Zinsentwicklung und Prognosen

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Autor: Mag. Harald Draxl
Kategorie: Zinsen
Datum: 02.11.2022

Wie werden sich die Zinsen 2022 und den Folgejahren entwickeln? Seit Anfang 2022 sind die Zinssätze für neue Fixzinskredite beispielsweise deutlich angestiegen. Werden Änderungen Einfluss auf aktuelle und zukünftige Wohnbaukredite haben? Grundsätzlich können Zinsen über kurz oder lang sehr stark schwanken, vor allem in den nächsten 2-3 Jahren sind unterschiedlichste Szenarien denkbar. Unsere Experten liefern Ihnen regelmäßig Informationen zur Entwicklung der Zinsmärkte sowie eine interessante Prognose zur weiteren möglichen Zinsentwicklung.

Einfach erklärt: Was sind Zinsen?

Zinsen werden von Banken bei Bereitstellung eines Kredites/Darlehens als Entgelt verlangt. Gut zu wissen: Verbraucher sind bei Zinsanpassungen durch den Kreditgeber besser geschützt als Unternehmer.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Arten von Zinsen und alle haben ihre eigene Berechnungsgrundlage. Einige sind so simpel, dass ein Taschenrechner ausreicht, andere hingegen sind viel komplexer. Für diese Fälle gibt es zum Beispiel diverse Zinsrechner im Internet. Man kann zwischen Kredit-, Bausparvertrag- und Sparbuchzinsen unterscheiden:

Informieren Sie sich in unserem Ratgeber, wie Sie Ihre individuelle Situation berechnen können:

Zinsrechner: Zinsen berechnen und vergleichen

Kreditzinsen

Wenn Sie einen Kredit in Österreich aufnehmen, müssen Sie eine Gegenleistung bringen. Diese wird im Kreditvertrag meist in Form eines Kreditzinses vereinbart. Kreditzinsen zahlen Sie somit als Gegenleistung für das geborgte Geld, das Sie vom Kreditgeber erhalten.

Bausparvertragszinsen

Im Gegenzug zu den Kreditzinsen erhalten Sie bei Abschluss eines Bausparvertrages die sogenannten Bausparvertragszinsen. Dabei leihen Sie einer der Bausparkassen in Österreich Geld und bekommen im Gegenzug Guthabenzinsen retour.

Sparbuchzinsen

Ähnlich wie bei den Bausparzinsen erhalten Sie bei Eröffnung eines Sparbuches Zinsen von der Bank. Hier leihen Sie der Bank Geld und bekommen dafür Zinsen. 


Der EURIBOR-Zinssatz und seine Zinsentwicklung

Im Kreditbereich spricht man häufig von EURIBOR-Zinssätzen. Der EURIBOR ist ein sogenannter Indikator, zu dem sich die Geldhäuser refinanzieren und in weiterer Folge Kreditmittel an den Endkunden oder Firmenkunden vergeben.

Unter Refinanzierung versteht man die Geldbeschaffung der Banken in Österreich, damit sie Kredite vergeben können. Es gibt unterschiedliche Quellen, bei denen sich Banken refinanzieren können. Häufig leihen sich Banken Geld von den Notenbanken wie der Europäischen Zentralbank. Kreditinstitute können sich aber auch über andere Geschäftsbanken oder Sparer refinanzieren.

Bausparkassen refinanzieren sich häufig durch Kundeneinlagen in Form von Bausparverträgen. Aber ganz gleich, woher die Refinanzierung kommt, die Kreditinstitute zahlen dafür ebenso einen Zins und haben somit dementsprechende Zinskosten. Bei der weiteren Kreditvergabe an Kunden verrechnen die Banken dann zusätzlich zu den Zinskosten einen Aufschlag (Marge). Dieser Aufschlag verbleibt bei der Bank und ist die sogenannte Zinsspanne. 


Die Zinsentwicklung in Österreich 2022

Die Zinssituation war viele Jahre durch niedrige Zinsen gekennzeichnet. Lange Zeit wogen sich Kreditnehmer und Immobilienbesitzer durch Null- und Negativzinsen in Europa, Japan und den USA in Sicherheit. Seit dem Jahr 2015 gab es sogar Zinsanomalien in Form von sogenannten Negativzinsen, die seit 2019 sogar die sehr langfristigen Zinsen am Markt für Zinstauschgeschäfte (EUR-Swapsätze) erreicht hatten, ehe es 2022 damit vorbei war. Noch im März 2021 lag die Inflation im Euroraum bei 1,3 % ehe diese bis September 2022 auf 9,9 % stieg. In den USA beschleunigte sich von Januar auf September 2022 die Teuerung von 7,5 auf 8,2 % (mit einem zwischenzeitlichen Höchststand im Juni 2022 von 9,1 %, den höchsten Stand seit Dezember 1981). Explodierende Öl- und Erdgaspreise sowie steigende Nahrungsmittelpreise waren dafür verantwortlich. Lieferkettenunterbrechungen setzten sich durch den Krieg in der Ukraine weiter fort.

In der Folge wurde die Geldpolitik der westlichen Notenbanken restriktiver. Von Mitte März bis 21. September 2022 erhöhte die Fed in mehreren Schritten ihre Leitzinsen von 0,00 bis 0,25 % auf 3,75 bis 4,00 % (Stand 02.11.2022). Im Euroraum beendete die EZB ihr letztes Asset-Ankaufprogramm und erhöhte zum 27. Juli 2022 alle drei Leitzinsen um je 0,50 Prozentpunkte sowie am 08.09.2022 und 27.10.2022 um weitere je 0,75 %. Somit gibt es nicht einmal mehr Negativzinsen auf Überschussreserven der Banken bei der EZB.  Entsprechend stieg der 3-Monats-Euribor von minus 0,57 % Anfang Jänner bis auf plus 1,73 % am 01. November 2022, also um 230 Basispunkte. 


Entwicklung des EZB-Leitzinses seit 2000.

Was bedeutet das für mich als Kreditkunde?

 



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Neben den Zinssätzen spielt die aktuelle Situation der einzelnen Bank noch eine Rolle. Müssen Banken sich aufgrund von Bonitätsverschlechterungen teurer refinanzieren, dann werden Sie versuchen, die höheren Kosten auf die Konditionen beim Neuabschluss abzuwälzen. Auch könnten Banken zwischen Kreditnehmern mit besseren und schlechteren Bonitäten unterscheiden und den schlechteren bei Neuabschluss deutlich höhere Zinsen verrechnen.

In Österreich herrschen zudem seit 1. August 2022 folgende Restriktionen in der Vergabe von Immobilienkrediten an Endverbraucher:

  • Maximale LTV-Quote (loan-to-value) von 90 %, wobei die Nebenkosten bereits bezahlt sein müssen, also faktisch 20 % des Kaufpreises müssen Eigenmittel sein.
  • Monatliche Kreditrate darf maximal 40 % des verfügbaren Nettohaushaltseinkommens ausmachen.
  • Maximale Laufzeit von 35 Jahren.
  • Insgesamt dürfen bei einem Kreditinstitut maximal 20 % aller Kredite eine der Obergrenzen überschreiten.

Die ersten Folgen: Ein Anpassungsprozess innerhalb der Banken, der teilweise mit höheren Ablehnungsquoten verbunden ist. Finanzierungsfälle, die vor dem 1. August 2022 noch genehmigt worden wären, werden heute mitunter abgelehnt.

Lesen Sie mehr in unserem Ratgeber zum Thema aktueller Zinssätze

Aktuelle Kreditzinsen & Zinssätze in Österreich


Zinsentwicklung bei der Immobilienfinanzierung

Bei Immobilienfinanzierungen muss man zwischen kurzfristigen und langfristigen Zinsen unterscheiden: Bei einem langfristigen Zinssatz handelt es sich um einen Zinssatz, der über einen längeren Zeitraum (5-30 Jahre) angewendet wird. Kurzfristige Zinssätze beziehen sich meist auf eine Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Damit verbundene Finanzierungen gelten daher als variable Kredite und werden laufend angepasst.

Im Einklang mit stark steigenden Zinsen am langen Ende und einer ersten Leitzinsanhebung der EZB drehten die Geldmarktzinssätze reihenweise ins Plus. Dies war auch zu erwarten. Während die Euriborsätze von der EZB relativ gut gesteuert werden können, sofern es keinerlei Verwerfungen am Interbanken-Geldmarkt gibt, ist das Pricing am langen Ende ein wesentlich komplexerer Prozess:

Faktoren sind hier Zins- und Inflationserwartungen, Entwicklung der Bonität von Banken und Staaten (wie agieren die Rating-Agenturen?), aktuelle Inflationsdaten und Konjunkturdaten sowie die Ausgänge von Staatsanleihen-Auktionen. Diese Faktoren trieben zuletzt am langen Ende in den USA und Europa die Kapitalmarktzinsen nach oben. Diese Entwicklungen eilten Leitzinsanhebungen voraus. Seit Mitte März 2022 hat zum Beispiel die Fed bereits sechsmal ihren Leitzins nach oben geschraubt. Die EZB ließ sich hingegen mit einem ersten Schritt (+0,5 %) bis zum 27. Juli 2022 Zeit. Die Märkte haben dies jedoch schon im Vorfeld eingepreist. Das bedeutet, die Geldmarktsätze stiegen bereits im Vorfeld an und nahmen das Ereignis vorweg. Der zweite und dritte Zinsschritt (jeweils nochmals +0,75 %) folgten am 08.09.2022 und 27.10.2022.   

Waren lange Zeit die Fixzinskredite „eine klare Sache“ für Immobilienfinanzierungskunden, so sieht nach einer Verteuerung um mehr als zwei Prozentpunkte der Markt nun anders aus. Jetzt sind es die variablen Zinsen, die wieder attraktiv aussehen, doch bleiben hier weiterhin Zinsrisiken.

Info

Variable Finanzierungen an Verbrauchern müssen an einen Indikator gebunden sein, der von der Bank anzugeben ist. Die getroffene Zinsvereinbarung kann bis zum Ablauf der Finanzierung vom Kreditgeber nicht einseitig geändert werden. Gegen negative Marktentwicklungen z. B. einen kräftigen Zinsanstieg, kann sich ein Kreditnehmer jedoch nur durch Abschluss einer Zinsabsicherung schützen, wie zum Beispiel mit einer Fixzinsvereinbarung. Der Kreditzins wird dann auf eine Laufzeit von 5-30 Jahren fixiert.

Zinsen berechnen: Das sollten Sie wissen

Möchten Sie Ihre Zinsen selbst berechnen, kann dies unter Umständen ein schwieriges Verfahren werden: Viele Daten, die für die Berechnung nötig sind, stehen Privatpersonen vor dem ersten Gespräch mit der Bank nämlich gar nicht zur Verfügung.

Gut, dass es unseren Infina Zinsrechner gibt. Berechnen Sie kostenlos Ihre Zinsen und ersparen Sie sich damit unnötiges Kopfzerbrechen:

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Die Zinsentwicklung in Europa

Die Corona-Krise führte zu Lieferkettenunterbrechungen, die durch die Lockdown-Maßnahmen in China auch noch 2022 ein Thema sind. Eine normale bis gesteigerte Nachfrage steht nun einem begrenzten Angebot gegenüber. Diese Knappheit wird durch den Krieg in der Ukraine noch zusätzlich verstärkt. Wechselseitige Handelssanktionen zwischen Russland und der EU sowie Einstellung russischer Erdgaslieferungen nach Europa wirken inflationär, denn: Die Folge sind Lieferverzögerungen, Teuerung, Personalmangel, etc.. Die US-Inflation war mit 9,1 % im Juni 2022 auf dem höchsten Stand seit November 1981 und für einige Betrachter bereits „außer Kontrolle“. Ebenfalls kritisch entwickelt sich die Inflation in Europa mit 9,9 % im September 2022. Dass die EZB im Jahr 2022 nicht nur ihr Pandemie-Anleihenaufkaufprogramm beendet hat, sondern auch das reguläre Vermögensaufkaufprogramm (Asset-Purchasing-Programm) und am 21. Juli 2022 alle drei Leitzinsen erstmals und im September und Oktober weitere zweimal alle drei Letzinsen erhöhte, deutet darauf hin, dass die Inflationsbekämpfung vorerst Priorität hat.

Bereits im Vorfeld dieser Entwicklung und im Einklang mit den Marktzinssätzen haben Kreditinstitute sowohl bei variablen Krediten als auch Fixzinsbindungen ihre Neukonditionen deutlich verteuert.


Langfristige Zinsprognose: Was kann passieren?

Prognose der Zinsentwicklung bis 2023

Zwei Kräfte ziehen an der Weltwirtschaft, nämlich Stagnation und aktuelle Inflation. Die eine Kraft ist die Konjunkturabkühlung, welche vor allem in China durch die Abriegelung Shanghais und in Europa infolge des Ukraine-Kriegs spürbar wurde, während in den USA und dem Euroraum die Privatwirtschaft Kontraktionstendenzen zeigt. Generell sind Treibstoffe und fossile Brennstoffe knapp, was sich durch den Konflikt der EU mit Russland in Europa noch weiter verschärft. Chinas BIP-Wachstum kühlte vom ersten auf das zweite Quartal 2022 von 4,8 auf 0,4 % ab, was der Corona-Politik Chinas zu verdanken ist. Hinzu kommt ein Neu-Aufkeimen des Taiwan-Konflikts, denn der Besuch einer hochrangigen US-Politikerin führte dazu, dass China mittels Militärmanöver rund um Taiwan Stärke zeigt und die US-Aktion in Taiwan aufs Schärfste verurteilt. Selbst ein militärischer Konflikt ist nicht mehr ausgeschlossen

Das vorherrschende Wirtschaftsszenario wird als Stagflation bezeichnet und setzt sich aus den Begriffen Stagnation und Inflation zusammen. Mit einer Beschleunigung des Inflationstrends kam es zunächst in Großbritannien und den USA zu einer Reihe an Leitzinserhöhungen. Mittlerweile kommt das Leitzinsniveau in den USA mit 3,75 bis 4,00 % (Stand 02.11.2022) dem erwarteten Bereich näher, während im Euroraum mit 2,00 % noch Luft nach oben ist. Wirft man einen Blick auf den aktuellen 2 Jahres-EUR-Swapsatz, so preist dieser bis September 2024 ca. 2,75 bis 3,00 % an Leitzinsen ein. Betrachtet man aber historische Zinsdifferenzen Euro zu US-Dollar von zeitweise 1 bis 2  Prozentpunkten, wären noch wesentlich höhere EZB-Leitzinsen denkbar. Was aber dagegen sprechen könnte, wäre die Einpreisung einer Rezession. Der Peak der Zinskurve verlagert sich immer weiter nach vorne. Bei den EUR-Swapsätzen stehen mittlerweile 2,90 % auf 3 Jahre 2,47 % auf 30 Jahre gegenüber (Stand 31.10.2022).

Die Inflationsbekämpfung hat zwar derzeit im Euroraum noch Priorität. Gleichzeitig bricht die Konjunktur immer stärker ein und inverse Zinskurven treten in der Regel kurz vor Rezessionsphasen auf. Seefrachtraten und Industriemetallpreise brechen ein, ebenso die Erdgaspreise, während sich der Ölpreis ebenfalls rückläufig entwickelt. Langer Rede kurzer Sinn: Ein baldiges Zurückrudern der Notenbanken, insbesondere in den USA wäre im Falle einer neuen stärkeren Rezession durchaus denkbar.

Auf der Bankenseite in Österreich müssen noch die möglichen Folgen des herannahenden Regelwerks Basel IV abgewartet werden. Unabhängig von Basel IV traten am 1. August 2022 strengere Vergabe-Richtlinien für Immobilienkredite in Kraft. Jedenfalls könnte alleine schon Basel IV eine höhere Eigenmittelunterlegung für Kredite bedeuten. Banken würden dann noch strenger als heute zwischen guten und schlechten Bonitäten differenzieren. Die neuen Regulierungen des Immobilienkreditmarktes verschärfen die Situation.

EZB-Prognose zur Zinsentwicklung

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss im Euroraum auf Stabilität setzen, um den Wunsch nach einer kontrollierten Inflation umsetzen zu können. Bei nachhaltiger Überschreitung des gewünschten mittelfristigen Inflationsziels von 2 % können die Leitzinsen angehoben werden. Unter diesem Aspekt erfolgten bereits zwei Leitzinsanhebungen durch die EZB. Die tatsächlichen wunden Punkte liegen im Bankensystem hoch verschuldeter Peripherieländer der Eurozone wie zum Beispiel Griechenland, Italien, Zypern, Spanien und Portugal. Obwohl alle Zeichen auf Inflationsbekämpfung stehen sollten, könnte dieses „Politikum“ der wichtigsten Aufgabe der EZB zuwiderlaufen. Aber bei entsprechendem Druck, auch seitens der Vertreter des ehemaligen Hartwährungsblocks der EU (Niederlande, Deutschland, Österreich, Luxemburg und Belgien) und diverser Banken- und Versicherungsverbände, wäre das zuvor beschriebene Szenario von Leitzinsen über drei Prozent bis Sommer 2024 durchaus vorstellbar, sofern nicht eine schwere Rezession dazwischenkommt.

Konkrete Zinsprognosen der EZB existieren nicht. Prognosen zur weiteren Leitzinsentwicklung werden nur von Dritten, also von der EZB unabhängigen Analysten, erstellt. Was es allerdings gibt und intuitiv auch ein mögliches Zinsszenario vermittelt, sind regelmäßige Inflations- und Wachstumsprognosen. Die Pandemie ist noch nicht vorbei und der Krieg in der Ukraine ist eine weitere Erschwernis für Wirtschaftsprognosen. Doch Mitte April 2022 zeigt eine EZB-Expertenbefragung für 2022 und 2023 stark nach oben revidierte Inflationserwartungen für die Eurozone. Die Staatsschuldenquote von rund 98 % des BIP im Euroraum könnte jedoch zu einer Zurückhaltung in puncto konkreter Zinsschritte beitragen.

Die Zinsentwicklung in den nächsten 20 Jahren

Es können keine Prognosen über Zinsentwicklungen der nächsten 10 bis 20 Jahre aufgestellt werden. Die Kapitalmärkte sind viel zu beweglich. Schon kleinere Krisen können Prognosen über Nacht komplett widerlegen. In den letzten 50 Jahren hat es im Schnitt alle 7-8 Jahre eine merkliche Krisensituation an den Weltfinanzmärkten gegeben. Die letzte Wirtschaftskrise war 2008, also schon vor 14 Jahren. Nun befinden wir uns in einer neuen Krise, in der die Karten letztendlich wieder neu gemischt werden.

Baufinanzierung: Mögliche Zinsprognosen

Derzeit sind zwei Szenarien möglich. Kommt es zu keiner Rezession, werden in den USA und insbesondere im Euroraum die Leitzinsen weiter kräftig ansteigen, sofern sich die Inflation nicht wieder abschwächt. Hingegen im Falle einer schweren Rezession sind Zinsanhebungspausen bis hin zu neuerlichen Leitzinssenkungen und einer Rückkehr der Anleihenkäufe sowie vielerlei expansive geldpolitische Maßnahmen in den USA und auch Europa denkbar. Hingegen die Bank of Japan bleibt ihrer expansiven Geldpolitik treu. Sie hat bei zehnjährigen Staatsanleihen eine Rendite-Obergrenze von 0,25 % festgesetzt.

Auf der Bankenseite wären zunehmend höhere Risikoaufschläge und Liquiditätskosten ein Gefahrenpotenzial für steigende Zinssätze im Bereich Wohnbaufinanzierung. Vor allem die Zinsspreads zwischen schlechten und guten Bonitäten könnten sich bald ausweiten. Derzeit ändern sich die Finanzierungskonditionen fast täglich, im Einklang mit volatilen Zinssätzen am Markt. Das macht derzeit den Kreditmarkt komplexer und Prognosen schwieriger. Die Wohnbau-Finanz-Experten der Infina informieren Sie aber gerne im Detail hierzu.

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Bildquellen:  Roman Samborskyi/ Shutterstock.com, Mabeline72/ Shutterstock.com
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Über den Autor: Mag. Harald Draxl
Position: Geschäftsführer

Meine Kreditkompetenz habe ich 1995 durch die Leitung des Gewerbekunden-Centers bei der Creditanstalt AG und seit 1997 als Baufinanzierungs-Spezialist bei der CA Baufinanzierungs-Beratung GmbH aufgebaut. Im Jahr 2002 wurde ich Gesellschafter bei der Infina und ab November 2004 in die Geschäftsführung berufen. Meine Zuständigkeit ist seither die Leitung unseres Vertriebes und der Banken-Kooperationen. Ich beschäftige mich tagtäglich mit den Entwicklungen am österreichischen Kredit- und Immobilienmarkt, um unsere gesamte Vertriebsorganisation stets über die besten Produkte und aktuellen Zinssätze für die Kundenberatungen auf dem Laufenden zu halten.

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