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EZB-Entscheidung - Wohnkredite weiterhin günstig

Wer einen variabel verzinsten Wohnkredit laufen hat, kann sich freuen. Die Zinsen bleiben noch eine Weile niedrig. Zuletzt lag der Kreditzinsindikator 3-Monats-Euribor bei etwa -0,33%. Und wer einen neuen Wohnkredit aufnimmt, erfreut sich insbesondere günstiger Fixzinsbindungen, denn die dafür relevanten Euro-Swap-Zinssätze sind in den vergangenen 2 Wochen erneut leicht gesunken. Der für 20jährige Fixzinsbindungen ausschlaggebende EUR-Swapszinssatz ist seit Ende November von 1,41 auf 1,33% gesunken. Somit sind aktuell auch Fixzinssätze nahe 2,0% p.a. auf 20 Jahre bei sehr guter Bonität durchaus darstellbar.

Hinter dieser Entwicklung steckt Geldpolitik auf europäischer Ebene. Die Europäische Zentralbank (EZB) trifft nämlich in regelmäßigen Zeitabständen geldpolitische Entscheidungen, die sowohl Sparer als auch Kreditnehmer betreffen. Während Sparer noch eine Weile über niedrige Zinsen klagen werden, können sich Kreditnehmer darüber freuen.

Niedrige Inflation verhindert derzeit Zinserhöhungen

Ausschlaggebend ist die nach wie vor niedrige Inflation im Euroraum. Zuletzt stiegen die Verbraucherpreise um 1,5%. Zwar hoben die Volkswirte der EZB ihre Inflationsprognose 2018 von 1,2 auf 1,4% an, doch das Stabilitätsziel der Zentralbank liegt bei einer Teuerung von nahe aber unter 2%. Dieses wird bis 2020 nicht erreicht werden. Für 2019 gehen die Volkswirte lediglich von 1,5 und im Jahr darauf von 1,7% aus – und dies trotz soliden Wirtschaftswachstums.

Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass die Leitzinsen vorerst unverändert blieben. Der wichtigste Zins zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld, der Hauptrefinanzierungssatz bei der EZB, blieb unverändert auf Nullniveau und der Einlagenzins für Banken, die ihre Überschussliquidität bei der EZB halten, blieb bei minus 0,40%. Darüber hinaus sollen ab Jänner noch bis September 2018 die Anleihekäufe der EZB bei monatlich 30 Mrd. Euro liegen (zuvor 60 Mrd. Euro). Das bedeutet, dass nach wie vor noch viel Geld ins Bankensystem fließt.

Deshalb gewinnt die Kreditvergabe der Banken etwas an Dynamik, was aus den jüngsten Daten der EZB hervorgeht: „Die jährliche Wachstumsrate der Buchkredite an nicht finanzielle Kapitalgesellschaften erhöhte sich im Oktober 2017 auf 2,9%, nachdem sie im September 2,4% betragen hatte, während die Jahreswachstumsrate der Buchkredite an private Haushalte mit 2,7% stabil blieb.“ Konkret bedeutet dies, dass die Kreditschleusen nach wie vor offen sind, was auch vor allem für Wohnkredite in Österreich gilt.

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