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Welche Varianten der Zinsabsicherung gibt es?

Welche Varianten der Zinsabsicherung gibt es, wenn man ein Darlehen aufnehmen aber das Risiko von ansteigenden Zinsen nicht eingehen möchte?

Zinsänderungsrisiko – was ist das?

Sie haben einen Kredit aufgenommen, um den Kauf Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses zu finanzieren. Den Kredit müssen Sie nun einerseits zurückzahlen, andererseits verlangt die Bank auch einen Preis für das geborgte Geld – den Zins.

In den meisten Fällen sind diese Zinsen sogenannte variable Zinsen. Das bedeutet, wenn das allgemeine Zinsniveau ansteigt so steigt auch der Zins für den Kredit an. Dieses Risiko nennt man Zinsänderungsrisiko. Steigt nun der Kreditzins an, dann steigt auch die monatliche Rückzahlungsrate. Solange die Rate nur um wenige Euro steigt, ist das kein Problem, aber bei einem größeren Anstieg kann dies zu enormen monatlichen Belastungen führen.

Wie kann man das Zinsänderungsrisiko ausschließen?

Wenn man das Zinsänderungsrisiko – also das Risiko von sich ändernden Zinsen – nicht selbst tragen möchte, so benötigt man einen Vertragspartner, der wiederum bereit ist dieses Risiko gegen einen bestimmten Preis zu übernehmen. Vertragspartner sind entweder die Bank, bei der man den Kredit aufgenommen hat, oder aber eine andere Bank – meist eine sogenannte Investmentbank.

Welche Varianten der Zinsabsicherung gibt es?

Die einfachste und gleichzeitig sicherste Variante ist die Vereinbarung eines Fixzinssatzes mit der Kredit gewährenden Bank. Dabei wird im Kreditvertrag festgehalten, dass der Kreditzins in der vereinbarten Periode sich nicht verändern wird. Die üblichen Fixzinsperioden betragen zwischen 5 und 20 Jahren. In Ausnahmefällen bieten Kreditinstitute auch darüber hinaus gehende Vereinbarungen an.

Absicherung über ein Bandbreitendarlehen

Eine andere Variante der Zinsabsicherung ist das Bandbreitendarlehen. Gerade Bausparkassen sind dafür bekannt, dass in den Kreditverträgen über eine Laufzeit von maximal 20 Jahren eine feste Zinssatzobergrenze vereinbart wird. Diese liegt bei nominell 6% p.a. Bandbreitendarlehen werden aber auch von ausgewählten Banken angeboten.

Fixzinssatz versus Zinscap

Zinsen können auch über Derivate abgesichert werden. Diese Derivate werden gemeinhin als Zinscap bezeichnet. Es handelt sich dabei um Finanzinstrumente, die von Kreditinstituten begeben werden. Zinscaps können für unterschiedliche Zinsniveaus und Laufzeiten gegen Bezahlung einer Einmalprämie erworben werden. Nach dem Kauf muss der Zinscap auf einem Wertpapierdepot verwaltet werden.

Mit Zinscaps sind auch Nachteile verbunden. In aller Regel passen die abgesicherten Beträge der Zinscaps nicht zum Verlauf des zugrundeliegenden Kredites. Weiter ist bei derartigen Finanzinstrumenten das Emittentenrisiko zu beachten. Im Konkursfall des Emittenten wird der Zinscap wertlos. Ein vorzeitiger Verkauf eines Zinscaps ist jedoch – soweit dann ein Markt dafür vorhanden ist – möglich. Dabei sind Gewinne beim Verkauf dieses ZinsCap-Optionsscheines auch noch KESt-pflichtig (-27,5%!). Ebenfalls KESt fällt auf die Ausgleichszahlungen an, sobald die vereinbarte Zinsobergrenze im zugrundeliegenden Indikator (Strike) überschritten wird.

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