93

Wolfsberg

1.238,75

2.378,42

4,56

Beim Grundstückskauf gibt es viele Punkte zu beachten. Unser Ratgeber Grundstückskauf inklusive Checkliste gibt Ihnen hierbei einen guten Überblick.

Unabhängig davon, ob Sie bereits das passende Grundstück oder die richtige Immobilie gefunden haben, informieren Sie sich frühzeitig über Ihren persönlichen Finanzierungsrahmen.   
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Wie haben sich die Immobilienpreise für Wohnungen seit 2000 entwickelt?

Warum dies auch Einfluss auf meine Immobilienfinanzierung hat.

 



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Trend zum Kauf hält trotz steigender Immobilienpreise in Österreich an

Die Immobilienpreise in Österreich sind gemessen am Wohnimmobilienpreisindex seit 2000 (bis Q1 2022) um 4,8 % p.a. gestiegen, wobei sich deren Anstieg seit 2009 auf 6,8 % p.a. beschleunigte.

Die Corona-Krise hat dem jüngsten Immobilienboom nicht geschadet – im Gegenteil: Der Preisanstieg hat sich zuletzt weiter beschleunigt. Der Boom verlagert sich jedoch immer mehr in noch günstigere Segmente kleinerer Städte. 2021 waren (noch) niedrige Zinsen ein Treibsatz der Immobilienhausse. Immer mehr Familien schufen Wohneigentum mithilfe günstiger Finanzierungen und Anleger kauften im Zweifelsfalle lieber Immobilien, bevor sie möglicherweise mit Aktien Geld verlieren. Ländliche Gegenden mit guter Verkehrsanbindung sind auch in 2022 weiterhin begehrt.

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Über den Autor: Mag. Peter Hrubec
Position: Consulting Partner, Research

Die Neugier für neue Themen, die die Finanzdienstleistung bewegen, zieht sich wie ein roter Faden durch meine berufliche Laufbahn. Bei AXA Equity & Law war ich für die Markterschließung Österreich sowie die Einführung der betrieblichen Vorsorge zuständig. Im Anschluss daran beschäftigte ich mich als geschäftsführender Gesellschafter von Nova Portfolio Management mit innovativen Vermögensanlage-Konzepten. Seit dem Jahr 2009 bin ich als Prokurist bei Infina schwerpunktmäßig in den Bereichen Product Consulting, sowie der Vertriebs- und Bankenbetreuung verantwortlich. Darüber hinaus liegt mein Fokus auf rechtlichen Fragestellungen und der Analyse von Markt- und Zinsentwicklungen.

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