Viele Menschen teilen den Traum, ein Eigenheim zu besitzen. Doch egal ob Wohnungskauf, Hausbau oder Hauskauf, manchmal sorgt dieser große Schritt für Skepsis und Sorgenfalten. Wenn Sie das Gefühl haben, die Sorgen vor dem Kauf oder Bau einer Immobilie nehmen überhand, liefern wir Ihnen in diesem Beitrag wertvolle Tipps, wie Sie mit dieser Situation bestmöglich umgehen können. Denn schlussendlich soll der Schritt, bald eigene vier Wände zu besitzen, große Freude auslösen.
Eine Entscheidung, die sich potenziell auf das gesamte weitere Leben auswirkt, ist nicht einfach zu treffen. Ob ein Haus gebaut bzw. ein Bestandsobjekt erworben wird, hat Folgen, die sich bis in nächste Generationen widerspiegeln werden. Dementsprechend naheliegend ist es, vor einem so großen Schritt emotional aufgewühlt zu sein. Schließlich möchten Sie die optimale, richtige Entscheidung treffen.
Doch welche Ängste sind es, die am häufigsten vor dem Hausbau auftreten? Typische Bedenken sind:
Die gute Nachricht lautet: Egal welche Angst beim Hausbau Sie betrifft, es gibt sachliche Argumente, um diese Sorgen bestmöglich zu meistern. Denn wer bewusst mit den eigenen Sorgen rund um den Hausbau umgeht, kann sich wieder auf die Freude über das neue Eigenheim fokussieren.

Der Hausbau bzw. Hauskauf ist für viele Menschen die größte Investition des Lebens. Deshalb ist es völlig verständlich, dass dieser Schritt Nervosität auslöst und wohl überlegt sein sollte. Doch Angst vor dem Kredit oder Angst vor Schulden wegen des Hauskaufs zu haben, ist in den allermeisten Fällen überhaupt nicht nötig. Schließlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Risiken zu minimieren und die Planbarkeit der Kosten zu verbessern.
Unsere Wohnbau-Finanz-Experten beraten Sie gerne persönlich, damit Sie einen Kredit zu Top-Konditionen erhalten. Doch nicht nur das: Wir kennen auch die Sorgen, die mit einer Finanzierung einhergehen und unterstützen Sie dabei, Ihren Kredit planbar, leistbar und sicher zu gestalten.
Die beste Voraussetzung, um weniger (finanzielle) Sorgen zu haben, sind detaillierte, eindeutige Informationen, die klare Berechnungen ermöglichen. Wenn Sie vorab genau wissen, welche Kosten auf Sie zukommen, können Sie Ihre Finanzen langfristig planen. Das gibt Ihnen Sicherheit und reduziert die Angst vor einem Kredit. Wichtig dabei ist, wie viel Eigenkapital vorhanden ist und welche monatlichen Einnahmen und Ausgaben Sie haben. So lässt sich genau klären, welche Kreditrate für Sie zu bewältigen ist – denn leistbares Wohnen ist entscheidend, um die neue Immobilie auch wirklich genießen zu können.
Ausreichend Eigenkapital zu besitzen, um eine Immobilie kaufen oder bauen zu können, ist eine wichtige Grundvoraussetzung. Als Faustregel gilt, dass Sie mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten mit Eigenkapital abdecken können müssen. Optimalerweise erreichen Sie sogar einen Wert von 30 Prozent und bedenken auch, dass es noch Kauf- bzw. Baunebenkosten (Makler, Aufschließung des Grundstücks, etc.) gibt und Sie später noch Kapital brauchen, um die Immobilie ausstatten (Küche, etc.) zu können. Beginnen Sie daher rechtzeitig damit, Geld anzusparen. Eventuell erhalten Sie auch von Verwandten Zuschüsse oder ein privates Darlehen. Denn diese Beträge können ebenfalls als Eigenkapital zählen.
Die monatliche Kreditrate sollte so gestaltet sein, dass sie langfristig gut leistbar bleibt und ausreichend finanziellen Spielraum lässt.
Seit dem Auslaufen der KIM-Verordnung mit 30. Juni 2025 gelten keine verbindlichen Obergrenzen mehr.
Das neue WIK-Rundschreiben der FMA (26. Juni 2025) empfiehlt jedoch weiterhin die KIM-Grundsätze als Leitlinie für eine verantwortungsvolle Kreditvergabe.
Demnach sollte die monatliche Kreditrate in der Regel nicht mehr als rund 40 Prozent des Jahresnettoeinkommens betragen.
Auch wenn diese Grenze nicht mehr gesetzlich verpflichtend ist, bietet sie eine wichtige Orientierung, um finanzielle Risiken zu vermeiden.
Wer auf zusätzliche Sicherheit Wert legt, kann die Belastung verringern, indem eine geringere Kreditsumme aufgenommen, die Laufzeit verlängert oder ein finanzieller Puffer eingeplant wird, um auch bei Zinsänderungen oder Einkommensschwankungen flexibel zu bleiben.
Hier sind einige wichtige Ratgeber, die Ihnen bei der Planung Ihrer Wohnfinanzierung helfen – von Wohnkredit über Haushaltsplanung bis hin zu Förderungen:
Den perfekten Zeitpunkt für den Kauf einer Immobilie gibt es nicht. Denn wenn Sie überlegen ein Haus zu bauen oder eine Wohnung zu kaufen, können Sie diese Entscheidung nicht rein nur nach dem Marktgeschehen ausrichten. Wichtig sind schließlich auch Ihre persönlichen Lebensumstände. Wenn Sie sich die Frage stellen, ob es besser ist, eine Immobilie jetzt zu kaufen oder zu warten, so können Sie die für Sie geltende Antwort selbst ermitteln:
Entscheidungshilfe: Mieten oder kaufen?
Weiter zur Miete wohnen – oder doch lieber den Schritt ins Eigenheim wagen? Unser Ratgeber „Mieten oder kaufen“ hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Um die Angst vor einem Kredit zu mindern, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Je geringer das Risiko ist, desto leichter wird es Ihnen fallen, einen gut leistbaren, planbaren Kredit aufzunehmen.
Ein fixer Zinssatz wird für eine vorab vertraglich definierte Dauer festgelegt. Dadurch wissen Sie genau, wie hoch die monatliche Rate innerhalb dieses Zeitraums sein wird. Das sorgt für maximale Planbarkeit und gibt Ihnen zusätzliche Sicherheit. Sie wissen exakt, was finanziell auf Sie zukommt und über die gesamte Fixzinsphase tilgen Sie Ihren Kredit. Dadurch ist am Ende der Fixzinsperiode nur noch ein geringerer Kreditbetrag offen, der anschließend variabel verzinst wird. Auch eine frühzeitige Tilgung wäre möglich, sodass Sie theoretisch nie in die Situation kommen, dass Ihr Kredit variabel verzinst wird.
Durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ist es möglich, finanzielle Risiken noch weiter zu minimieren. Praktisch ist beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese springt ein, wenn Sie z.B. nach einem schweren Unfall oder einem chronischen Leiden nachhaltig Ihrer Berufstätigkeit nicht mehr nachgehen können. So erhalten Sie in diesem Fall monatliche Zahlungen der Versicherungsgesellschaft, sodass Sie sich Ihren Kredit weiterhin leisten können. Auch eine Ablebensversicherung wird von vielen Kreditnehmern abgeschlossen.
Tipp: Sie können sich auch mit einer Kreditversicherung für den Fall von Tod, Arbeitsunfähigkeit oder unverschuldeter Arbeitslosigkeit absichern, damit Ihre Monatsraten auch in schwierigen Zeiten bedient werden können. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber „Kreditversicherung: Welche gibt es und was ist sinnvoll?“.
Bei einem Notartermin wird schlussendlich der Kaufvertrag für eine Immobilie unterschrieben. Dieser Prozess ist, objektiv betrachtet, nur eine Formalität, die schnell erledigt werden kann. Doch gleichzeitig besiegelt die Unterschrift auch eine weitreichende Entscheidung.
Eine gewisse Nervosität ist vor einem Notartermin völlig normal. Denn ein solcher Moment ist nichts Alltägliches und in einer solch besonderen Situation ist Aufregung eine logische Folge. Sie müssen sich daher, falls Nervosität aufkommt, keine Sorgen machen, denn zu diesem Zeitpunkt sind wohl fast alle Menschen angespannt und aufgeregt. Das deutet jedoch nicht darauf hin, dass Sie gerade eine falsche Entscheidung treffen.
Wenn Sie merken, dass die Aufregung vor der Vertragsunterzeichnung steigt, erinnern Sie sich einfach an die Faktoren, die zu Ihrer Kaufentscheidung geführt haben. Halten Sie sich vor Augen, wie intensiv Sie nach einer passenden Immobilie gesuchthaben. Wie gut Sie hinsichtlich der Finanzierung beraten wurden und wie vorsichtig Sie die Kosten kalkuliert haben, sodass dieses Objekt immer leistbar ist.
Auch ein Blick in die Zukunft lohnt sich: Stellen Sie sich die gesteigerte Lebensqualität vor, die großzügige Wohnfläche, die Ihnen bald zur Verfügung steht, und die mögliche Wertsteigerung, die Ihre Immobilie im Laufe der Zeit erfahren könnte.
Die Ängste beim Hausbau sind oft noch etwas vielfältiger als beim Kauf einer Immobilie. Denn neben der großen, finanziellen Entscheidung kommt hinzu, dass vielen Menschen schlichtweg die Expertise fehlt, um den Bauprozess zu verstehen. Verunsichernd wirkt sich auch die Komplexität aus: Gewerke organisieren, Angebote vergleichen, die Qualität der Arbeiten überprüfen lassen.
Selbstverständlich ist ein Hausbau eine stressige Angelegenheit, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Wenn Sie Ihren persönlichen Zeiteinsatz verringern möchten, können Sie einen Architekten beauftragen, der auch die Koordination der Gewerke übernimmt und die Baustelle laufend betreut. Wenn Ihnen diese Möglichkeit zu teuer ist, kann ein Generalunternehmer beauftragt werden. Auch Fertighausfirmen übernehmen die zentrale Koordination der Gewerke. In diesem Fall werden typischerweise dann Aufpreise verrechnet, weil alle Leistungen aus einer Hand kommen und der Generalunternehmer daran mitverdienen möchte. Diese Aufschläge sind meist vertretbar, wenn dafür die Bauherren sich nicht um die Koordination einzelner Handwerker kümmern müssen.
Die Entscheidung, ob lieber selbst gebaut werden soll oder der Kauf eines Bestandsobjekt die bessere Wahl ist, hängt von zahlreichen, sehr individuellen, Einflussfaktoren ab. Für die Überlegung ob Sie eher ein Haus kaufen oder bauen können Ihnen folgende Fragen bei der Entscheidungsfindung helfen:
Tipp: Überlegen Sie sich, welche Must-Haves Ihr neues Zuhause bieten muss und prüfen Sie auf Immobilienportalen online, ob es möglich ist, Ihren Wohntraum durch den Kauf einer Bestandsimmobilie zu erfüllen. Ist das nicht der Fall, besprechen Sie Ihr Vorhaben am besten mit einem Architekten oder lokalen Baufirmen um zu klären, in welchem Preisrahmen Ihre Wünsche bei einem Neubau umsetzbar wären.
Der gesamte Hausbau ist ein so vielfältiger Prozess, dass es für jeden einzelnen Schritt Tipps gäbe. Doch ein paar wichtige Grundprinzipien können Sie jedenfalls verinnerlichen:
Eine Sorge, die mit den persönlichen Finanzen nichts zu tun hat, ist die generelle Angst vor Veränderungen durch den Hauskauf bzw. Hausbau. Denn eine solche Entscheidung sorgt für eine innige Bindung – einerseits zu dem Ort, an dem sich die Immobilie befindet und andererseits auch zu Ihrer Partnerin bzw. Ihrem Partner, mit der bzw. dem der Kauf erfolgt. Auch hier gilt, halten Sie sich vor Augen, warum Sie gemeinsam ein Haus bauen oder kaufen möchten, welche Zukunftserwartungen Sie an Ihr neues Zuhause haben und worauf Sie sich jetzt schon freuen.

Die Angst vor dem Hauskauf oder dem Hausbau ist ganz natürlich und betrifft viele Menschen. Umso wichtiger ist es, sich möglichst sachlich und objektiv an Fakten zu halten. Denn es gibt diverse Möglichkeiten, um den gesamten Eigentumserwerb gut planbar und sicher zu gestalten. Nehmen Sie Beratungsleistungen (Architekt, Baumeister, Rechtsanwalt) in Anspruch, setzen Sie auf langfristige Fixzins-Vereinbarungen und kalkulieren Sie konservativ.
Rufen Sie sich immer wieder in Erinnerung, was Ihnen bei Ihrer Traumimmobilie wichtig ist und veranschaulichen Sie sich, dass Sie gerade auf dem Weg sind, sich diesen Traum zu erfüllen. Mit einem solchen positiven Grundgedanken gelingt es Ihnen, die im Prozess auftretenden Sorgen zu überwinden. Dadurch können Sie Ihre Energie wieder für den Hausbau bzw. den Hauskauf verwenden und sich darauf freuen, schon bald eine eigene Immobilie zu besitzen.
Lassen Sie sich zu keiner Entscheidung drängen, sondern nehmen Sie sich ausführlich Zeit, um das Gebäude eingehend zu prüfen. Auch der Grundbuchstand muss vorab unter die Lupe genommen werden. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, lassen Sie sich von einem Baumeister und einem Rechtsanwalt beraten, bevor Sie einen Kaufvertrag unterzeichnen.
Neben finanzieller Transparenz ist Sicherheit auf Gefühlsebene entscheidend: Bauen Sie unbegründete emotionale Ängste durch gezielte Vorbereitung schrittweise ab. Eine ehrliche Selbsteinschätzung der Finanzen schafft Sicherheit, während Sachverständige und Checklisten die Sorge vor versteckten Fehlern nehmen. So wandelt sich die verständliche Sorge vor Fehlentscheidungen in ein rundum gutes Gefühl für Ihr neues Zuhause.
Gemäß den gesetzlichen Vorgaben (befristet gültig bis 30.06.2025) müssen mindestens 20 - 25 Prozent der Gesamtkosten mit Eigenkapital gedeckt werden. Bedenken Sie allerdings, dass Sie auch noch Budget für die Einrichtung und einen finanziellen Puffer, falls überraschende Zusatzkosten anfallen, einplanen.
Definieren Sie klare Suchkriterien, besichtigen Sie passende Objekte und nehmen Sie sich für Ihre Entscheidung ausreichend Zeit. Die Abwicklung erfolgt anschließend per Notariatsakt und Kaufvertrag. Die Bezahlung des Kaufpreises erfolgt in der Regel über ein Treuhandkonto.
Nachdem der Kaufvertrag unterschrieben wurde, gibt es eine definierte Frist, innerhalb der das Gebäude übergeben werden muss. Sobald die Übergabe erfolgt ist, können Sie mit dem Umzug starten. Denken Sie auch an Bürokratisches – Energie und Wohnsitz anmelden, etc.
Bildquellen: christian cantarelli / Adobe Stock, Shisu_ka / Adobe Stock, Rido / Adobe Stock
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