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Wichtige Änderungen
Wiener Immobilienbestand soll klimaneutral werden

Lorenz Sigl Lorenz Sigl Leiter Infina Immobilien, Immobilientreuhänder 06. August 2026 5 Minuten Lesezeit
Wichtige Änderungen

Energieeffiziente Gebäude verursachen geringere Betriebskosten für ihre Bewohner und tragen einen kleinen Teil zum Klimaschutz bei. Denn weniger Energieverbrauch ist in vielerlei Hinsicht positiv. Aktuelle Gesetzesänderungen sollen dazu führen, dass der Wiener Immobilienbestand mittelfristig sogar klimaneutral wird. Wie soll das gelingen und was müssen Eigentümer jetzt wissen? 

Gesetzesänderung: Erneuerbare Energie rückt in den Fokus

Ausgehend von einer EU-Gebäuderichtlinie hat Wien Änderungen an verschiedenen Gesetzen (Wiener Bauordnung, Garagengesetz, etc.) vorgenommen. Für private Wohnungseigentümer sind die Auswirkungen derzeit noch gering. Bauträger und Investoren sollten die Neuerungen jedoch bereits jetzt genau im Auge behalten. 

Photovoltaik-Ausbau und Ladestationen

Bislang gab es eine Pflicht zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen bei Neu- und Zubauten. Nun kommt diese auch, wenn ein Haus umfangreich saniert wird. Als „umfangreich“ gilt beispielsweise ein Dachgeschoßausbau. Bei sogenannten „Nicht-Wohngebäuden“ (u. a. öffentliche Einrichtungen, etc.) müssen künftig ebenfalls PV-Anlagen errichtet werden. 

Strom wird somit vor Ort produziert. Das sorgt für mehr Unabhängigkeit und niedrigere Verbrauchskosten im Haus. 

Werden bei einem Neubau oder einer Sanierung mehr als drei Stellplätze errichtet, müssen mindestens die Hälfte eine Vorbereitung für E-Ladestationen erhalten. Voraussetzung ist, dass die Kosten für diese Maßnahme weniger als zehn Prozent der Gesamtkosten der Sanierung bzw. des Neubaus ausmachen. Hier ist davon auszugehen, dass in vielen Fällen, auch ohne gesetzliche Vorgabe, eine Verkabelung oder sogar direkt die Errichtung der Ladeinfrastruktur, erfolgen würde.

Vorgabe hinsichtlich Heizungsanlagen

In Deutschland verursachte das Verbot von Gasheizungen große Aufregung. Die Gesetzesänderung in Österreich ist moderater. Bei Einzelbauteilsanierungen und umfassenden Sanierungen dürfen in Zukunft keine neuen Heizungen für feste und flüssige fossile Brennstoffe mehr errichtet werden. 

Es muss geprüft werden, ob der jährliche Energiebedarf aus erneuerbaren Energiequellen, Fernwärme, Energiegemeinschaften oder sonstigen kohlenstofffreien Energiequellen zu decken ist. Falls ja, so muss die Energieversorgung entsprechend umgestellt werden. 

In der Praxis ist dieses Gesetz voraussichtlich von mäßiger Bedeutung. Schließlich ist auch jetzt bereits das Interesse groß, speziell Neubauten mit möglichst effizienten Energieformen zu versorgen. Öl- oder Kohleheizungen würden beispielsweise ohnehin wohl nirgends mehr errichtet werden. 

Umfangreichere Vorgaben für Nicht-Wohngebäude

Für Investoren ist besonders relevant, dass bei Nicht-Wohngebäuden weitreichendere Vorgaben folgen. Hier kann es zu Renovierungspflichten kommen, wenn die Gesamtenergieeffizienz schlecht ist und das Objekt verkauft oder vermietet werden soll. 

Ein weiterer Aspekt ist, dass Banken Interesse am grundsätzlich freiwilligen „Renovierungspass“ zeigen könnten. Dieses Dokument soll darstellen, wie das Gebäude nach und nach zum energieneutralen Objekt umgestaltet werden kann. Es bleibt abzuwarten, ob Kreditinstitute im Zuge der Finanzierung dieses Dokument künftig einsehen möchten.

Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

Die Gesetzesänderungen haben längerfristig betrachtet unterschiedliche Auswirkungen. Moderne Heizungen und mehr Ladestationen würden ohnehin errichtet werden. Photovoltaikanlagen zumindest teilweise ebenfalls, hier kommt hinzu, dass die Errichtungskosten moderat sind. 

Die Renovierungspflicht bei Umnutzung eines bisherigen Nicht-Wohngebäudes scheint für Bauträger und Investoren auf den ersten Blick der größte Einschnitt zu sein. Doch bei näherer Betrachtung relativiert sich dieses Bild. Die Pflicht bedeutet möglicherweise zusätzlichen Bürokratieaufwand. Generell ist jedoch davon auszugehen, dass bei der Umnutzung eines Gebäudes (z. B. von Gewerbe zu Wohnen) ohnehin weitreichende bauliche Maßnahmen durchgeführt werden, die der nun gültigen Renovierungspflicht entsprechen. 

Die Gesetzesänderungen sichern somit jenen Weg ab, den die meisten Bauträger und Investoren ohnehin gehen würden. Für Private sind kaum außergewöhnlicher Mehraufwand oder Zusatzkosten zu befürchten – stattdessen sollten die Betriebskosten durch die Steigerung der Energieeffizienz künftig geringer ausfallen als heutzutage. 

Top-Immobilien für die Hitzewelle

Die nächste Hitzewelle hat Österreich fest im Griff und wir haben uns gefragt, in welchen Immobilien des Landes sich diese Zeit besonders gut aushalten lassen würde. 

Haus mit Pool im Wienerwald

Vor den Toren Wiens, bei Eichgraben, befindet sich diese stilvolle Altbauvilla mit eigenem Pool. Der Wienerwald verspricht etwas kühlere Nächte als in der Innenstadt. Gleichzeitig bieten Pool und Garten optimale Privatsphäre für heiße Sommertage. Eine ideale Kombination aus Stadt, Land und Urlaubsflair!

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Klimatisierte Dachgeschoßwohnung mit Terrasse

Mitten in der Stadt sein und trotzdem nicht vor Hitze glühen? In dieser Dachgeschoßwohnung kein Problem, denn sie verfügt über eine Klimaanlage. Wer die Sonne genießen will, kann das auf der eigenen Terrasse tun. Gleichzeitig ist die Mariahilfer Straße nur einen Katzensprung entfernt. 

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Charmantes Haus in den Alpen

Dank der Seehöhe ist hier keine Klimaanlage nötig, denn dieses urige Haus befindet sich direkt am Berg, im schönen Drautal. Bei zusätzlichem Abkühlungsbedarf ist der ein oder andere See nicht weit und wer es noch heißer haben möchte, fährt im Sommer binnen wenigen Stunden an die Küste Italiens. 

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Mietwohnung: Pool zur Mitnutzung

Im 22. Bezirk Wiens wartet diese 2-Zimmer-Wohnung mit Balkon auf neue Mieter. Eine Küche ist bereits vorhanden. Wirklich außergewöhnlich ist der Wellnessbereich, der mitgenutzt werden darf. Denn hier gibt es nicht nur eine Sauna, sondern auch einen Pool mit beeindruckendem Ausblick über die Stadt. All das für unter 1.200 Euro Miete pro Monat: 

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Tiny House am See

Für weniger als 150.000 Euro gibt es im Nordburgenland dieses kleine Häuschen, in zweiter Reihe zum See, zu kaufen. Ob als Wochenendhaus oder entspannter Rückzugsort für den Sommer, die Lage in unmittelbarer See-Nähe ist hervorragend. Morgens eine Runde schwimmen, dann im eigenen Garten die Sonne genießen – hier lassen sich auch außergewöhnliche Hitzewellen gut überstehen. 

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Klar ist, wirklich angenehm sind Temperaturen jenseits der 35 Grad nirgends. Doch es gibt viele Immobilien, die helfen, gut durch die Hitze zu kommen. Sei es in den Alpen, direkt bei einem See oder mit einer Klimaanlage in der Stadt. 

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