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Keine geheimen Barzahlungen beim Immobilienkauf!

Der Einsatz von Barvermögen beim Immobilienkauf kann den Erwerber in erhebliche Schwierigkeiten bringen. Trotzdem ist es in Österreich noch immer durchaus üblich, einen Teil des Kaufpreises mit Bargeld zu begleichen.

Nehmen wir an, eine Wohnung wird Ihnen für insgesamt 250.000 Euro angeboten. Der Verkäufer möchte jedoch die 30-prozentige Immobilienertragssteuer „optimieren“ und tritt mit einem Sonderwunsch an Sie heran: Sie zahlen offiziell nur 200.000 Euro und übergeben die Differenz von 50.000 Euro in bar. Das Argument des Verkäufers: Ein Ersparnis von 10% Nebenkosten bezogen auf die 50.000 Euro. Doch 5.000 Euro Ersparnis sind eine Kleinigkeit im Verhältnis zu den dadurch verursachten "Problemzonen". Diese beginnen bereits bei der Finanzierung.

Diskrete Barzahlungen können die Finanzierung kosten und noch viel mehr…

Angenommen Sie verfügen über 50.000 Euro an Eigenmitteln und haben genau diese zur Bezahlung des Cashanteils verwendet. Banken belehnen in der Regel bis zu 80% des Kaufpreises. Im Falle von 250.000 Euro Kaufpreis und 50.000 Euro Eigenmittel würde sich dies dann genau ausgehen. Doch bei 200.000 Euro Kaufpreis und keinen Eigenmitteln werden einige Banken die Finanzierung ablehnen.

Sollte Ihnen dennoch eine Finanzierung gelingen (im Falle eines hohen Einkommens), dann schnappt die nächste Falle beim Verkauf der betreffenden Liegenschaft zu. Gewinne aus Immobilienverkäufen müssen Sie nämlich mit 30% versteuern. Als Bemessungsgrundlage dient die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Der bar bezahlte Betrag hätte im besprochenen Fall die Bemessungsgrundlage um 50.000 Euro erweitert. Einer Nebenkostenersparnis von maximal 5.000 Euro steht dann ein sicherer Mehraufwand von 15.000 Euro an Immo-Ertragssteuer gegenüber. Sorgen mit der Bank und der Mehraufwand gegenüber dem Fiskus sind Ihnen bei nicht registrierten Barzahlungen also schon einmal sicher.

Aber es kann noch schlimmer kommen. Sie könnten an einen Betrüger geraten, der für die gleiche Liegenschaft von mehreren Interessenten gleichzeitig Zahlungen" entgegennimmt. In Wirklichkeit wird aber die Immobilie schon von der Bank zwangsversteigert. Natürlich kann man versuchen, sein Geld wieder zurück zu bekommen. Allerdings hat man durch diese Vorgehensweise selbst ein steuerlich relevantes Vergehen zu verantworten, da man die Grunderwerbssteuer verkürzen wollte. Der Gang zu den Behörden wird bei diesem Sachverhalt somit alles andere als einfach. Wollen Sie das also wirklich?

Fazit: Ehrlich währt am Längsten. Lassen Sie sich nur auf nachvollziehbare Transaktionen beim Immobilienkauf ein und wickeln Sie Ihren Kauf unter Anleitung eines seriösen Treuhänders (Notar oder Rechtsanwalt) ab.    

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