Zinsen sind der Preis, den man für geliehenes Geld bezahlt bzw. erhält, wenn man Geld verleiht bzw. veranlagt. Grundsätzlich gilt: Je kürzer der Zeitraum, für den Sie Geld anlegen oder sich leihen, desto niedriger sind in der Regel die Zinsen. Umgekehrt sind längerfristige Zinsen meist höher, weil die Bank oder der Kreditgeber ein größeres Risiko eingehen und eine längere Bindung erwarten.
Das gilt auch bei Wohnbaukrediten:
Variable Zinsen orientieren sich am kurzfristigen Marktzins und können sich laufend ändern.
Fixzinsen sind über eine vereinbarte Laufzeit stabil – oft 10, 15 oder sogar 20 Jahre und darüber hinaus.
Wie groß der Unterschied zwischen kurzfristigen und langfristigen Zinsen ist, zeigt die sogenannte Zinskurve (auch Zinsstrukturkurve genannt). Sie gibt Aufschluss darüber, wie sich der Zinssatz mit zunehmender Laufzeit verändert und ist damit ein zentrales Instrument, sowohl für Banken bei der Gestaltung ihrer Kreditangebote als auch für Sie bei der Wahl des Kreditmodells.
Die Zinskurve zeigt, wie sich Zinsen über verschiedene Laufzeiten entwickeln. Sie ist ein zentraler Indikator für die richtige Zinsstrategie bei Wohnbaukrediten.
Langfristige Fixzinsbindungen bieten besonders in Phasen flacher oder inverser Zinskurven hohe Planungssicherheit und sind oft günstiger als variable Modelle.
Variable Zinsen können bei steil normaler Zinskurve attraktiv sein, setzen aber finanzielle Flexibilität und Risikobereitschaft voraus.
Die Zinskurve verändert sich laufend, beeinflusst durch EZB-Leitzinsen, Konjunkturprognosen sowie wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen.
Ein gut gewähltes Zinsmodell kann über die gesamte Kreditlaufzeit mehrere Tausend Euro sparen, die richtige Beratung zahlt sich also doppelt aus.
Was ist die Zinskurve? Einfach erklärt für Kreditnehmer
Die Zinskurve, auch Zinsstrukturkurve genannt, zeigt, wie sich Zinssätze je nach Laufzeit verändern. Oder einfacher gesagt: Sie stellt dar, wie viel Zinsen man zahlen muss (oder erhält), je nachdem, wie lange man Geld leiht oder verleiht.
Eine ausführliche fachliche Beschreibung der Zinsstrukturkurve lautet:
„Die Zinsstrukturkurve, auch als Zinskurve oder Terminkurve bekannt, ist ein Diagramm, das die Beziehung zwischen den Zinssätzen (oder Kosten der Kreditaufnahme) und der Laufzeit bis zur Fälligkeit von Schuldtiteln wie Staatsanleihen darstellt. Sie ist ein wichtiges Instrument in der Finanzwelt und wird von Investoren, Banken und Regulierungsbehörden zur Beurteilung der allgemeinen Zustände der Wirtschaft genutzt.“
In der Praxis betrifft das nicht nur Staatsanleihen oder Großanleger, sondern jeden, der einen Kredit aufnimmt oder plant, ein Haus zu bauen oder eine Immobilie zu erwerben. Denn die Banken orientieren sich bei der Festsetzung ihrer Kreditkonditionen ebenfalls an dieser Zinskurve. Sie ist somit ein zentrales Werkzeug der Kreditvergabe.
Was heißt das für Sie als Kreditnehmer?
Die Zinskurve beeinflusst, wie günstig oder teuer Ihr Wohnbaukredit ist. Die Form der Zinskurve wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, so beispielsweise von den Leitzinsen der EZB, von der aktuellen Konjunktur, der Inflation und den Erwartungen der Finanzmärkte.
Die drei typischen Formen der Zinskurve:
Normal steigende Zinskurve: Bei diesem Verlauf sind langfristige Zinsen höher als kurzfristige. Eine derartige Zinskurve deutet darauf hin, dass die Wirtschaft gesund ist. Fixzinssätze für Wohnbaukredite sind teurer, bieten allerdings langfristige Planungssicherheit.
Flache Zinskurve: Kurz- und langfristige Zinssätze liegen nah beieinander. Das kann sowohl ein Signal für wirtschaftliche Unsicherheit als auch eine Übergangsphase sein.
Sinkende bzw. inverse Zinskurve: Längerfristige Fixzinssätze sind in dieser Phase oft günstiger als variable Zinssätze. Eine derartige Zinskurve gilt oft als Frühindikator für eine wirtschaftliche Abschwächung oder Rezession.
Die Zinskurve beeinflusst direkt die Kosten eines Wohnbaukredits.
Der Verlauf der Zinskurve wird durch mehrere Faktoren beeinflusst. Dazu zählen Angebot und Nachfrage am Kapitalmarkt, Inflationserwartungen, Konjunkturaussichten und die Leitzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).
Für Banken ist die Zinskurve ein zentrales Element bei der Kalkulation Ihrer Kreditkonditionen. Und für Kreditnehmer liefert sie wertvolle Hinweise darauf, wann ein Fixzinssatz langfristig günstiger ist, oder wann variable Zinsen das bessere Angebot sein könnten.
Tipp: Behalten Sie die Zinskurve im Auge, besonders, wenn Sie sich zwischen einem variablen und einem fixen Zinssatz entscheiden. Sie ist ein wichtiger Frühindikator für die künftige Entwicklung Ihrer Finanzierungskosten.
Arten von Zinskurven und historische Entwicklung
Die Form der Zinskurve sagt viel über die wirtschaftliche Lage und darüber aus, wie sich Zinssätze für Finanzierungen entwickeln können. Nachfolgend finden Sie die typischen Formen von Zinskurven und ihre historische Entwicklung anhand konkreter Daten.
Die normal steigende Zinskurve: Typisch für wirtschaftlich stabile Zeiten
Bei einer normalen Zinskurve steigt der Zinssatz mit zunehmender Laufzeit, die Kurve verläuft also von links unten nach rechts oben. Langfristige Zinssätze sind höher als kurzfristige, was in der Regel bedeutet:
Die Wirtschaft ist in einer Wachstumsphase.
Die Märkte erwarten eine stabile Inflation und positive Konjunkturentwicklung.
Die langfristigen Zinsen enthalten einen sogenannten „Risikoprämienzuschlag“ für die längere Kapitalbindung.
Langfristige Zinsen sind höher als kurzfristige Zinsen.
Marktphasen mit „normaler“ Zinskurve
Laut Auswertungen von Infina war die Zinsstrukturkurve in folgenden Phasen besonders deutlich steigend, das heißt, der 20-Jahres-Swapsatz lag spürbar über dem 3-Monats-Euribor:
Juni 2006 bis August 2007 – vor Ausbruch der globalen Finanzkrise
Dezember 2008 bis März 2023 – trotz Niedrigzinsumfelds blieb der Langfristzins stabil höher
Ab April 2025 – Rückkehr zu einer weitgehend normalen Zinsstruktur
Hintergrund: Warum war die Zinskurve trotz Null- und Negativzinsen oft steil?
Nach der Finanzkrise 2008 senkten die Notenbanken weltweit ihre Leitzinsen. In der Eurozone lag der Einlagensatz der EZB von Juni 2014 bis Juli 2022 sogar im negativen Bereich. Dies drückte die kurzfristigen Geldmarktzinsen, wie den 3-Monats-Euribor, stark nach unten. Gleichzeitig rechneten viele Marktteilnehmer damit, dass die Zinsen langfristig wieder steigen würden, beispielsweise durch wirtschaftliche Erholung, Inflation oder Investitionen. Deshalb blieben die langfristigen Sätze, wie etwa Swapsätze für 20 Jahre, meist deutlich höher.
Im Jahr 2025 hat sich die Zinskurve nach mehreren Zinssenkungen der EZB wieder schrittweise normalisiert:
Die kurzfristigen Zinsen sind zurückgegangen, weil die EZB ihre Leitzinsen gesenkt hatte.
Die langfristigen Zinsen steigen langsam aber stetig an, weil umfassende Investitionsprogramme in Infrastruktur, Digitalisierung und Energiewende in Europa erwartet werden.
Das führt zu einer steigenden Zinskurve: Fixzinsen sind für neue Kreditnehmer nun vergleichsweise etwas teurer, bieten aber langfristig Schutz vor künftig weiter ansteigenden Marktzinsen.
Kurz- und langfristige Zinsen unterscheiden sich kaum.
Die flache Zinskurve: Signal für Übergangsphasen und Unsicherheit
Bei einer flachen Zinskurve liegen die kurz-, mittel- und langfristigen Zinssätze auf ähnlichem Niveau. Die Kurve verläuft annähernd horizontal und der Markt macht kaum Unterschiede zwischen kurzfristiger und langfristiger Kapitalbindung. Solche Phasen sind häufig ein Zeichen für:
Unsicherheit über die künftige wirtschaftliche Entwicklung.
Übergänge in der Geldpolitik der Zentralbank.
Zinswenden, bei denen nicht klar ist, ob die Zinsen weiter steigen oder fallen werden.
Marktphasen mit flacher Zinsstruktur
Laut Daten von Infina trat eine flache Zinskurve in folgenden Zeiträumen auf:
September 2007 bis November 2008 – vor dem Ausbruch der Finanzkrise.
März 2023 – nach einem steilen Zinsanstieg infolge der Inflationswelle.
März 2025 – vor Beginn der neuerlichen Zinssenkungsphase durch die EZB.
Eine flache Zinskurve erschwert die Entscheidung zwischen Fixzinssatz und variablen Zinssätzen:
Variable Zinsen sind kaum günstiger als Fixzinsen.
Gleichzeitig ist unklar, in welche Richtung sich die Zinsen künftig entwickeln werden.
Banken passen ihre Kreditkonditionen oft zögerlich an, was zu wenig attraktiven Angeboten führen kann.
Zuletzt war eine solche Phase mit flacher Kurve bis etwa Ende des ersten Quartals 2025 zu beobachten: ein typisches Muster im Verlauf eines geldpolitischen Kurswechsels.
Die inverse Zinskurve – Warnsignal für wirtschaftliche Abschwächung
Bei einer inversen Zinskurve verlaufen die Zinssätze fallend. Das heißt, langfristige Kapitalmarktzinsen (z. B. Swapsätze) sind niedriger als kurzfristige Geldmarktzinsen.
Das wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, gilt aber in der Finanzwelt als klassisches Warnsignal für eine bevorstehende wirtschaftliche Abschwächung oder Rezession. Der Markt geht davon aus, dass die Zinsen in Zukunft wieder sinken werden, beispielsweise weil die Konjunktur schwächer wird oder die Inflation zurückgeht.
Kurzfristige Zinsen liegen höher als langfristige Zinsen.
Marktphase mit inverser Zinskurve:
Eine inverse Zinsstrukturkurve trat laut Daten von Infina in folgendem jüngsten Zeitraum auf:
April 2023 bis Februar 2025
Hintergrund: Warum kam es zur Inversion der Zinskurve?
Zu Beginn dieser Phase befand sich die Europäische Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die anhaltend hohe Inflation. Um Preissteigerungen zu bremsen, erhöhte sie die Leitzinsen mehrfach deutlich. In der Folge stiegen auch die kurzfristigen Geldmarktzinsen, wie beispielsweise der Euribor, stark an.
Gleichzeitig verschlechterte sich das wirtschaftliche Umfeld aufgrund verschiedener Einflussfaktoren wie Lieferkettenprobleme und geopolitischer Spannungen. Rückläufige Wachstumsprognosen führten zu einem Rückgang der langfristigen Zinserwartungen am Kapitalmarkt. Langfristige Fixzinssätze waren in der Folge in dieser Phase günstiger als variable Zinsen.
Eine inverse Zinskurve signalisiert oft, dass sich der Markt auf sinkende Zinsen und wirtschaftliche Abschwächung einstellt. Für Kreditnehmer kann das eine gute Gelegenheit sein, sich langfristig günstige Fixzinsen zu sichern.
Was bedeutet die Form der Zinskurve für meinen Kredit?
Die Zinskurve beeinflusst nicht nur die Zinshöhe selbst, sondern auch, wie Banken ihr Wohnbaukreditangebot strukturieren. Konkret also, ob eher Fixzinsen oder variable Konditionen im Fokus stehen, wie vielfältig das Angebot ist und mit welchen Margen gerechnet werden muss. Je nach Verlauf der Zinskurve unterscheiden sich die Strategien der Kreditinstitute und damit auch die Auswahl und Attraktivität für Sie als Kreditnehmer.
Normale Zinskurve: Mehr Spielraum für Banken und mehr Auswahl Bei einer normalen Zinsstruktur gilt grundsätzlich, je höher das allgemeine Zinsniveau ist, desto weniger stark wirkt sich die Banken-Marge relativ auf den Kundenzins aus. Kreditinstitute haben in Hochzinsphasen größeren psychologischen Spielraum, um ihre Margen anzupassen, ohne dass es sofort preislich negativ auffällt.
In der Vergangenheit, beispielsweise in den Jahren 2015 bis 2022, war das Zinsniveau besonders niedrig. Fixverzinste Immobilienkredite wurden für viele Banken zu einer interessanten Möglichkeit, stabile Erträge zu erzielen. Gleichzeitig sorgte der intensive Wettbewerb dafür, dass die Aufschläge (=Marge) bei Fixzinsbindungen und auch bei variablen Krediten tendenziell sanken.
Flache Zinskurve: Banken werben mit Fixzinsangeboten Wenn sich eine zuvor steigende Zinskurve abflacht, deutet das oft auf eine wirtschaftliche Verlangsamung oder einen Wendepunkt in der Geldpolitik hin, meist im Vorfeld erwarteter Leitzinssenkungen.
Banken reagieren darauf häufig strategisch. Sie nutzen die Gelegenheit, um gezielt Fixzinskredite zu attraktiven Konditionen anzubieten, um neue Kunden zu gewinnen und sich langfristige Margen zu sichern. Wird hingegen eine inverse Zinskurve flacher, sehen viele darin ein Signal für eine Rückkehr zur Normalität, also steigende langfristige Zinsen bei sinkenden Kurzfristsätzen. Auch dann beginnen Banken oft damit, ihr Angebot entsprechend neu auszurichten.
Inverse Zinskurve: Vorsichtige Angebotsstrategie der Banken Bei einer inversen Zinskurve, wenn also kurzfristige Zinsen höher sind als langfristige, gehen viele Marktteilnehmer davon aus, dass die Leitzinsen wieder sinken werden. Für Banken ist das eine herausfordernde Situation:
Sie müssen ihre Refinanzierungsstrategien anpassen, um eine nachhaltige Ertragssicherheit zu gewährleisten.
Die Angebotsvielfalt kann eingeschränkt werden. Es gibt häufig weniger langfristige Fixzinsangebote, da für Kreditinstitute das Management des Zinsänderungsrisikos erschwert ist.
Manche Anbieter konzentrieren sich bewusst auf kürzere Fixzinsbindungen oder forcieren variable Kredite, vor allem bei Kunden mit sehr guter Bonität.
Ein interessanter Effekt dabei: Trotz hoher kurzfristiger Zinsen können die Bankenmargen für variable Kredite tendenziell sogar sinken, ein Ergebnis des verschärften Wettbewerbs in dieser Phase.
Beispiel aus dem Infina Kredit Index (IKI): Zwischen April 2023 und Januar 2025 bewegten sich die durchschnittlichen Zinsaufschläge auf den 3-Monats-Euribor zwischen 1,131 Prozentpunkten (Stichtag: 01.07.2024) und 1,194 Prozentpunkten (Stichtag: 02.01.2024).
Was das für Sie bedeutet: Je nach Form der Zinskurve, dem allgemeinen Zinsniveau und der Marktlage ergeben sich unterschiedliche Zeitpunkte und Strategien für Ihre Finanzierung. Wer gut informiert ist, kann deutliche Vorteile durch die Auswahl des richtigen Kreditmodells erzielen.
Genau hier setzt die unabhängige Beratung von Infina an:
Tägliche Marktbeobachtung und fundierte Analysen.
Zugriff auf die Kreditkonditionen von über 120 Bankpartnern.
Objektive Empfehlungen, die auf Ihre individuelle Situation abgestimmt sind.
Wann lohnen sich variable oder fixe Zinsen?
Ob variable oder fixe Zinsen für Ihre Wohnbaufinanzierung besser geeignet sind, hängt in erster Linie vom aktuellen Zinsumfeld und Ihrer individuellen Risikotragfähigkeit ab. Die Zinsstrukturkurve bietet dabei eine wertvolle Orientierung, um abzuschätzen, welches Zinsmodell wirtschaftlich sinnvoll ist und welche Art des Zinses besser zu Ihrer persönlichen Lebenssituation passt.
Variable Zinsen: Manchmal günstiger, aber jedenfalls nicht risikofrei
Befinden wir uns in einer normalen Zinskurve mit mittleren bis hohen Zinssätzen, gilt grundsätzlich: Je größer der Abstand zwischen variablen Kreditzinsen und langjährigen Fixzinssätzen, desto attraktiver können variabel verzinste Finanzierungen sein. Allerdings sollten Sie gewisse Voraussetzungen mitbringen.
Variable Zinsen können sich lohnen, wenn Sie...
über ausreichende finanzielle Reserven verfügen.
einen Einkommenspuffer haben, der Zinsschwankungen von 2–3 %-Punkten abfedern kann.
im Bedarfsfall Sondertilgungen leisten können, um Ihre Zinslast zu reduzieren.
bereit sind, aktiv mit der Zinsentwicklung mitzudenken und gegebenenfalls nachzusteuern.
Wichtig: Variable Zinsen sind volatil, besonders in Hochzinsphasen oder bei wirtschaftlicher Unsicherheit kann es zu plötzlichen Anstiegen kommen. Die Entscheidung sollte daher gut überlegt und auf Ihre Lebensplanung abgestimmt sein.
Fixzinsen: Stabilität und Planungssicherheit
In Phasen mit sehr niedrigen Zinsen (wie zwischen 2015 und 2022) oder bei flacher bzw. inverser Zinskurve sind langfristige Fixzinsbindungen oft die bessere Wahl, vor allem, wenn Sie Wert auf Stabilität und Planbarkeit legen.
Fixzinsbindungen bieten Vorteile, wenn Sie…
langfristig stabile Kreditraten wünschen.
keine finanziellen Spielräume für Zinsschwankungen haben.
Ihre Wohnbaufinanzierung auf mehrere Jahrzehnte kalkulieren.
gegen steigende Zinsen abgesichert sein möchten.
Welcher Fixzinssatz konkret zu Ihnen passt, hängt dabei von der Gesamtlaufzeit Ihres Kredits, Ihrer individuellen Risikotragfähigkeit sowie vom aktuellen Verlauf der Zinsstrukturkurve ab.
Eine fundierte Beratung hilft bei der Wahl der passenden Zinsstrategie.
Was Sie als Kreditnehmer jetzt beachten sollten
Die Wahl der richtigen Finanzierungsstrategie hängt nicht nur vom aktuellen Zinsniveau, sondern auch von der Form der Zinskurve ab. Wer gut plant, kann Zinsvorteile sichern und Risiken effektiv minimieren.
Damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen, sollten Sie sich drei zentrale Fragen stellen:
Wie lange möchten Sie die Immobilie voraussichtlich behalten?
Welche monatliche Kreditrate ist für Sie auch bei steigenden Zinsen dauerhaft tragbar?
In welchem Ausmaß wollen Sie sich gegen zukünftige Zinsänderungen absichern?
In Phasen mit flacher oder inverser Zinskurve sind oft langfristige Fixzinsbindungen über zumindest 15 bis 20 Jahre oder länger besonders sinnvoll. Herrscht hingegen eine normale, deutlich ansteigende Zinsstruktur, kann eine variable Finanzierung oder eine kurze bis mittlere Fixzinslaufzeit eine attraktive Alternative darstellen, beispielsweise auch als Übergangsmodell mit der späteren Option einer Kreditoptimierung.
Warum Infina Zinsentwicklungen besonders genau analysiert
Als größter ungebundener Kreditvermittler Österreichs verfolgt Infina täglich die Entwicklung von Zinsen, Zinsstrukturkurven und den aktuellen Konditionen der Kreditinstitute. Dieses Wissen fließt direkt in die persönliche Beratung ein und bringt Ihnen als Kreditnehmer entscheidende Vorteile:
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Zinskurve verstehen, Finanzierung richtig wählen
Die Zinskurve zeigt, wie sich Zinsen je nach Laufzeit entwickeln und hat großen Einfluss auf Wohnbaufinanzierungen. Besonders in Zeiten flacher oder inverser Zinskurven bieten langfristige Fixzinskredite stabile Konditionen und hohe Planungssicherheit. Variable Zinsmodelle können je nach Marktlage ebenfalls sinnvoll sein, erfordern aber mehr Aufmerksamkeit. Infina analysiert täglich die Zinslage und unterstützt Sie dabei, die für Ihre Lebenssituation passende Zinsstrategie zu finden.
FAQs: Zinskurve und Wohnbaufinanzierung, häufige Fragen verständlich erklärt
Die Zinskurve zeigt, wie sich Zinssätze je nach Laufzeit unterscheiden, zum Beispiel für 3 Monate, 5 Jahre oder 20 Jahre. Sie gibt Auskunft darüber, ob kurzfristige oder langfristige Kredite günstiger sind.
Eine inverse Zinskurve bedeutet, dass kurzfristige Zinsen höher sind als langfristige. In solchen Phasen können lange Fixzinsbindungen besonders attraktiv sein, da sie Schutz vor künftig sinkenden Zinsen bieten.
Das hängt von Ihrer Kreditlaufzeit und Risikobereitschaft ab. Bei einer normal steigenden Kurve können variable Zinsen oder Fixzinssätze mit kurzer bis mittlerer Laufzeit von Vorteil sein. Bei flachen oder inversen Kurven bieten Fixzinskredite eine günstige Kondition und mehr Sicherheit.
Indem Sie Ihr Zinsmodell an die Marktlage anpassen. Infina unterstützt Sie dabei mit unabhängiger Analyse und Informationen auf Basis der aktuellen Zinsstruktur.
Die Zinskurve reagiert laufend auf wirtschaftliche Entwicklungen, Inflationserwartungen und Zinspolitik. Schon kleine Marktbewegungen können sie täglich verändern.
Infina analysiert nicht nur Zinshöhen, sondern auch die aktuelle Zinsstruktur und künftige Trends. Sie profitieren vom Zugang zu über 150 Bankpartnern, individuell, objektiv und tagesaktuell.
Bildquellen: Rido / Adobe Stock, Viacheslav Yakobchuk / Adobe Stock, Rido / Adobe Stock Rechtshinweise zu unseren Ratgebern finden Sie in unserer Verbraucherschutzinformation.
Über den Autor: Hagen Luckert
Position: Geschäftsführer
Meine gesamte berufliche Laufbahn habe ich im Kreditbereich verbracht. Zunächst im Sparkassen- sowie im Großbankensektor in Deutschland. Nach Leitung der Business-Unit Kreditstrategie- und Organisation in einem großen Beratungsunternehmen war ich als Geschäftsführer einer Kreditfabrik tätig. Im Anschluss daran wurde ich als Vorstand in einem Softwareunternehmen für künstliche Intelligenz im Bankenbereich berufen und habe 2019 in die Geschäftsführung von Infina gewechselt. Die ständige Recherche, strukturierte Aufbereitung sowie verständliche Veröffentlichung von allen Fragestellungen rund um das Kreditgeschäft gehören zu den wesentlichen Schwerpunktsetzungen meiner Funktion.
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