Telefonnummer
Wir beraten Sie gerne!

Montag - Freitag 08:00 - 18:00

+43 512 584 380

EZB Entscheid - schwacher Dollar drückt langfristige Zinssätze

Bereits beim in Jackson Hole (US-Bundesstaat Wyoming) abgehaltenen „Economic Policy Symposium“ (24. bis 26. August) enthielten sich die Spitzen der Fed und der EZB jeglicher Hinweise bezüglich der weiteren Geldpolitik. Offensichtlich wollte niemand der führenden Notenbanker unnötig Staub aufwirbeln. Sowohl in den USA als auch Europa ist die Situation angespannt: In den USA muss nämlich bis 29. September der Staatshaushalt verabschiedet sein und die Schuldenobergrenze angehoben werden. Ansonsten droht wieder die "Schließung der Regierung". Dieses Ereignis könnte ein Rating-Downgrade für US-Staatsanleihen zur Folge haben. In diesem Umfeld sind Fed und EZB wechselseitig zur Besonnenheit aufgerufen. In Europa setzt indessen der schwache US-Dollar der Exportwirtschaft zu, was EZB-Chef Draghi wie folgt thematisierte: „Die aktuelle Wechselkursvolatilität stellt eine Unsicherheitsquelle dar, die eine genau Beobachtung erfordert.“

Die Leitzinsen blieben am Donnerstag unverändert. Der Hauptrefinanzierungssatz blieb auf 0% und der Einlagenzins bei -0,4%. Offen gelassen hat Draghi, ob es 2018 zu einer Drosselung oder gar Aufstockung des Anleihekaufprogramms in Höhe von monatlich 60 Mrd. EUR kommt. Die EZB will aber noch im Herbst ihre Instrumente auf den Prüfstand stellen. Die nächste EZB-Ratssitzung findet am 26. Oktober statt. Allerdings waren bereits in der jüngsten Sitzung Dauer und Umfang der Anleihekäufe ein Thema.

Expansive Geldpolitik verbilligt Fixzinskredite

Dies sowie die Aufwärtsrevision der Wirtschaftswachstumsprognose im Euroraum schwächte den US-Dollar zum Euro. Die EZB revidierte die BIP-Wachstumsprognose für 2017 von 1,9 auf 2,2% nach oben. Indessen blieben die Inflationserwartungen noch immer bei moderaten 1,5%. Die Inflationsprognosen für 2018 und 2019 hat die EZB sogar marginal auf 1,2 bzw. 1,5% nach unten revidiert. Im Vergleich dazu liegt das Ziel bei knapp 2%. Allerdings setzt hier die EZB eine entsprechende Breite des Preisauftriebs innerhalb des Euroraums voraus. Angesichts dieser Tatsachen und des schwachen Dollars bröckelten die langfristigen Zinsen nochmals marginal ab. Mittlerweile liegt der 10-Jahres-EUR-Swapzinssatz, relevant für 10-jährige Fixzinsbindungen bei Immobilienkrediten, mit 0,76% um 0,23 Prozentpunkten unter dem Zwischenhoch vom 7. Juli. Die aktuell aufgrund der OGH-Urteile zu Negativzinsen von Banken stärker forcierten Fixzinskredite werden dadurch etwas günstiger.

Zurück
Schlüsselübergabe



Österreichs beliebtester Baufinanzierungs-Experte
jetzt über 50-mal vor Ort