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So schützen Sie sich vor Mietnomaden

Mietnomaden sind der Albtraum eines jeden Vermieters. Immobilienbesitzern können sie durch Mietausfall, Räumung und Anwaltsgebühren enorme Kosten verursachen. Es gibt keine offizielle Statistik über Mietnomaden und auch keine „schwarze Liste“, in die Vermieter Einsicht nehmen können. Aber Mietnomaden gibt es häufiger, als man meint. Viele dieser Mietnomaden sind nicht mittellos. Sie können sich mitunter Maßanzüge und teure Autos leisten und sind in allen Berufsgruppen vertreten. Aber sie haben alle eine Gemeinsamkeit: Sie handeln in betrügerischer Absicht, denn sie wissen schon vor Unterzeichnung des Mietvertrags, dass sie die Miete nicht bezahlen werden. Sie spielen dabei auf Zeit. Denn selbst wenn wichtige Kündigungsgründe vorliegen, muss die Kündigung des Mietvertrags erst einmal gerichtlich durchgesetzt werden. Bis es dann einmal zur Zwangsräumung kommt, vergehen nochmals mehrere Monate.

Es ist schwierig, Blender dieser Art anhand des ersten Eindrucks zu erkennen, denn häufig weisen sie  gefälschte KSV-Auskünfte, Bankbürgschaften und Gehaltsabrechnungen vor. Dennoch gibt es Möglichkeiten sich abzusichern oder zumindest Vorsorge zu treffen:

Faktencheck

Aus Prinzip: Schließen Sie eine Mietausfall- und Rechtsschutzversicherung ab. Das ist schon einmal eine Grundabsicherung für den Ernstfall.

Verlangen Sie neben Namen und aktueller Adresse einen Gehaltsnachweis und aktuelle Kontoauszüge mit dem Gehaltseingang zum Gegencheck. Gewerbliche Vermieter können noch beim KSV eine Bonitätsprüfung durchführen lassen (über Notar oder Anwalt zu beantragen). Auch können Sie die Insolvenzdatei auf der Webseite www.justiz.gv.at einsehen und Informationen über ein laufendes Konkursverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit einholen.

Schlüssel erst bei Zahlung von Kaution und erster Miete

Achten Sie auf Verhaltensauffälligkeiten: Einer der wenigen kritischen Indikatoren ist eine erhöhte Nervosität in Kombination mit einem Drängen auf schnelle Aushändigung des Schlüssels. Pocht jemand schon vor Zahlung der Kaution auf schnellen Einzug, dann sollten die Alarmglocken läuten. Übergeben Sie den Schlüssel erst bei Vertragsabschluss und gezahlter Kaution sowie erster Monatsmiete. Seriöse Mieter haben noch eine Kündigungsfrist bei der alten Wohnung und gestalten den Übergang Zug um Zug. 

Notfalls können Sie spontan die Telefonnummer des aktuellen Vermieters verlangen um gleich Auskunft über das Zahlungsverhalten des Interessenten einzuholen. Eine notorische Mietnomade wird Ausreden finden, warum dies nicht möglich ist. Der beste Schutz ist also eine gute Vorselektion der Mietkandidaten, denn das Erwirken einer Zwangsräumung, als letztes Mittel, kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Lassen Sie es besser nicht darauf ankommen.

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