Die Immobilienpreise in Österreich haben seit dem Ende der Finanzkrise im Jahr 2009 einen kontinuierlichen Aufwärtstrend verzeichnet, der bis 2022 anhielt. Der von der OeNB (Oesterreichische Nationalbank) veröffentlichte Wohnimmobilienpreisindex, gibt an, in welchem Ausmaß sich die Immobilienpreise in Österreich ändern. Ist die aktuelle Preiskorrektur bei den Wohnungen bereits abgeschlossen? In welchem Bundesland ist Wohnungseigentum 2026 am günstigsten und wo müssen Sie für Ihre Mietwohnung am meisten bezahlen? In unserem Beitrag beantworten wir Ihnen diese und weitere interessante Fragen.
Immobilienpreise in Österreich 2026: aktuelle Entwicklung
Aktuelle Preisdaten mit konkreter Aufschlüsselung einzelner Städte liefert der Immobilienpreisspiegel der WKO (Wirtschaftskammer Österreich). Allerdings sollte hier auf eine Besonderheit geachtet werden: Die Jahreszahl bezieht sich nur auf das Jahr der Veröffentlichung. Die Daten beziehen sich auf den Durchschnittswert des Vorjahres. Auch erscheint laut Experten aus der Praxis des Immobilienmarktes das Pricing besonders konservativ.
Einen Trend im Jahr 2025 kann man mit dem von Professor Feilmayr von der TU Wien erarbeiteten und der OeNB veröffentlichten Wohnimmobilienpreisindex erkennen. Steigende variable Kreditzinsen ab dem zweiten Quartal 2022 und ab August 2022 eine Verschärfung der Wohnbaukreditrichtlinien in Österreich (Hinweis: lief zum 30.06.2025 aus, Kriterien sollen jedoch weiter angewendet werden) führten dazu, dass am heimischen Wohnimmobilienmarkt im Verlauf des 3. Quartals 2022 der Höhepunkt erreicht wurde. Seither ging es mit den Preisen für Wohnimmobilien in Österreich um 5,3 % (bis Q4.24) nach unten. In Wien lag der Rückgang sogar bei 7,3 %, ehe es ab dem ersten Quartal 2025 zu einer Preisstabilisierung und einer sichtbaren Erholung kam.
Entwicklungen der Immobilienpreise seit 2024 laut Wohnimmobilienpreisindex:
Im Jahr 2024 sind die Wohnimmobilienpreise quer durch Österreich um 2,1 % Prozent zurückgegangen.
2025 hatten sich Bundesweit die Preise für Wohnungen und Einfamilienhäuser um 1 % erholt, wobei sich die Erholung im vierten Quartal auf 2,1 % beschleunigte. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen in Wien in Q4 25 sogar um 3,1 %.
Die Preise für Einfamilienhäuser außerhalb Wiens entwickelten sich in den Jahren 2023 und 2024 um je 2,2 bzw. 0,8 % rückläufig und blieben 2025 unverändert. Erst im vierten Quartal 2025 zeigten sich deutlichere Erholungstendenzen.
Auffällig sind die Performance-Unterschiede zwischen Wien mit insgesamt plus 2,9 % (Wohnungen und Einfamilienhäuser) und außerhalb Wiens mit nur 1,6 %. Das ist ein normaler Preiszyklus. Zuerst ziehen die Preise in den Großstädten an und die Peripherie folgt erst etwas später.
Außerhalb Wiens stand noch im Jahr 2024 ein Minus von 2,5 % bei gebrauchten Wohnungen einem Plus von 1,7 % bei neuen Objekten gegenüber.
Hingegen im Jahr 2025 kam es bereits zu einer Erholung im Segment der gebrauchten Wohnungen was auf eine rückläufige Zahl fertiggestellter Neubauwohnungen zurückzuführen ist. In Wien stiegen die Preise für gebrauchte Wohnungen im Gesamtjahr 2025 um 1,1 % (Q4 +3,1 %) und außerhalb Wiens um 0,4 % (Q4: +0,9 %)
In 2026 führen niedrige Leitzinsen und ein Mangel an Neubauten voraussichtlich zu weiteren Preisanstiegen auf breiter Front.
Infolge rückläufiger Preise, gestiegener Einkommen und seit den zwischenzeitlichen Höchstständen auch rückläufiger Immobilienkreditzinsen ist die Leistbarkeit von Wohneigentum in Österreich tendenziell wieder gestiegen. Hinzukommen höhere Mietrenditen bei Anlegerwohnungen, da im Einklang mit der Inflation die Mieten am freien Immobilienmarkt anstiegen – und das bei stagnierenden bis rückläufigen Wohnungspreisen. Mittlerweile liegen die Mietrenditen in den großen Städten wieder auf breiter Front über den Sparzinsen, die aktuell im Bereich von 1,00 bis 1,50 % liegen. Die Neuvergabe von Wohnbaukrediten an private Haushalte in Österreich ist 2025 bereits wieder um 47,3 % auf 16,69 Mrd. Euro gestiegen.
Ein weiterer Faktor ist ESG. Klimafreundliche Gebäude sind zunehmend preisstabiler, während die Preise jener mit schlechten Energiewerten zukünftige Sanierungsaufwendungen einpreisen, denn die gesetzlichen Rahmenbedingungen gehen in Richtung vermehrter Auflagen zur energetischen Sanierung.
Die nachfolgenden Preisangaben aus den einzelnen Bundesländern geben einen guten Überblick über die Preisentwicklung der Gesamtheit an Einfamilienhäusern, jene von Erstbezugs-Eigentumswohnungen und der Mietwohnungen, für welche die Mietobergrenzen nicht gelten. Die Quelle ist der Immobilienpreisspiegel 2025 (WKO). Dort wurden bei Erstbezugswohnungen bis 100 m² die Daten für durchschnittlichen Wohnwert und normaler Lage herangezogen. Für die Mietpreise von Wohnungen ist die Kategorie „brauchbar ab 50 m² bei normalem Wohnwert“ der Maßstab und für Einfamilienhäuser gilt „durchschnittlicher Wohnwert, normale Lage“.
Immobilienpreise in Österreich: Lichtblicke und Entspannungstendenzen
Ein beschleunigter Rückgang der Energiepreise, moderatere Teuerung der Lohnkosten und niedrige Preissteigerungsraten bei Industriegütern führten dazu, dass die Inflationsrate der Eurozone von September 2025 bis Jänner 2026 von 2,2 auf 1,7 % gesunken ist. Der vorangegangene Prozess der Normalisierung des Preisgefüges ausgehend von einem Peak von 10,6 % im Oktober 2022 ermöglichte der EZB vom 6. Juni 2024 bis 5. Juni 2025 im mittlerweile wichtigsten Steuerungszinssatz, dem Einlagenzins, 8 Leitzinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte auf 2,00 % während sich der Hauptrefinanzierungssatz (inklusive der Leitzinsabstands-Anpassungen vom 18. September 2024) auf 2,15 % ermäßigte (Stand: 18.02.2026).
Entsprechend verbilligten Banken die aktuellen Kreditkonditionen und im Jahr 2025 hat sich die Neukreditvergabe von Wohnbaukrediten an private Haushalte mit einem Plus von 47,3 % auf 16,7 Mrd. Euro erholt. Die anhaltend starke Nachfrage nach Wohneigentum und vor allem ein Mangel an Neubauten führt zu steigenden Preisen. Es sind 2026 in guten Lagen von Großstädten durchaus mittlere Preissteigerungen bei Bestandswohnungen und teils noch stärkere Anstiege bei Neubauten zu erwarten. Selbst in schlechten Lagen und ländlichen Gegenden ist von einer Preisstabilisierung auszugehen.
Fazit: Die Kombination aus sinkenden Neubauvolumina, zuletzt gestiegenen Reallöhnen und stark gesunkenen Wohnbaukreditzinsen (vor allem infolge rückläufiger variabler Kreditzinsen) spricht über das Jahr 2026 für eine Fortsetzung der im Laufe des Jahres 2025 begonnen Erholung der Wohnimmobilienpreise.
Prognose für die Immobilienpreise in Österreich 2026
Eine Fortsetzung der 2025 begonnen Erholung ist die Perspektive für den österreichischen Immobilienmarkt 2026. Im Einklang mit steigenden Wohnbaufinanzierungsvolumina in der Neuvergabe kam es im Jahresverlauf 2025 auch zu einer Marktbelebung in puncto Transaktionsvolumen. Unterstützend waren dabei auch steigende Löhne und Gehälter. Per Saldo bei Eigentumswohnungen ist von moderaten einstelligen Preiszuwächsen quer durch Österreich auszugehen.
Dies deckt sich auch mit einem Expertenkonsens: Laut RE/MAX Real Estate Future Index, der Summe von ca. 600 Immobilien-Experten-Meinungen in ganz Österreich, werden 2026 Wohnungen in zentralen Lagen einen Wertzuwachs von 3,5 % erzielen, verglichen mit +2,9 % am Stadtrand und +2,3 % am Land. Für Einfamilienhäuser wird ein Plus von 3,0 % erwartet.
Besonders stark werden 2026 die Mieten steigen. Mietwohnungen in zentraler Lage und freier Mietzinsbildung sollten um 4,0 % teurer werden, zumal es aufgrund rückläufiger Baugenehmigungen an Neubauten mangelt.
Immobilienpreise in Wien
Ein rückläufiger Wohnbau führt zu einem Nachfrageüberhang am Neubaumarkt, der quer durch alle Marktsegmente und Bezirke die Preise für Erstbezugswohnungen nach oben treibt. Besonders häufig sind Anstiege im Bereich von 6 bis 9 % und auch zweistellige Preisanstiege sind keine Seltenheit. Beispiele bei normalen Lagen (durchschnittlicher Wohnwert) und einer Größe bis 100 m2 sind hier die Bezirke Wieden (+11,1 %) und Neubau (+10,2 %). Indessen stiegen die Preise für Einfamilienhäuser meist nur noch im niedrigen einstelligen Bereich und sie waren bei durchschnittlichem Wohnwert in Hitzing sogar um 0,7 % (sehr guter Wohnwert) bis 3,3 % (normaler Wohnwert) rückläufig. Hingegen bei durchschnittlichem Wohnwert Anstiege bis zu über 8 % waren in Ottakring zu beobachten. Unterschiedlich entwickelten sich die Mieten, wo sich beispielsweise in Mariahilf im Segment „brauchbar bis 50 m2“ die Anstiege zwischen 4 % (sehr gute Lagen) und 9,4 % (gute Lagen) bewegten. Ähnlich sieht es auch im Bezirk Neubau aus, während sich im ersten Bezirk bereits die Rückgänge mehren. Ansonsten sind niedrige einstellige Anstiege von unter 3 % häufig zu beobachten, was zeigt, dass die Leistbarkeit der Mieten teilweise schon auf kritische Einkommensgrenzen breiter Bevölkerungsschichten stößt.
Bezirk
Hauskauf (€/m²)
Eigentumswohnung (€/m²)
Wohnung mieten (€/m²)
1. Innere Stadt
K/A
K/A
13,89
2. Leopoldstadt
K/A
4.478,98
9,68
6. Mariahilf
K/A
5.313,25
9,03
11. Simmering
2.362,86
3.861,79
7,94
22. Donaustadt
2.801,89
4.489,98
8,56
Der Bau-Boom in der Hauptstadt Wien flaut aufgrund hoher Baukosten bei gleichzeitig steigenden Zinsen ab.
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Immobilienpreise in Niederösterreich
Die Nachfrage nach Erstbezugswohnungen wird selektiver. Gute Verkehrsanbindungen an Wien sind nicht mehr so ausschlaggebend. Es geht immer mehr um ausgewählte Nischen und Segmente, vereinzelt auch in Baden und Korneuburg, wo sich einzelne Segmente noch um mehr als 7 % verteuerten. In Amstetten konnten bei durchschnittlichem Wohnwert noch sehr gute Lagen mit Anstiegen bis zu 7,8 % punkten und in Hollabrunn lag bei durchschnittlichem Wohnwert jede Lage und Größe zwischen 4,2 % (sehr gute Lage bis 50 m²) und 7,3 % (mäßige Lage bis 50 m²) im Plus, während noch in St. Pölten Land vermehrt mittlere einstellige Wertzuwächse auftreten. Ansonsten zeigen sich primär schwache einstellige Zuwächse oder gar Rückgänge. Eine rückläufige Entwicklung auf breiter Front war in St Pölten Stadt (von bis zu minus 4 % bei durchschnittlichem Wohnwert in sehr guter Lage) und Wiener Neustadt (Stadt) zu beobachten, wo über 100 m²-Wohnungen in guter Lage (durchschnittlicher Wohnwert) sogar 4,8 % an Wert verloren. Bei Einfamilienhäusern mit einfachem oder normalem Wohnwert, die noch relativ preisgünstig gehandelt wurden, war vereinzelt noch eine Aufholjagd intakt. In St. Pölten Land lagen die Preissteigerungen bei einfachem Wohnwert zwischen 0,7 % (sehr gute Lage) und 9,7 % (normale Lage). In Bruck/Leitha zeigten normale Wohnlagen Anstiege zwischen 3,8 und 16,6 %. Ebenfalls im Aufwind waren qualitativ bessere Einfamilienhäuser in Baden und gute Lagen (einfacher Wohnwert) in Korneuburg (+8,5 %), wo – genauso wie in Hollabrunn - generell jedes Segment im Plus liegt. Ansonsten hielten sich die Preisanstiege in Grenzen, während sich in Amstetten Gmünd, Krems Land, Mödling und Zwettl leichte Preisrückgänge häuften. Die Wohnungsmieten sind im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich gestiegen und waren vereinzelt auch rückläufig, denn Wohneigentum ist in Niederösterreich noch gut leistbar, was die Nachfrage nach Mietwohnungen dämpft. Allerdings in St. Pölten Land gab es bereits bei normalen Wohnlagen Mietpreisanstiege zwischen 3,1 % (neuwertig bis 50 m²) und 8,5 % (brauchbar ab 50 m²).
Erstbezugswohnungen zeigen auf breiter Front Anzeichen einer Preisstagnation. Die Anstiege bewegen sich meist zwischen nahe Null und plus 1 %. Bei durchschnittlichem Wohnwert bis 50 m² Wohnfläche gab es in Eisenstadt (Stadt) sogar in mäßiger Lage einen Preisrückgang um 1,4 %. Ebenfalls nur im leicht einstelligen Bereich stiegen quer durch die Bezirke des Burgenlands die Preise für Einfamilienhäuser, wobei es in Neusiedel am See, Oberpullendorf und Oberwart in vereinzelten Segmenten sogar leichte Preisrückgänge gab. Hingegen die Wohnungsmieten stiegen auf breiter Front, vereinzelt sogar auffällig stark bei brauchbaren Wohnungen bis 50 m², also preisgünstigeren kleineren Wohneinheiten. Beispielsweise in Neusiedl am See bewegten sich hier die Anstiege zwischen 2,7 % (sehr gute Wohnlage) und 8,2 % (gute Wohnlage), in Jennersdorf zwischen 6,2 % (mäßige Wohnlage) und 10 % (sehr gute Wohnlage), während sich in Güssing die Mieten für brauchbare Wohnungen bis 50 m² in mäßiger Wohnlage um 9,7 % verteuerten. Fazit: Die einst auffallend niedrigen Mieten des Burgenlands ziehen im Einklang mit der Teuerung der vergangenen Jahre nun kräftig an.
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zu Anlageimmobilien.
Immobilienpreise in Oberösterreich
Die Preise für Eigentumswohnungen (Erstbezug) entwickelten sich in Oberösterreich, je nach Bezirk, unterschiedlich. Anstiege auf breiter Front quer durch alle Neubauwohnungssegmente gab es in Freistadt, Gmunden, Grieskirchen, Schärding und Wels (Stadt). Ein starker Aufholprozess ist noch in Freistadt (Mühlviertel) in Gange. Die Preise für normale Wohnungen mit durchschnittlichem Wohnwert stiegen dort zwischen 4,8 % (bis 100 m²) und 5,8 % (bis 50 m²), während sich gute Lagen in Gmunden (durchschnittlicher Wohnwert) um 4,7 bis 8,1 % (bei über 100 m²) verteuerten. Meist moderat einstellig waren die Anstiege in der Landeshauptstadt Linz, während es vor allem in Perg, Rohrbach und Steyr (Land und Stadt) leichte Preisrückgänge gab. Ungebrochen ist die Nachfrage nach dem Wohnen im Grünen. Einfamilienhäuser verzeichneten auf breiter Front quer durch die Bezirke meist niedrige bis mittlere einstellige Preisanstiege. Auffallend stark war der Anstieg bei mäßiger Wohnlage in Ried/Innkreis von 7,1 % (einfacher Wohnwert) bis hin zu 9,2 % (sehr guter Wohnwert). Mietpreisanstiege betrafen alle Bezirke und Segmente, insbesondere neuwertige Mietwohnungen ab 50m²: Hier lag beispielsweise in Wels Stadt bei mäßiger Lage das Plus bei 8,9 % und in Braunau am Inn bewegten sich im neuwertigen Spektrum (ab 50 m²) die Mietpreissteigerungen zwischen 5 % (sehr gute Wohnlage) und 9,9 % (normale Wohnlage).
Bezirk
Hauskauf (€/m²)
Eigentumswohnung (€/m²)
Wohnung mieten (€/m²)
Linz (Stadt)
2.110,00
3.114,80
7,28
Wels (Stadt)
1.821,37
2.762,50
6,02
Vöcklabruck
1.888,91
2.504,83
6,60
Braunau am Inn
1.518,61
2.300,00
5,85
Freistadt
1.408,65
1.950,00
5,51
Auch in Oberösterreich gibt es Wohnbauförderungen. Dies könnte Ihnen bei der Finanzierung weiterhelfen.
Durchwachsen ist der Preistrend bei neuen Eigentumswohnungen von mittleren zweistelligen und teils sogar höheren Preissteigerungen in Graz (Stadt), der Südoststeiermark und Weiz, einer soliden Entwicklung in Hartberg-Fürstenfeld und Liezen bis hin zu vermehrten Preisrückgängen in Leibnitz, Leoben, Murau und im Murtal. Während in der Stadt Graz vor allem bei noch relativ günstigen Preissegmenten höhere Preissteigerungen möglich waren, zeigte der Speckgürtel sehr unterschiedliche Entwicklungen. Erstbezugswohnungen in mäßigen Lagen (durchschnittlicher Wohnwert) verzeichneten in Graz (Stadt) noch Wertzuwächse zwischen 6,1 % (über 100 m²) und 7,2 % (bis 50 und bis 100 m²), während mäßige Lagen bei gleichem Wohnwert im Speckgürtel der Landeshauptstadt sich zwischen -4,6 % (über 100 m²) und + 5,5 % (bis 50 m²) bewegten. Gedämpft war die Preisentwicklung der Einfamilienhäuser, die häufig unter der Inflationsrate lag und sich meist zwischen knapp über Null und 3 % bewegte. Gleichzeitig mehren sich Preisrückgänge, die in Leoben, im Murtal und Bruck-Mürzzuschlag verstärkt auftreten. In der Stadt Graz bewegten sich die Preise zwischen -0,9 % (durchschnittlicher Wohnwert, gute Lage) und +8,6 % bei einfachem Wohnwert in normaler Lage, der trotz Anstieg mit rund 2.180 Euro/m² noch immer relativ erschwinglich ist. Im Speckgürtel von Graz stagnierten indessen die Preise mit Ausnahme normaler Lagen mit durchschnittlichem Wohnwert (+5,7 %). Stärkere Anstiege gab es noch bei Qualitätshäusern in der Südoststeiermark. Sehr unterschiedlich aber tendenziell gehäuft stagnierend bis rückläufig entwickelten sich die Mietpreise. Vermehrt Rückgänge gab es in Bruck-Mürzzuschlag, in Leoben, im Murtal und im Speckgürtel von Graz.
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Immobilienpreise in Salzburg
Die Festspielstadt Salzburg ist wegen knappen Wohnraums und geballter Kaufkraft der Einwohner und auch ausländischer Immobilienkäufer bei neuen Eigentumswohnungen noch immer in einem starken Aufschwung. Bei durchschnittlichem Wohnwert gab es Preissteigerungen von bis zu 8,3 % (z.B. über 100 m² in normaler Lage). Besonders starke Preisanstiege von an der Spitze über 18 % gab es in St. Johann/Pongau, während sich in Zell am See der Preisrückgang auf breiter Front 2024 weiter fortsetzte. Hingegen mit Ausnahme von Zell am See noch auf breiter Front Preissteigerungen zeigten sich im gesamten Bundesland bei gebrauchten Wohnungen und Einfamilienhäusern. Mangels Leistbarkeit von Wohneigentum, sind viele Marktteilnehmer zur Miete gezwungen. Somit stiegen in der Stadt Salzburg beispielweise für Wohnungen in normaler Lage die Mietpreise zwischen 7,2 % (brauchbar ab 50 m²) und 9,4 % (brauchbar bis 50 m² und neuwertig ab 50 m²). Im Speckgürtel von Salzburg lagen die Steigerungen in der Spitze bei 11 %. Ansonsten bewegten sich im Bundesland die Mietsteigerungen weitgehend im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich.
Bezirk
Hauskauf (€/m²)
Eigentumswohnung (€/m²)
Wohnung mieten (€/m²)
Salzburg (Stadt)
3.210,95
5.261,11
10,72
Salzburg (Land)
3.124,99
4.054,22
8,53
Hallein
2.883,46
3.599,59
8,79
Zell am See
2.804,30
3.686,74
8,59
St. Johann im Pongau
2.876,44
3.927,14
7,51
Kleine Wohneinheiten sind in der Studentenstadt Salzburg immer gefragt.
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Immobilienpreise in Tirol
In Innsbruck (Stadt) hielten sich die Preissteigerungen für Erstbezugswohnungen in Grenzen oder die Preise waren sogar um bis zu 2,7 % rückläufig, während sie bei mittleren bis größeren Wohnungen (bis zu 100 m²) in guter Lage noch um 7,4 % anstiegen. Innsbruck gilt als teuerste Landeshauptstadt in Österreich. Im Luxussegment bei über 100 m² wurden Preise von bis zu 10.298,64 EUR/m² (+6,4. %) bezahlt. Die stärksten Preissteigerungen bei neuen Wohnungen gab es in Kufstein mit Anstiegen zwischen 8,1 % und 10,7 % bei Erstbezugswohnungen mit durchschnittlichem Wohnwert bis zu 50 m². In der gleichen Größenklasse lagen in Imst die Anstiege bei bis zu 9,6 % (mäßige Lage). Vermehrt Preisrückgänge gab es in Innsbruck, Schwaz und in Kitzbühel. Teilweise niedriger waren die Preissteigerungen bei gebrauchten Wohnungen, wo es beispielsweise in Reutte, Lienz und Innsbruck (Stadt) noch zu einer Aufholjagd aufgrund hoher Preisabschläge gegenüber Neubauten kam. Gedämpft zeigt sich die Preisentwicklung der Einfamilienhäuser, wo es in der Umgebung von Innsbruck bei einfachem Wohnwert bereits Rückgänge auf breiter Front gab. Stärkere Preisanstiege von mindestens 5,3 % zeigten sich bei sehr gutem Wohnwert, sprich qualitativ hochwertigen Häusern in Imst. Noch preisgünstige mäßige Lagen in Kufstein holten ebenfalls auf. Die Preissteigerungsbandbreite bewegte sich zwischen 4,2 und 8,1 %. Die Mietpreise stiegen indessen auf breiter Front, insbesondere in Kitzbühel für brauchbare Wohnungen bis 50 m² zwischen 7,3 % (sehr gute Lage) und 11,0 % (gute Lage). In der Stadt Innsbruck bewegten sich die Mietpreissteigerungen pro m² zwischen 1,2 % und 6,6 %.
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Immobilienpreise in Vorarlberg
Auf eine Überhitzung der Preise für Erstbezugswohnungen folgte 2024 eine spürbare Korrekturphase auf breiter Front, wobei die Rückschläge bei durchschnittlichem Wohnwert in Bregenz sich in einer Größenordnung von bis zu 4,5 % bewegten. In Bludenz lag bei gleichem Wohnwert bis 100 m² in normaler Lage der Rückgang sogar bei 7,5 %. Hingegen die Preise für gebrauchte Wohnungen verzeichneten vor allem in Bludenz und Bregenz noch Anstiege auf breiter Front, teilweise sogar über 6 %. Die Werte für Einfamilienhäuser waren, abgesehen von einzelnen Korrekturen in Bregenz und Dornbirn, auf breiter Front im Aufwind, wobei mittlere einstellige Anstiege keine Seltenheit waren. Etwas durchwachsen war die Entwicklung der Mietpreise, wo sich vor allem bei brauchbaren Mietwohnungen (älteren Gebäuden) die Preisrückgänge mehrten. Tendendziell auf breiterer Front steigen die Mietzinsen neuwertiger Wohnungen. Hier zeigte sich beispielsweise bei mäßiger Lage (ab 50 m²) in Bludenz ein Anstieg um 6,9 % und bei normaler Lage (ab 50 m²) in Dornbirn ein Plus von 6,6 %. Ansonsten bewegten sich die Mietpreissteigerungen häufig zwischen 1 und 3 %.
Bezirk
Hauskauf (€/m²)
Eigentumswohnung (€/m²)
Wohnung mieten (€/m²)
Bregenz
3.725,82
4.530,03
9,44
Bludenz
3.244,88
3.540,72
8,12
Dornbirn
3.610,92
4.305,87
9,28
Feldkirch
3.597,22
4.253,94
9,14
Da Bregenz direkt am Bodensee liegt, ist in dieser Ferienregion auch längerfristig kaum mit sinkenden Immobilienpreisen zu rechnen.
In Vorarlberg wohnen auch viele Grenzgänger. Die Wohnbau-Finanz-Experten in Vorarlberg finden die für Sie individuell passende Finanzierung für Ihren Immobilienwunsch.
Meist im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich bewegen sich die Preissteigerungen bei Erstbezugs-Eigentumswohnungen. Vermehrt Preisrückgänge zeigen sich dabei in St. Veit an der Glan und in Völkermarkt. Eine stärkere Preisdynamik zeigt sich bei den noch relativ preisgünstigen gebrauchten Eigentumswohnungen. Beispielsweise bei durchschnittlichem Wohnwert in Hermagor liegen die Wertzuwächse zwischen 4,8 % (sehr guter Wohnwert) und 9,0 % (normaler Wohnwert). Indessen vermehrt Preisrückgänge zeigen sich in Klagenfurt (Stadt) und St. Veit an der Glan. Abgesehen von wenigen Ausnahmen steigen die Wohnungsmieten weiterhin, aber meist moderat. Neuwertige Mietwohnungen (ab 50 m²) im Umfeld von Villach fallen allerdings durch Mietpreisanstiege zwischen 5,6 % (normale Lage) und 12,9 % (gute Lage) auf. Eine stärkere Dynamik ist auch in Völkermarkt (bis zu 6,9 % Plus) und Hermagor (bis zu 8,7 % Plus) zu registrieren. Bei Einfamilienhäusern hält sich meist der Anstieg in Grenzen und in St. Veit an der Glan und Völkermarkt mehren sich die Preiskorrekturen, während Hermagor eine stärkere Preisdynamik zeigt (z.B. +8 % bei sehr gutem Wohnwert in mäßiger Lage).
Bezirk
Hauskauf (€/m²)
Eigentumswohnung (€/m²)
Wohnung mieten (€/m²)
Klagenfurt (Stadt)
1.809,96
2.884,90
7,61
Villach (Stadt)
1.508,59
2.850,87
7,05
Spittal an d. Drau
1.702,45
2.723,68
6,73
Wolfsberg
1.339,63
2.680,00
5,01
Beim Grundstückskauf gibt es viele Punkte zu beachten. Unser Ratgeber Grundstückskauf inklusive Checkliste gibt Ihnen hierbei einen guten Überblick.
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Die m²-Preise in Kärnten für unbebaute Grundstücke sind noch relativ moderat.
Wie haben sich die Immobilienpreise für Wohnungen seit 2000 entwickelt?
Warum dies auch Einfluss auf meine Immobilienfinanzierung hat.
Immobilienpreise in Österreich: Erholung ist im Gange
Die Immobilienpreise in Österreich sind gemessen am Wohnimmobilienpreisindex seit 2000 (bis 2024) um 4,1 % p.a. gestiegen, wobei sich deren Anstieg seit 2009 auf 5 % p.a. beschleunigte. Von 2009 bis 2024 waren niedrige Zinsen der Treibstoff. Eine Zinsanhebungsreihe der EZB bis in den Herbst 2023 und die KIM-VO zur strengeren Vergabe von Wohnbaukrediten leiteten eine Phase der Wohnungspreiskonsolidierung ein. Diese Phase ist seit 2025 beendet. Eine Erholung auf breiter Front hat bereits eingesetzt. Preisanstiege bei Eigentumswohnungen in guten Lagen von 4 bis 6 % und in schlechteren Lagen und ländlichen Gegenden von 1 bis 3 % erscheinen 2026 plausibel. Nachdem es nicht so schnell zu Sanierungspflichten bei Altbauten kommen wird und es einen Mangel an Neubauwohnungen gibt, hat der Aufschwung nun auch gebrauchte Wohnungen erfasst.
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Über den Autor: Lorenz Sigl, MA
Position: Leiter Infina Immobilien
Meine Immobilienkompetenz basiert auf einer fundierten Ausbildung zum Immobilientreuhänder (Makler, Verwalter, Bauträger) sowie als Bautechniker an der Bauakademie. Ergänzend absolvierte ich den ÖVI-Vorbereitungslehrgang für Sachverständige und spezialisierte mich als Bewertungsexperte für Immobilien in Banken. Ein Master in Facility- und Immobilienmanagement sowie ein Bachelor in Management und Recht vertiefen mein Wissen. Mit Erfahrung in der Immobilienvermittlung im Bankenbereich und als Leiter von INFINA Immobilien analysiere ich laufend den Markt, um maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln.
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