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Kreditmarkt für Wohnimmobilien im 3. Quartal in massivem Umbruch

Die Entwicklung der Zinsen für Immobilienkredite am österreichischen Kreditmarkt ist gut messbar. Hier dient der Infina-Kredit-Indikator (IKI) seit einigen Jahren als sehr gute Benchmark. Dabei wird die Durchschnitts-Kondition für standardisierte Immobilienkredite (Laufzeit 25 Jahre, Kreditsumme 100.000 EUR, gute Bonität, volle Besicherung) anhand einer Gruppe von 12 heimischen Banken gemessen.

Da im IKI auch die Weitergabe von Negativzinsen immer vorausgesetzt wurde, kann auch die bisherige Methodik in der Erhebung nahtlos fortgeführt werden. Nach einer Reihe von OGH-Urteilen ist nämlich die Rechtslage in punkto Weitergabe von negativen Indikatorzinsen nun eindeutig geklärt. Bundesweit zahlen Banken an Verbraucher die zu viel verlangten Kreditzinsen zurück. Bis zum 1. Quartal 2018 sollten voraussichtlich alle Rückzahlungen erfolgt sein. Diese Aufwendungen versuchen Banken nun bei Neukrediten jedoch schrittweise zu kompensieren.

Variabel verzinste Kredite: Aufschläge wurden teurer

Eine Folge: Zahlreiche Banken versuchen die Negativzinsphase einfach „auszusitzen“, indem sie auf 2 bis 5 Jahre einen kurzfristigen Fixzinszeitraum vereinbaren. Die Hoffnung dabei ist, dass nach dieser Phase Negativzinsen Geschichte sind. Die Tendenz bei den rein variabel verzinsten Kredite ist indessen eindeutig:

Die Margen auf den Euribor werden bei Neukrediten angehoben, teilweise in der Größenordnung der aktuellen Negativzinsen. Hier gibt der IKI Klarheit: Von den beobachteten 12 Banken haben 9 ihre Aufschläge bei variabler Verzinsung erhöht und 3 unverändert gelassen. Im Schnitt erhöhten die Banken vom 3. Juli bis 2. Oktober ihre Margen durchschnittlich um knapp 0,2 Prozentpunkte auf 1,5%. Das ist der höchste Stand seit dem 3. Quartal 2015. Die Bandbreite der Erhöhungen der Aufschläge bewegte sich zwischen 0,075 und 0,50 Prozentpunkten.

Fixzinsbindungen wurden günstiger

Variabel verzinste Kredite verlieren somit gegenüber Fixzinsbindungen immer mehr an Attraktivität. Die meisten Banken rechnen offensichtlich nicht mit stark steigenden Zinsen und streben danach, über Fixzinsbindungen möglichst lange Zinserträge zu erhalten. Dabei befinden sie sich zueinander im Wettbewerb. In der Folge werden die Sollzinssätze attraktiver. Obwohl der 10-Jahres-EUR-Swapzinssatz im Zeitraum vom 3. Juli bis 2. Oktober faktisch unverändert blieb, gingen die Nominalzinsen bei neu abgeschlossenen 10-Jahres-Fixzinsbindungen um 0,131 Prozentpunkte auf durchschnittlich 1,973% zurück. Die Bandbreite für 10-Jahres-Fixzinsbindungen bei Hypothekarkrediten mit voller Besicherung und bei guter Schuldnerbonität bewegte sich zwischen 1,75 und 2,25%. Bei 20jähriger Fixzinsbindungen liegt die Bandbreite aktuell bei 2,125 bis 2,75% und 30jährige Fixzinsen gibt es zu nominell 2,99% p.a.

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