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Banken vergeben wieder mehr Kredite

Banken vergeben wieder mehr Kredite im Euroraum. In Österreich boomt dabei die Vergabe von Immobilien- und Wohnkrediten.

Dass Banken wieder großzügiger Kredite vergeben, hat einen triftigen Grund: Die EZB hat mittlerweile öffentliche Anleihen im Volumen von knapp 1,9 Bio. EUR aufgekauft und das Angebot solider Staatsanleihen wird zunehmend rarer. Gleichzeitig drückt die zusätzliche Nachfrage der EZB auf das Renditeniveau am Anleihemarkt und die Preise steigen. In der Folge vergeben Banken wieder vermehrt Kredite, um einen erhöhten Zinsertrag zu erzielen. So steigerten die Banken der Euro-Zone im November 2017 ihre Kreditvergabe an Unternehmen im stärksten Ausmaß seit achteinhalb Jahren. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum vergaben sie um 3,1% mehr Firmenkredite. Ebenfalls das kräftigste Plus seit Mitte 2009 verzeichnete die Kreditvergabe an private Haushalte mit 2,8%. Treibende Kraft am Markt für Kommerzkredite ist hingegen der Investitionsschub deutscher Unternehmen. Im Gegensatz dazu stagnieren in Italien und Spanien die Gewerbekredite noch immer, was auch hier auf ein „Nord-Süd-Gefälle“ hindeutet.

Betrachtet man im Vergleich zu den Krediten die Geldmenge M3, die im Oktober um 4,9% wuchs, so relativiert sich die „Erfolgsmeldung“. Firmen investieren vorsichtig und Banken sitzen auf enormen Liquiditätsüberschüssen, für die sie bei der EZB sogar Strafzinsen von 0,4% zahlen. Es kommt also noch immer relativ wenig Geld in der Realwirtschaft an. Hingegen gute Nachrichten gibt es aus Österreich, wo vor allem die Vergabe von Hypothekarkrediten boomt:

Hypothekarkreditboom in Österreich

Laut Statistik der Österreichischen Nationalbank (OeNB) stieg das in Österreich an private Haushalte neu vergebene Wohnbaukreditvolumen von 2012 bis 2016 von 10,68 auf 14,61 Mrd. EUR. In den ersten 10 Monaten 2017 stieg es gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum sogar um 21,7% auf 14,53 Mrd. EUR. Das bedeutet: Banken vergeben hierzulande gerne Immobilienkredite. Gleichzeitig stehen sie zueinander im Wettbewerb, was sich auf die Konditionengestaltung auswirkt.

Vor allem Fixzinskredite sind relativ günstig. Die Spreads zwischen den Fixzinsen und den zugrundeliegenden EUR-Swapsätzen stehen unter Druck – und das ist gut für Kreditnehmer, die das aktuell noch niedrige Zinsniveau auf 10 bis 30 Jahre einfrieren möchten. 1,75% p.a. für 10jährige Fixzinsbindungen und 2,125% p.a. auf 20 Jahre sind in Fällen mit guter Bonität derzeit noch machbar. Allerdings ändern sich die Konditionen täglich im Einklang mit den Swapsätzen. Fakt ist jedoch, dass das aktuelle Zinsniveau im historischen Vergleich weiterhin günstig ist und daher vor allem gerade langfristige Zinsabsicherungen auf Zeiträume von 15 bis 30 Jahre ein Thema sind.

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