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Wohnbauförderung in Niederösterreich

Die Wohnbauförderung ist bei einer Wohnbaufinanzierung nach wie vor sehr beliebt. Die Voraussetzungen, Förderarten und Förderhöhen unterscheiden sich allerdings von Bundesland zu Bundesland. Hier die wichtigsten Informationen für das Bundesland Niederösterreich:

Eigenheimförderung gibt es für:
  • Errichtung eines neuen Eigenheimes in Form eines Wohnhauses mit max. 2 Wohnungen
  • den Ersterwerb einer Wohneinheit in einem Reihenhaus/einer Wohnung im Geschoßwohnbau von einem hierzu befugten Bauträger
Arten und Höhe der Förderungen

Die Förderung ist ein Landesdarlehen mit einer Laufzeit von 27,5 Jahren und jährlich nachschüssiger Verzinsung von 1%. Die Höhe des Darlehens ergibt sich aus einem ökologisch orientierten Punktesystem für nachhaltige Bauweise.

  • Eigenheimförderung: Max. 30.000,- EUR (im Falle von Passivhäusern sind 40.000,- EUR möglich)
  • + Lagebonus: bis 4.500,- EUR, 5.000,- EUR für Ortskernbelebung (befristet bis 31.12.2018 für Eigenheime und Reihenhäuser, die im historischen Ortskern (entstanden vor 1960) errichtet werden)
Familienförderung

Sofern die Energiewerte beim Haus stimmen kann zusätzlich zur Basis-Förderung eine Familienförderung beantragt werden. Diese richtet sich nach der jeweiligen Familiensituation, wobei die Antragstellung bis zur Erteilung der Fertigstellungsmeldung erfolgen kann.

  • Jungfamilien: 5000,- EUR
    = Familien mit mindestens einem zum Haushalt gehörenden, versorgungsberechtigten Kind, wobei ein Lebenspartner das 35. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Einreichung noch nicht vollendet hat, sowie Einzelpersonen bis zum 35. Lebensjahr mit mindestens einem zum Haushalt gehörenden versorgungsberechtigten Kind
  • + für das erste versorgungsberechtigte Kind: 8.000,- EUR
  • + für das zweite versorgungsberechtigte Kind: 10.000,- EUR
  • + für jedes weitere versorgungsberechtigte Kind: 12.000,- EUR
  • + für jedes Kind, für das erhöhte Familienbeihilfe bezogen wird: 10.000,- EUR
Arbeitnehmerförderung

Wer mindestens schon 3 Jahre ununterbrochen den Hauptwohnsitz in Niederösterreich hat und in den letzten 15 Monaten vor Einreichung des Antrages mindestens 12 Monate unselbständig erwerbstätig war, bekommt noch 2.500 EUR an Arbeitnehmerförderung.

Im Falle eines Passivhauses ist somit ein Förderdarlehen in Höhe von 99.000 EUR möglich. Wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von mindestens 2 kW Spitzenleistung eingebaut, sind zusätzlich noch 6.000 EUR Förderung möglich. Hinzukommen noch Sonderförderungen für betreutes Wohnung.

Einkommensgrenzen bei der Gewährung

Das höchstzulässige Jahreseinkommen (netto) der zukünftigen Wohnungsbenützer darf bei einer Haushaltsgröße von einer Person 40.000,- EUR und von zwei Personen 65.000,- EUR nicht überschreiten. Der Betrag erhöht sich für jede weitere Person um 8.000,- EUR.

Bei einer Überschreitung dieser Obergrenzen bis zu 10 % verringert sich die Förderung um 20%, bei Überschreitung bis zu 20% bewirkt dies eine Kürzung der Förderung um 50% (davon ausgenommen ist die Familienförderung).

Auszahlung des Darlehens

Der ermittelte Darlehensbetrag für die Errichtung eines Eigenheimes in Passivbauweise wird nach gemeindeamtlich bestätigtem Baufortschritt in höchstens 3 Teilbeträgen ausbezahlt:

  • 30% nach Fertigstellung des Kellers samt Decke oder Fundamentplatte
  • 40% nach Fertigstellung des Rohbaus mit Dach
  • 30% bei Nachweis, dass die der Förderung zugrundeliegende Energiekennzahl eingehalten worden ist.

Die Auszahlung erfolgt nur bei Vorlage eines amtlichen Grundbuchauszuges über die Einverleibung des Wohnbauförderungsdarlehens und wenn keine Überbelastung der Liegenschaft besteht.

Punktesystem bei Wohnbauförderung

Maximal 100 Punkte können für eine energiesparende und nachhaltige Bauweise zuerkannt werden. Jeder Punkt ist 300 EUR wert. Somit können Fördermittel in der Höhe von 30.000,- EUR auf Basis des Energieausweises und der Nachhaltigkeit zuerkannt werden. Besonders punkten kann man vor allem mit einer günstigen Energiekennzahl in Abhängigkeit vom A/V-Verhältnis.

Definition: Das A/V-Verhältnis (manchmal auch "Formfaktor" genannt) beschreibt die Oberfläche der thermischen Gebäudehülle dividiert durch beheiztes Volumen. Je kleiner dieses Verhältnis ist, desto kompakter (energiesparender) ist das Haus.

Bis zu 20 Punkte gibt es für die richtigen Heizungsanlagen mit besten biogenen Brennstoffen. Beispielsweise für Wärmepumpenanlagen, mit biogener Fernwärme oder einem Anschluss an Fernwärme aus Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen bzw. die Nutzung sonstiger Abwärme.

Eine dieser „Bioheizungen“ in Kombination mit einer Photovoltaikanlage bringt zusätzlich bis zu 20 Punkte und in Verbindung mit Solaranlage (zur Warmwasseraufbereitung) sowie Zusatz-Heizung bis zu 15 Punkte extra. Immerhin je 10 Punkte bringen Wärmepumpen zur Warmwasseraufbereitung, eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, ein Wohnraumlüftungskompaktgerät und eine Solaranlage zur Wasseraufbereitung.

Ökologische Baustoffe und Barrierefreiheit bringen je 15 bzw. 10 Punkte.

Hinweis: Für ein Eigenheim mit zwei Wohneinheiten (100-Punkte-Haus) werden für die zweite Wohneinheit 40% des ermittelten Betrages (Summe aus Familienförderung für die zweite Wohneinheit, Bonus Lagequalität und Bonus Ortskernbelebung) als Darlehen gewährt.

> Das gesamte Punktesystem ansehen

 

Weitere Informationen zu den Förderungen in Niederösterreich sowie die nötigen Formulare für einen Förderungsantrag als Download finden Sie hier.

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Stand: Februar 2018

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