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Von der Bargeldobergrenze zum Eigenmittel-Schwund

Warum beschäftigen sich Wohnbau-Finanz-Experten auch mit dem schrittweisen Rückzug der EU aus dem Bargeld und der geplanten Einführung einer Bargeldobergrenze? Die Antwort darauf liegt in veränderten Konsumgewohnheiten, die eventuell die zukünftige Bonität bei der Immobilienfinanzierung beeinträchtigen könnten. Dies hat folgenden Hintergrund:

Österreicher sind ein Volk der Sparer. Und Sparer sind liquide. Das bedeutet, dass immer genug Geld in der Geldtasche oder unter dem „Kopfpolster“ ist. Wer bar zahlt, gilt in Österreich als solide und zuverlässig. Doch auch in anderen EU-Ländern ist die Stimmung Pro-Bargeld. Das geht aus der jüngsten „Bargeld-Umfrage“ der EU-Kommission hervor. Letztere prüft gerade eine Obergrenze für Barzahlungen in Europa. Interessierte Bürger konnten ihre Meinung dazu in einem Konsultationsverfahren kundtun, das nun abgeschlossen ist.

Bargeldobergrenze unerwünscht

Das Ergebnis: Deutsche und Österreicher hatten sich an dieser Befragung überproportional stark beteiligt. In Österreich dominiert Bargeld, mit einem Anteil von 82% an allen Transaktionen und 65% am gesamten Zahlungsvolumen, nach wie vor das Zahlungsverhalten. Insgesamt nahmen an der Online-Befragung über 30.000 Personen teil. Die Frage, ob es ein europaweites Limit für Bargeldzahlungen geben soll, beantworteten knapp 94% mit Nein. Mit fast 87% ist der Großteil der Ansicht, dass das Zahlen mit Scheinen eine persönliche Freiheit darstellt. Entsprechend sind die meisten EU-Bürger gegen Bargeldbeschränkungen.

Als Mittel der Verbrechensbekämpfung gibt es für Barzahlungen in einigen EU-Mitgliedstaaten aber bereits Beschränkungen für Barzahlungen. Sie liegen zwischen 1.000 Euro in Frankreich und Portugal und 15.000 Euro in Kroatien und Polen. Dazwischen liegen Griechenland (1.500 Euro), Spanien (2.500 Euro), Belgien und Italien (je 3.000 Euro) und die Slowakei (5.000 Euro). Bei Transaktionen ab 15.000 Euro besteht zur Geldwäschebekämpfung eine EU-weite Ausweispflicht.

Zukunftsszenario „Schwundgeld“ würde Eigenmittel vernichten

Sollte mit diesen Beschränkungen das Bargeld immer mehr aus dem Zahlungsverkehr verbannt werden, könnte dies Minuszinsen auf Bankkonten und sogar einer Steuer auf Bargeld (war Bargeld zu einer Art Schwundgeld machen würde) die Türe öffnen. Dies würde den Konsum befeuern und die Bildung von Eigenmittel unattraktiv machen. Höhere Konsumausgaben und weniger Eigenmittel für größere Anschaffungen wären die Folge. Das würde auch die durchschnittliche Bonität negativ beeinflussen und Kreditzinsen in die Höhe treiben.

 

 

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