Sie möchten eine Reise, ein Auto oder eine Ausbildung finanzieren – verfügen aber nicht über genügend Erspartes? Dann könnte ein Ratenkredit für Sie infrage kommen. Erfahren Sie alles Wissenswerte über diesen Kredit: Wie funktioniert ein Ratenkredit? Wofür kann ich ihn verwenden? Was sind die Voraussetzungen und welche Vor- und Nachteile hat ein Ratenkredit? Einen Rechner finden Sie ebenfalls, um die monatliche Rate auszurechnen.
Wie der Name aussagt, handelt es sich hierbei um einen Kredit, der in Raten zurückgezahlt wird. Im Gegensatz dazu steht zum Beispiel der endfällige Kredit, bei dem am Ende der Kreditlaufzeit der Kreditbetrag als Ganzes zurückgezahlt wird. Man kann den Begriff „Ratenkredit“ im engeren sowie im weiteren Sinn verwenden.
Im engeren Sinn versteht man unter einem Ratenkredit, einen Kredit für Privatpersonen, mit dem diese Konsumausgaben finanzieren können: ein Auto, eine Schönheits-OP, Möbel oder Ähnliches. Die Höhe eines solchen Kredits liegt bei vielen Kreditinstituten in Österreich zwischen 1.500 und 100.000 Euro, die Laufzeit bei bis zu 10 Jahren, die Zinsen in Abhängigkeit der Bonität etwa im Bereich von ca. 4,0 bis 12,0 % (Effektivzinssatz, Stand 06.08.2026).
Es gibt aber auch Ratenkreditangebote mit geringeren oder höheren Kreditbeträgen.
Andere Bezeichnungen für den Ratenkredit sind auch:
Im weiteren Sinn kann der Begriff „Ratenkredit“ auch, wie oben erwähnt, alle Kredite umfassen, die man in Raten zurückzahlt. Dazu würden unter anderem auch Kredite für Unternehmen, zum Beispiel ein Investitionskredit, zählen.
Hinweis: In diesem Beitrag geht es um den Ratenkredit für Privatpersonen.
Sie möchten selbst einen Ratenkredit aufnehmen? Hier können Sie einen Ratenkredit direkt online beantragen. Finden Sie den passenden Ratenkredit zur Realisierung Ihrer persönlichen Wünsche. Das konkrete Angebot mit Ihrem individuellen Zinssatz (in Abhängigkeit Ihrer Bonität) wird Ihnen übermittelt.
1) Dieser Kreditrechner enthält repräsentative Beispielrechnungen und wird von unserem Kooperationspartner CHECK24 zur Verfügung gestellt.



Mit einem Ratenkredit können Sie private Wünsche finanzieren, für die im Moment nicht genug Erspartes vorhanden ist.
Typische Verwendungszwecke:

Gut zu wissen: Umschuldung mit Ratenkredit
Bei einer Umschuldung kommt häufiger auch ein Ratenkredit zum Einsatz, um damit ein dauerhaft überzogenes Konto auszugleichen. Der Vorteil dabei ist: Die Zinsen bei einem Ratenkredit sind in der Regel deutlich niedriger als für den Dispositionskredit (also die Überziehung am Konto).
Sie suchen eine Finanzierung über 50.000 Euro im Zusammenhang mit einer Immobilie? Dann steht Ihnen der folgenden Immobilienrechner mit einem Kreditvergleich zur Verfügung.
Bei einem Ratenkredit erhalten Sie zu Beginn den festgelegten Kreditbetrag ausgezahlt. Anschließend zahlen Sie den Kreditbetrag (plus Zinsen) in regelmäßigen Teilzahlungen – den Raten – zurück. In der Regel handelt es sich um eine monatliche, gleichbleibende Kreditrate zuzüglich des Zinses auf Basis eines variablen Zinssatzes. Bei Zinsänderungen ist die monatliche Gesamtrate, welche Sie bezahlen müssen, insofern im Zeitablauf etwas höher oder niedriger.
Zur Veranschaulichung ein Beispiel (Stand 06.08.2026):
| Ausgezahlter Kreditbetrag | 15.000 € |
| Sollzinssatz | Effektivzins: 3,99 % p. a. |
| Laufzeit | 5 Jahre |
| Anfängliche Monatsrate | 276,18 € |
| Gesamter Rückzahlungsbetrag | 16.570,81 € |
Ob Zusatzausbildung und notwendige Zahnreparatur: Einen Ratenkredit aufzunehmen, kann – je nach Situation – eine hilfreiche und sinnvolle Option sein. Trotzdem sollte die Entscheidung gut überlegt sein, geht es doch meist um eine größere Summe Geld. Doch was spricht nun für bzw. gegen einen Ratenkredit?
Vorteile
Nachteile
Grundsätzlich gilt: Einen Ratenkredit sollten Sie nur aufnehmen, wenn Sie sich die monatliche Rate gut leisten können.
Um einen Ratenkredit zu erhalten, müssen Sie neben Ihren finanziellen Voraussetzungen auch bestimmte formale Voraussetzungen erfüllen.
Zunächst zu den formalen Voraussetzungen für einen Ratenkredit in Österreich:
Die finanziellen Voraussetzungen für den Kredit bezeichnet man auch als Kreditwürdigkeit oder Bonität. Es geht dabei um die Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditkunde den Kredit auch wirklich zurückzahlen kann. Welche Bedingungen hier konkret gelten, hängt von der jeweiligen Bank – und nicht zuletzt auch von der Kredithöhe – ab.
Zum einen spielt Ihre Einkommenssituation eine Rolle. Meistens gilt als Mindestvoraussetzung, dass Sie ein regelmäßiges Einkommen – z. B. Gehalt oder Pension – in bestimmter Höhe haben.
Darüber hinaus prüft die Bank Ihre Bonität durch eineAbfrage beim KSV (Kreditschutzverband). Hier geht es z. B. darum, ob Sie in den letzten Jahren ein Insolvenzverfahren laufen hatten oder es einen negativen KSV-Eintrag gibt. Falls eines davon zutrifft, wird Ihr Kreditantrag vermutlich abgelehnt werden. Bereits bestehende laufende Kredite und Ratenzahlungsvereinbarungen können die Bonität ebenfalls vermindern.
Tipp: Ihre Chancen auf eine Zusage steigen, wenn Sie den Kredit gemeinsam mit einer zweiten Person aufnehmen. Für den Autokauf bieten viele Banken außerdem günstigere Zweckkonditionen, weil das Fahrzeug als Sicherheit zählt.
Nein, bei seriösen Anbietern ist das nicht möglich. Sie mussten z. B. Privatkonkurs anmelden und möchten einen Ratenkredit abschließen, ohne dass die Bank beim KSV nachfragt? Bei größeren Summen wird hier keine seriöse Bank einwilligen, da sie gesetzlich verpflichtet ist, die Kreditwürdigkeit ausreichend zu prüfen (§ 7 Verbraucherkreditgesetz). Das soll heißen: Die Bank muss prüfen, ob Sie in der Lage sein werden, den Kredit auch wirklich zurückzuzahlen.
Bisher galt eine Ausnahme für kleine Kreditbeträge , sogenannte Minikredite, welche sich beispielsweise in einem von Rahmen von 50 bis 1.500 Euro bewegen. Ab November 2026 gilt diese aber nicht mehr und Kleinkredite (unter 200 Euro) sowie zinsfreie Ratenkäufe („Buy Now, Pay Later“) sind nicht mehr ausgenommen.
Gut zu wissen: Falls die Bank Ihren Kreditantrag wegen schlechter Bonität ablehnt, dann muss sie Ihnen das mitteilen. Außerdem sind Sie laut Verbraucherkreditgesetz berechtigt, das Ergebnis der KSV-Abfrage zu erfahren, wenn das der Grund für die Ablehnung war. Fragen Sie also im Zweifelsfall nach.
Ja, ein laufender Ratenkredit verschlechtert Ihre Bonität. Das spielt z. B. dann eine Rolle, wenn Sie in nächster Zeit einen Immobilienkredit aufnehmen möchten. In dem Fall wäre es also anzuraten, keinen zusätzlichen Ratenkredit aufzunehmen bzw. einen laufenden Ratenkredit vor der Kreditanfrage zurückzuzahlen, sofern Ihnen dies möglich ist. Dabei sollten Sie aber bedenken, dass noch genügend Eigenkapital für die Immobilienfinanzierung vorhanden sein sollte.
Angebote für Ratenkredite gibt es viele – den besten Ratenkredit für sich zu finden, ist jedoch gar nicht so einfach. Achten Sie bei einem Ratenkredit-Vergleich vor allem auf folgende Punkte:
Beim Zinssatz wird der Sollzins und zudem der Effektivzins angeben. Für den Ratenkredit-Vergleich sollten Sie stets den Effektivzinssatz heranziehen. Denn er beinhaltet den Sollzinssatz und zusätzlich alle weiteren Kosten, etwa Kontoführungs- oder Bearbeitungsgebühr. Der Effektivzins gibt also Auskunft über die Gesamtkosten des Kredits.
Bei einer Sondertilgung zahlen Sie – zusätzlich zur normalen Kreditrate – eine weitere Summe zurück. Dies ist z. B. dann von Vorteil, wenn Sie eine ungeplante Gehaltserhöhung oder ein Geschenk bekommen haben, und den Kredit so schnell wie möglich abbezahlen möchten. Prüfen Sie vor Abschluss, ob gegebenenfalls eine Kündigung erforderlich (mit kurzer Frist) ist. Laut Verbraucherkreditgesetz haben Sie das Recht, solche Teilzahlungen jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist durchzuführen. Bei variabler Verzinsung ist dies immer pönale frei.
Ein ähnlicher Fall ist die vorzeitige Tilgung der gesamten Restschuld: Hier zahlen Sie den gesamten Kredit auf einmal zurück, und zwar früher als geplant. In wenigen Fällen werden gegebenfalls auch Fixzinssätze für Ratenkredite in Österreich angeboten. Dann sollten Sie vor Abschluss des Kreditvertrags prüfen, ob die Bank eine Pönale (Strafzahlung) vertraglich vorsieht. Achten Sie also darauf, ob es die Möglichkeit einer kostenlosen Gesamttilgung gibt.
Bei variabler Verzinsung fällt gesetzlich keine Pönale an. Bei Fixzinsvereinbarungen dürfen Sie bis zu 10.000 Euro innerhalb von 12 Monaten völlig pönale frei tilgen. Darüber hinaus ist die Entschädigung gesetzlich auf maximal 1 % (bzw. 0,5 % bei einer Restlaufzeit unter einem Jahr) begrenzt. Zudem verringern sich die Gesamtkosten des Kredits bei vorzeitiger Tilgung aliquot um die Zinsen und laufenden Spesen der verbleibenden Laufzeit.
Oftmals kann es hilfreich sein, die Kreditrückzahlung vorübergehend zu pausieren – z. B. wenn in einem Monat eine teure Reparatur angefallen ist. Haben Sie in Ihrem Kreditvertrag eine solche Ratenpause vereinbart, ist dies kein Problem. Ist dies nicht der Fall, kann die Bank Ihren Antrag auf Ratenpause ablehnen. Überlegen Sie also: Ist Ihnen diese Möglichkeit wichtig? Dann sollten Sie einen entsprechenden Kredit wählen.
Die folgenden Finanztipps helfen Ihnen, bei der Aufnahme des Ratenkredits die optimale Entscheidung zu treffen.
Grundsätzlich gibt es Ratenkredite für die freie Verwendung und solche, die für einen bestimmten Zweck gedacht sind. Häufig macht es nämlich Sinn, den Verwendungszweck bei der Beantragung anzugeben: Mitunter gibt es vorteilhafte Sonderkonditionen, beispielsweise bei Ausbildung, Autokauf oder Renovierung.
Die Monatsrate sollte für Sie gut leistbar sein – kalkulieren Sie hier nicht zu knapp. Machen Sie am besten eine Haushaltsrechnung und stellen Sie alle Ihre Einnahmen und Ausgaben einander gegenüber. Planen Sie dabei auch genügend Spielraum für unerwartete Ausgaben ein.

Manchmal wird Ihnen mit dem Kredit auch eine Restschuldversicherung angeboten: Diese springt im Fall von z. B. Krankheit ein. Allerdings kostet eine solche Versicherung wieder zusätzliches Geld. Schauen Sie also genau hin, ob Sie diese wirklich brauchen: Welche Risiken sind versichert? Ist der Kreditbetrag überhaupt so groß, dass es eine Versicherung braucht? Welche Versicherungen haben Sie bereits abgeschlossen und was ist damit bereits abgedeckt?
Der Ratenkredit bietet finanzielle Soforthilfe: Er ist wesentlich leichter und schneller zu bekommen als z. B. ein Immobilienkredit und es gelten nicht so strenge Voraussetzungen. Allerdings sind die Zinsen meist etwas höher – Sie müssen also die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. Insbesondere bei Kreditvolumina über 50.000 Euro machen sich Zinsunterschiede deutlich bemerkbar. Um in diesen Fällen das beste Angebot zu finden, hilft Ihnen ein Kreditvergleich oder die persönliche Beratung durch einen Wohnbau-Finanz-Experten.
Egal, wofür Sie einen Ratenkredit suchen: Wir bieten Ihnen einen Online-Kreditrechner für Ihre jeweilige Finanzierung!
Ein Ratenkredit ist vor allem dann sinnvoll, wenn es um eine Investition geht, die den Alltag oder die Berufsausübung ermöglicht: z. B. ein Auto, eine Ausbildung oder eine Waschmaschine.
Für einen Ratenkredit müssen Sie der Bank zumindest einen Lichtbildausweis und Einkommensnachweise der letzten Monate (bei vielen Banken drei) vorlegen. Je nach Kreditbetrag können weitere Unterlagen notwendig sein.
Es lohnt sich auf jeden Fall, die Angebote zu vergleichen – die Unterschiede bei den Laufzeiten und Konditionen können erheblich sein. Behalten Sie besonders die Effektivzinsen im Blick, denn dort sind auch die Nebenkosten enthalten. Mit einem Kreditrechner für Ratenkredite, können Sie die Monatsrate für Ihre gewünschte Kredithöhe und Laufzeit kalkulieren.
Viele Banken bieten Ratenkredite für Selbstständige und Freiberufler. Ihr Einkommen weisen Sie dann mithilfe der Steuerbescheide der letzten 2-3 Jahre nach.
Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind (vollständige Unterlagen, ausreichende Bonität), dann erhalten Sie das Geld zeitnah.
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